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R+V24-Ratgeber

Sparen beim Tanken

Benzinpreise schwanken – den ganzen Tag

Jeder weiß es: Gestern war der Benzinpreis doch viel günstiger. Aber kaum ist man an der Tankstelle, scheinen die Preise schon wieder gestiegen zu sein. Fakt ist: Tankstellen passen ihre Preise mehrmals am Tag an. Wie also können Autofahrer den günstigsten Zeitpunkt und den richtigen Ort zum Tanken finden? Bei über 14.000 Tankstellen in Deutschland kann man da leicht den Überblick verlieren.

 

Preisvergleich in Echtzeit: So funktioniert's

Dass Tankstellenbetreiber systematisch an der Preisschraube drehen, haben Autofahrer schon immer vermutet. Es auch nachzuweisen, war in der Vergangenheit allerdings kaum möglich. Das ist heute anders. Seit 2013 erfasst das Bundeskartellamt die Benzinpreise der Tankstellen und wertet sie in einer Datenbank namens Markttransparenzstelle für Kraftstoffe, oder kurz MTS-K, aus. Autofahrer können mit ihrer Hilfe prüfen, wie viel Benzin und Diesel an den Tankstellen in der Nähe kosten – und zwar in Echtzeit.

Änderungen der Spritpreise müssen die deutschen Tankstellen der Markttransparenzstelle innerhalb von fünf Minuten mitteilen. Verbraucher-Informationsdienste greifen dann auf den Server zu und geben die Daten über ihre Internetseiten oder Apps direkt an die Verbraucher weiter.

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Tageszeit entscheidet über den Spritpreis

Das Bundeskartellamt wertet die ermittelten Preisdaten regelmäßig aus – mit folgendem Ergebnis: Es gibt tatsächlich Zeiten, zu denen das Benzin besonders günstig oder teuer ist. Dabei spielt allerdings der Wochentag kaum eine Rolle. Entscheidend ist die Tageszeit:

  • Früh morgens ist der Sprit am teuersten.
  • Dann senken die Tankstellenbetreiber die Benzinpreise schrittweise bis zum Abend.
  • Am günstigsten tanken Autofahrer abends etwa zwischen 18 und 20 Uhr.
  • Bis Mitternacht steigen die Preise wieder auf das Niveau vom frühen Morgen und bleiben nachts stabil.

Auf diese Weise sinkt der Benzinpreis vom frühen Morgen bis zum Abend im Durchschnitt um immerhin acht Cent pro Liter. Am Wochenende fallen die Schwankungen meist geringer aus. Dieses Muster wiederholt sich bei allen Tankstellen jeden Tag aufs Neue – unabhängig vom Wochentag oder der Jahreszeit.

 

Preiskampf oder stille Absprache?

Eine mögliche Erklärung für die auffällige Preiskurve ist der Preiskampf zwischen Betreibern. Ab dem frühen Morgen beginnen die Tankstellen, einander bei den Preisen zu unterbieten, und setzen das schrittweise bis zum Abend fort. Zu später Stunde heben viele ihre Preise dann wieder auf das morgendliche Niveau an. Denn zum einen ist dann die Konkurrenz geringer, da einige Tankstellen nachts schließen. Zum anderen scheuen manche Autofahrer nachts einen Umweg zur günstigeren Tankgelegenheit.

Letztendlich ist aber unklar, ob es sich beim schrittweisen Absenken der Preise tatsächlich um einen harten Wettbewerb handelt oder ob Tankstellen die Spritpreise stillschweigend aufeinander abstimmen und so auf einem für alle gewinnbringenden Niveau halten.

 

Kein Preisanstieg vor Schulferien

Vor den Ferien kann das Bundeskartellamt dagegen keine höheren Preise mehr feststellen. Dabei stieg der Literpreis für Benzin vor einigen Jahren noch um bis zu zehn Cent, wenn zum Beispiel die Osterferien nahten. Hier scheint die neue Transparenz durch die Kraftstoffpreis-Datenbank zu wirken. Allzu offensichtliche Anhebungen zum Ferienbeginn verkneifen sich die Tankstellen wohl inzwischen.

 

Preisvergleich im Internet oder per App

Wer genau wissen möchte, wo das Benzin gerade am günstigsten ist, kann leicht im Internet nachschauen. Das Bundeskartellamt hat schon über 50 Verbraucher-Informationsdienste für diesen Service zugelassen. Auf deren Webseiten oder Apps finden Autofahrer in wenigen Sekunden die billigsten Tankgelegenheiten in ihrer Nähe.

Den Preisvergleich in Echtzeit gibt es bislang auf mehr als 40 Internetseiten von adac.de/tanken bis zapfpreis.de und in ca. 30 Smartphone-Apps. Einen Überblick mit Links zu allen Vergleichsportalen bietet die Internetseite des Bundeskartellamts.

Autofahrer können bei den Diensten in einem bestimmten Ort oder Umkreis nach der günstigsten Tankstelle suchen. Dabei lassen sich auch persönliche Profile anlegen, etwa für eine häufig gefahrene Route oder die Suche per GPS.

 

Wann lohnt der Umweg?

Die längere Fahrt zur günstigeren Tankstelle zahlt sich aber nicht immer aus. Ein Rechenbeispiel:

Bietet eine Tankstelle zwei Cent billigeren Sprit als die Konkurrenz, spart ein Autofahrer mit einer Tankfüllung (ca. 50 Liter) zunächst einen Euro. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von sieben Litern auf 100 Kilometern, einem Benzinpreis von 1,20 Euro pro Liter und einem 12 Kilometer langen Umweg aber lohnt sich der Aufwand nicht mehr – denn der Umweg kostet genau so viel, wie die Einsparung erbracht hat.

Fazit: Vergleichen lohnt sich, nachrechnen aber auch. Durch ein Auto mit niedrigem Verbrauch, preisbewusstes Tanken abends und eine spritsparende Fahrweise lässt sich am Ende möglicherweise mehr Geld sparen als durch die Suche nach der günstigsten Tankstelle.

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