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R+V24-Ratgeber

Sauber, leichter und ohne Ballast: Der Auto-Frühjahrsputz

Sobald die ersten Sonnenstrahlen herauskommen und das Frühlingswetter zum Herausgehen einlädt, wird es Zeit, auch Ihr Fahrzeug fit für den Frühling zu machen und den ganzen Winterballast abzuwerfen. Über die kalten Herbst- und Wintermonate sammelt sich doch so einiges im Auto an. Der Frühjahrsputz ist also eine wunderbare Gelegenheit, Ihr Fahrzeug nicht nur von Grund auf zu reinigen, sondern auch zu entrümpeln. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie Frühjahrsputz beim Auto achten müssen und haben für Sie eine Checkliste zusammengestellt. Damit vergessen Sie keinen wichtigen Punkt bei der Autoreinigung.

Ab wann ist der Auto-Frühjahrsputz sinnvoll?

Beginnen Sie nicht sofort bei wärmeren Temperaturen. Auch wenn das sonnige Wetter quasi dazu einlädt, das Fahrzeug frühlingsfit zu machen, kann ein unerwarteter Wintereinbruch Ihre ganze Arbeit zunichtemachen. In den vergangenen Jahren gab es oft Mitte März oder sogar in den Aprilwochen noch einmal Schnee. Haben Sie dann den Frühjahrsputz an Ihrem Auto bereits vorgenommen, fangen Sie nach dem Schnee wieder von vorn an. Das kostet unnötig Energie, Zeit und Geld.

Experten empfehlen eine Orientierung an den Zeitraum, in dem Sie Ihre Sommerreifen wechseln würden. Sollte das Osterwochenende allerdings frühzeitig stattfinden, raten wir von der R+V24 dazu, lieber noch etwas zu warten. Zeichnet sich kein spontaner Frost mehr ab, können Sie mit Ihrem Auto-Frühjahrsputz loslegen.

Wo fange ich bloß an? Wo höre ich auf?

Nach mehreren Monaten Winter ist das Auto oft ganz schön mitgenommen: Genau der richtige Zeitpunkt für einen Frühjahrsputz! Wenn die Temperaturen steigen und es Frühling wird, möchte auch das Auto wieder in vollem Glanz erstrahlen. Für einen erfolgreichen Frühjahrsputz gibt es jedoch einige Schritte zu beachten. Beginnen Sie zunächst mit der Außenreinigung des Autos. Auch bei regelmäßigen Besuchen in der Waschstraße haben sich über den Winter immer wieder Dreck, Schneereste und vor allem auch Streusalz auf dem Lack abgelagert. Das setzt dem Lack zu. Daher heißt es hier, besonders gründlich zu reinigen.

  1. Vor dem ersten Besuch der Waschanlage unbedingt Dachständer und Skihalter demontieren. Dadurch verhindern Sie Schäden. Klappen Sie außerdem immer die Spiegel ein.
  2. Auf der Fahrt spritzt man die Scheibenwaschanlage leer, weil das enthaltene Frostschutzmittel sonst gleich wieder hässliche Spuren auf der frisch gereinigten Scheibe hinterlässt.
  3. Für die äußerliche Grobreinigung in der Waschanlage unbedingt das Programm mit Unterbodenwäsche wählen und eine zusätzliche Felgenreinigung buchen.

Zum Frühjahrsputz fürs Auto zählt ebenfalls, nach der Außenwäsche die Windschutzscheibe nach Steinschlägen zu inspizieren. Je früher ein Steinschlag erkannt wird, umso besser! Generell empfiehlt es sich, regelmäßig die Außenscheiben zu pflegen, damit Sie immer den Durchblick behalten. Da der Winter vorbei ist und die Zeit der Insekten beginnt, sollten Sie bei der Wahl des Reinigungsmittels auf ein Produkt achten, welches Ihnen dabei hilft, Insekten vom Auto zu entfernen.

Mit der Autowäsche ist es jedoch noch nicht getan. Den Auto-Frühjahrsputz von außen beenden Sie damit, das Auto zu polieren. Dadurch sorgen Sie für neuen Glanz und können gleichzeitig kleine Kratzer auf dem Autolack entfernen. Vergessen Sie nicht, zum Schluss eine Schicht Autowachs aufzutragen, um den frisch-polierten Lack für äußeren Einflüssen zu schützen.

