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R+V24-Ratgeber

Radfahrer im Straßenverkehr

Grundsätzlich gilt: Begehen Radfahrer ein Vergehen, kann dieses mit einem Bußgeld von 40 Euro bestraft werden. Dann wird auch automatisch ein Punkt in der Verkehrssünder-Datei in Flensburg fällig.

Benutzt ein Radfahrer den öffentlichen Verkehrsraum, so ist er als Verkehrsteilnehmer an die Bestimmungen der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) hinsichtlich seiner Rechte, seiner Pflichten, seiner Fahrtüchtigkeit sowie der Verkehrssicherheit und Gebrauchstauglichkeit seines Fahrzeuges gebunden. Im Sinne der StVO ist er ein Fahrzeugführer.

Wir haben für Sie die wichtigsten Gesetze und Vorschriften rund ums Radfahren zusammengestellt.

Was dürfen sie, was nicht?

Radwege
Radwege müssen von Fahrradfahrern nur dann genutzt werden, wenn entsprechende Verkehrsschilder (weißer Radler auf blauem Grund) am Radweg aufgestellt sind. Fehlen diese Schilder, darf munter auf der Fahrbahn geradelt werden. Das Bußgeld bei einem Verstoß liegt bei 15 Euro.

Ampeln
Auch Radler dürfen keine roten Ampeln überfahren. Bußgelder zwischen 40 und 180 Euro drohen sowie mindestens ein Punkt in Flensburg.

Alkohol
Auch für Radfahrer gilt die Promille-Grenze. Wer unter Alkoholeinfluss einen Unfall verursacht, dem drohen Strafen schon ab 0,3 Promille. Ab 1,6 Promille Alkohol im Blut kann dem Radler der Autoführerschein entzogen werden. Zudem drohen Bußgelder und der eigene Versicherungsschutz kann gefährdet sein.

Fahrtrichtung und Gehwege
Grundsätzlich dürfen Radfahrer auf der Straße fahren, wenn kein entsprechend ausgeschilderter Radweg da ist, erklärt Bettina Cibulski vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). "Sie müssen jedoch immer rechts fahren." Das heißt, Fahrradwege dürfen auch nicht entgegen der Fahrtrichtung befahren werden. Auf dem Gehweg darf man nur fahren, wenn es ein gemeinsamer Fuß- und Gehweg ist oder wenn ein Schild "Radfahren erlaubt" vorhanden ist. Fahrradfahrer müssen auf Gehwegen grundsätzlich Rücksicht auf Fußgänger nehmen. Kinder bis zehn dürfen immer auf dem Gehweg fahren.

Einbahnstraßen
In speziell ausgeschilderten Einbahnstraßen dürfen Radler auch gegen die Fahrtrichtung einfahren. Aber auch dann gilt das Rechtsfahrgebot und es gilt weiterhin rechts vor links. Provoziert man durch sein Fehlverhalten einen Unfall, kann man voll haftbar gemacht werden.

Zebrastreifen
Für Radfahrer (wenn diese fahren) müssen Autofahrer nicht anhalten. Diese Regelung gilt nur für Fußgänger. Übrigens müssen auch Radfahrer Fußgänger vorlassen. Wer es nicht tut, kann mit einem Bußgeld von 40 bis 60 Euro belangt werden. "Wenn Fußgänger parallel zu Radfahrern den Zebrastreifen kreuzen, dürfen die Radfahrer mitfahren", erklärt die Expertin. Fahrradfahrer alleine aber müssten absteigen und schieben. "Wenn jemand klar erkennbar sein Rad schiebt, muss der Autofahrer anhalten, wenn jemand auf dem Rad sitzt, nicht."

Beleuchtung
Gesetzlich vorgeschrieben sind ein Scheinwerfer mit Reflektor vorne und ein Rücklicht mit Reflektor hinten, die über einen Dynamo angetrieben werden. Batteriebetriebene Aufstecklampen dürfen nur zusätzlich verwendet werden. Das Bußgeld bei Fahren ohne Licht liegt bei 10 bis 25 Euro. Für Rennräder und Mountainbikes gibt es Sonderregelungen. Dort muss kein Licht installiert sein sondern man kann Steckleuchten benutzen. Das Licht muss aber auch tagsüber mitgenommen werden. Zusätzlich braucht man Reflektoren an den Pedalen und in den Speichen jeweils zwei Reflektoren oder aber Reflexstreifen im Radmantel.

Fußgängerzone
In der Fußgängerzone muss das Fahrrad geschoben werden. Gibt es ein Zusatzschild, darf mit angepasster Geschwindigkeit geradelt werden. Bei Verstoß droht ein Bußgeld von zehn Euro.

Telefonieren
Auch Radfahrer müssen Verkehrsgeräusche ohne Beeinträchtigung wahrnehmen können. Kopfhörer mit lauter Musik und auch das Telefonieren sind verboten. Es drohen Bußgelder zwischen 10 und 25 Euro.

Weitere Sonderregelungen
Radfahrer dürfen in der Stadt an der Ampel rechts vorbei an Autos fahren. Mit Kinderanhänger muss ein Radweg benutzt werden. Auf der Straße gilt empfohlenes Höchsttempo 30 km/h. Eine Altersbeschränkung oder Helmpflicht gibt es nicht.

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