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R+V24-Ratgeber

Emotionale Erste Hilfe

Mehr als nur körperliche Schmerzen

Gerade noch entspannt die Straße entlang gefahren und nur einen Moment kurz nicht aufgepasst – so schnell kann ein Unfall passieren. Egal, ob selbst verschuldet oder nicht, der Schock sitzt erst einmal tief. Neben den materiellen Schäden an Auto oder Gegenständen ist der emotionale Schaden der Beteiligten nicht zu vernachlässigen.

Die Beteiligten stehen meist unter Schock und brauchen neben medizinischer Versorgung auch menschliche Zuwendung. Doch das wird oft vernachlässigt. Zuerst sollten Helfer natürlich den Notruf absetzen und bei Verletzten Erste Hilfe leisten. Aber auch der menschliche Beistand ist ein extrem wichtiger Aspekt der direkten Hilfeleistung.

Emotionale Erste Hilfe ist wichtig, um die Unfallbeteiligten vor Panik oder Affektationen zu bewahren. Viele stehen so stark unter Schock und benötigen psychologische Hilfe, dass rationale Diskussionen oder gar Schuldzuweisungen der Person nur noch mehr schaden kann.

Damit Sie im Notfall Emotionale Erste Hilfe leisten können, haben wir die richtige Verhaltensweise Schritt für Schritt nachfolgend aufgelistet.

Emotionale Erste Hilfe – so geht’s

Neben der Versorgung von Verletzten sollten Sie am Unfallort auch die unversehrten Beteiligten ansprechen. So gehen Sie am besten vor:

Erste Schritte am Unfallort
  • Notruf absetzen
  • Unfallstelle absichern
  • Verletzte Person ansprechen
  • Erste Hilfe anwenden
Hilfe für unverletzte Betroffene
  • Sich der Person vorsichtig nähern
  • Sie in ruhigem Tonfall ansprechen
  • Am besten auf Augenhöhe begeben – dafür herabbeugen oder hinknien
  • Fragen, was los ist
  • Das Gefühl vermitteln, dass Sie für sie da sind
  • Hand oder Schulter des Betroffenen berühren
  • Die Situation erklären ("Der Krankenwagen ist unterwegs")
  • Ruhig zuhören
Unbedingt vermeiden
  • Panik, Unsicherheit und Anspannung
  • Dem Betroffenen sagen, dass er sich "zusammenreißen" soll
  • Von eigenen traumatischen Erlebnissen berichten
Neugierige Zuschauer beschäftigen

Oft sammeln sich an Unfallorten Schaulustige. Schirmen Sie die Betroffenen vor neugierigen Blicken und störenden Zuschauern ab. Beschäftigen Sie diese mit einer Aufgabe, beispielsweise die Absicherung der Unfallstelle zu überprüfen.

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