Waschstraße oder Selbermachen?

Viele Autofahrer stellen sich die Frage, ob es wirklich so sinnvoll ist, in die Waschanlage zu fahren. Es wird immer beliebter, das Auto selbst zu waschen. Entscheiden Sie sich dafür, müssen Sie allerdings einige Vorschriften berücksichtigen. Obwohl der Auto-Frühjahrsputz per Hand sinnvoll ist, sind nicht alle Dinge gesetzlich erlaubt.

  • Das verwendete Abwasser muss auf Ihrem Grundstück absickern. Es darf weder in die Kanalisation noch in ein offenes Gewässer abfließen.
  • Eine Motorwäsche dürfen Sie nicht selbst auf Ihrem Grundstück durchführen. Nur auf speziellen Plätzen mit einer entsprechenden Abwasserentsorgung ist Ihnen das gestattet.
  • Wenn Sie Ihr Auto reinigen, dürfen Sie keine chemischen Reinigungsmittel benutzen. Dampfstrahler sind ebenfalls verboten. Erlaubt sind nur Schwämme, Bürsten und klares Wasser.
  • Um den Frühjahrsputz Ihres Autos auf öffentlichem Grund durchzuführen, benötigen Sie eine Sondererlaubnis. Dies betrifft vor allem die Autowäsche.

Für den Auto-Frühjahrsputz lautet daher der Tipp der R+V24: Nutzen Sie öffentliche Waschplätze. Diese haben alle Vorkehrungen getroffen, damit das verschmutzte Wasser nicht ins Grundwasser gerät.

Das brauchen Sie für die äußere Aufbereitung Ihres Autos

Der Frühjahrsputz ist nur so effizient, wie die Hilfsmittel, die Sie verwenden. Das benötigen Sie, wenn Sie selbst Hand anlegen:

  • Eimer mit Wasser
  • Idealerweise ökologische bzw. nachhaltige Reinigungsmittel
  • Schwamm
  • Mikrofasertuch
  • Bürste
  • Hochdruckreiniger
  • Lackstift

Frühjahrsputz im Auto von innen

Die Innenraumpflege eines Autos nimmt meist sehr viel Zeit in Anspruch. Denn über den Winter hat sich nicht nur eine Menge Schmutz angesammelt, sondern ebenfalls diverses Equipment, welches Sie in den Sommermonaten nicht benötigen. Da zu viel Gewicht einen höheren Spritverbrauch bedeutet, ist es sinnvoll, den Frühjahrsputz damit zu beginnen, den Auto-Innenraum erst von Müll und nicht benötigtem Equipment zu befreien sowie anschließend zu reinigen. Achten Sie hierbei auf folgende Punkte:

  1. Kofferraum völlig entleeren.
    Typisches Winterzubehör (Besen, Kratzer, Ketten) in die Garage legen, benutzte Ketten an einem anderen Tag mit Wasser reinigen und an der Luft trocknen lassen.
  2. Innenraum und alle Ablagefächer (auch Handschuhfach!) leeren.
    Legen Sie alles in einen Korb. Später prüfen Sie, was wirklich im Auto bleiben sollte und wo es sinnvoll untergebracht wird. Warnwesten prüfen und in Reichweite der Sitze unterbringen.
  3. Alle Fußmatten 'rausnehmen.
    Gummimatten beim nächsten Besuch an der SB-Wäsche absprühen und zum Trocknen in der Garage aufhängen. Textilmatten mit Teppichklopfer oder Staubsauger beidseitig reinigen, Flecken wie üblich behandeln. Sollten die Fußmatten starke Verschmutzungen haben, sollten die Matten zunächst außerhalb des Autos ausklopfen. Damit erleichtern Sie sich selbst und dem Staubsauger den Frühjahrsputz.
  4. Alle Fenster von innen mit einem feuchten Mikrofasertuch reinigen, auch die Ränder der Dichtungen.
    Die feuchte Luft des Winters hat höchstwahrscheinlich eine dünne Schmutzschicht gebildet, welche die Sicht beeinträchtigt. Nach der Fensterreinigung mit einem trockenen Baumwolltuch nachreiben. Wenn dies nicht hilft, Glasreiniger aufsprühen, dann wieder nacharbeiten. Seitenfenster leicht absenken und dabei auch die Außenseiten oben putzen. Prüfen Sie gleichzeitig, wie funktionstüchtig die Wischblätter Ihrer Scheibenwischer sind. Im Zweifelsfall ist ein Tausch immer sinnvoll.
  5. Türen weit öffnen.
    Türen an der Unterseite mit altem Frottiertuch oder Schwamm feucht abwischen, ebenso die frei gewordenen Stellen der Karosserie im Bereich des Einstiegs und der Türscharniere. Dabei Tuch immer in frischem Wasser reinigen, damit kleinste Steinpartikel den Lack nicht verkratzen. Durch das Öffnen der Türen entlüften Sie gleichzeitig Ihr Fahrzeug und die feuchte Winterluft entweicht.
  6. Die Bereiche um Handbremse, Schalthebel, deren Manschetten und Knöpfe ebenfalls mit einem Tuch abwischen.
  7. Innenraum saugen.
    Wer nicht den heimischen Staubsauger nutzen kann, fährt zur Waschanlage und nutzt die Sauger dort. Eine Komplettreinigung des Innenraums kann durchaus zehn Minuten dauern. Ein Auto wird von oben nach unten gesaugt. Reinigen Sie alle Polster und verstellen Sie dabei die Lehnen.
  8. Armaturenbrett und Ecken nicht vergessen.
    Saugen Sie das Armaturenbrett sowie die Instrumente und Displays (ohne sie zu berühren), tauchen Sie in die Ablagefächer ein, umkreisen Sie alle Manschetten, stoßen Sie in die Tiefen und Ecken des Fußraumes vor und halten Sie die Staubsaugerdüsen auch unter die Sitze sowie in die engen Räume zu den Karosserieseitenteilen.
  9. Polster reinigen.
    Für die Polsterreinigung benötigen Sie übrigens nicht zwingend ein spezielles Reinigungsmittel. In der Regel reicht Rasierschaum vollkommen aus. Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Ratgeber „Fünf Geheimtipps, um Flecken vom Autositz zu entfernen“.
  10. Kofferraum nicht nur entrümpeln, sondern ebenfalls säubern.
    Dann werden im Rahmen des Auto-Frühjahrsputzes Hutablage und Kofferraum gesaugt (Mulde für Reserverad nicht vergessen).
  11. Hinter der Motorhaube versteckt sich auch Schmutz.
    Bei geöffneter Motorhaube kann man dann noch den Bereich unter der Frontscheibe saugen, weil dort meist die Gitter für den Lufteintritt der Klimaanlage mit Laubresten verdeckt sind.
  12. Jetzt geht es an die Optik.
    Der Bereich unterhalb der Frontscheibe und rund um die Armaturen ist staubanfällig. Hier hilft ein trockenes Fasertuch.
  13. Kratzern den Kampf ansagen.
    Schleif- oder Kratzspuren im unteren Bereich der Türen und Schweller (passieren beim Einsteigen, wenn man die Füße nicht anhebt!) beseitigt man mit einem Tuch und eventuell mit verdünntem Haushaltsreiniger. Es gibt auch spezielle Pflegemittel im Autozubehör oder an der Tankstelle.
  14. Ledersitze wischt man trocken ab.
    Tipp: Betriebsanleitung beachten, dort gibt es Hinweise zur Lederpflege. Bei älteren Autos empfehlen sich folgende Schritte: (Hirschtalg im Drehstift), Talkum oder Gummibalsamspray.
  15. Die vorletzte Inspektion gilt dem Motorraum.
    Meist sieht man nichts mehr vom Motor, oft steckt er unter einer riesigen Kunststoffabdeckung. Wo Ölschmiere zu sehen ist, wischt man diese mit Papiertüchern ab. Am Öleinfüllstutzen reinigt man den Schraubdeckel ebenfalls mit Tuch oder Papier.
  16. Den Wischwasserbehälter füllt man mit normalem Wasser auf.
    Empfehlenswert ist die Beigabe eines Reinigungskonzentrats, das Schlieren löst.
  17. Zum Schluss werden alle Leuchten kontrolliert.
    Zudem sollten Sie die Düsen der Scheibenreinigung und der Scheinwerferreinigung säubern (feine Nadel) und justieren sowie die Wischerblätter mit einem in Spiritus getränkten Lappen so lange säubern, bis dieser nicht mehr schwarz wird.
  18. Mit der abschließenden Probefahrt endet der Auto-Frühjahrsputz.
    Fahren Sie zur nächsten Tankstelle, damit an den neu aufgezogenen Sommerrädern und am Reserverad der Luftdruck korrekt eingestellt wird. 

Diese Hilfsmittel benötigen Sie für den Auto-Frühjahrsputz im Innenraum

  • Ein alter Lappen, z.B. ehemaliges Frottiertuch
  • Zwei Eimer (mit warmem Wasser)
  • Ein Microfasertuch
  • Küchenpapier
  • Geschirrspülmittel
  • Haushaltsreiniger
  • Haushaltsspiritus
  • Gummispray oder Hirschtalg
  • Schwamm oder weiche Bürste
  • Eventuell Fensterleder
  • Abfallsack

Frühjahrsputz Spezial: Motorraum und Reifen

Konzentrieren Sie sich zunächst auf den Wischwasserbehälter und das Öl: Das Wischwasser sollten Sie neu auffüllen, am besten geben Sie noch ein wenig Reinigungskonzentrat dazu, sodass keine Schlieren entstehen. Außerdem empfiehlt es sich, regelmäßig den Ölstand zu kontrollieren.

„Winterreifen von O bis O“ (Oktober bis Ostern) lautet eine Faustregel für den Reifenwechsel. Beim Auto-Frühjahrsputz sollten daher auch die Reifen besonders beachtet werden, denn oft ist das große Reinemachen auch der Moment des Reifenwechsels. Vor der Einlagerung über den Sommer sollten Reifen und Felgen daher besonders gründlich sauber gemacht werden.

Weiterhin sollten Sie folgende Autoteile im Rahmen des Frühjahrsputzes kontrollieren:

  • Motoröl
  • Kühlwasser
  • Pollenfilter
  • Licht
  • Keilriemenspannung
  • Profiltiefe der Reifen

Worauf Sie hierbei achten müssen, haben wir Ihnen in unserem Artikel zum Thema „Frühjahrscheck beim Auto“ zusammengefasst.

Frühjahrsputz: Wann sollten Sie das Auto professionell reinigen lassen?

Es besteht immer die Möglichkeit, einen Experten die Autopflege im Frühjahr übernehmen zu lassen. Das ist allerdings mit zusätzlichen Kosten verbunden. Viele Bereiche des Auto-Frühjahrsputzes können sie getrost selbst vornehmen; beispielsweise die Autowäsche und die Innenreinigung. Ein Experte empfiehlt sich allerdings definitiv bei der Motorwäsche. Ungeübte Laien können hier mehr Schaden anrichten, als ihnen lieb ist. Gerade im Hinblick auf die verbaute Technik und etwaige Folgeschäden ist es stets besser, einen Experten zu konsultieren, wenn das eigene Know-how nicht ausreicht. Sicher ist schließlich sicher. Am besten machen Sie in Ihrer Werkstatt einen Termin für ein Check-up aus. Im Rahmen dessen prüfen die Profis sowieso Filter, Riemen etc.

Auto-Frühjahrsputz: Viel Aufwand, der sich lohnt

Viele Autofahrer mag der Frühjahrsputz am Auto zunächst abschrecken, schließlich ist er durchaus mit Arbeit verbunden. Das Ergebnis spricht jedoch für sich: Dank der Wäsche, des Polierens und Wachsens ist Ihr Fahrzeug gewappnet für den Frühling. Zudem sieht es optisch besser aus. Im Rahmen der Innenreinigung beseitigen Sie nicht nur Dreck und Schmutz, sondern ebenfalls unnötigen Ballast, den Sie nicht mit dem Auto spazieren fahren müssen. Ein Frühjahrsputzt ist ebenfalls vorteilhaft, weil Sie dadurch die Lebensdauer Ihres Autos erhöhen.

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