Kfz-Zulassung: Was muss man vorbereiten?

So klappt es bei der Zulassungsstelle

Nach oftmals langem Suchen und Überlegen ist das neue Auto endlich gekauft. Egal, ob Neu- oder Gebrauchtwagen, damit Sie auf unseren Straßen fahren können, muss das Auto zunächst zugelassen werden.

Was ist bei der Zulassung Ihres neuen Autos zu beachten? Nicht immer organisiert das Autohaus als Verkäufer dieses Prozedere und liefert nur das Auto ohne Service. Handelt es sich um einen Gebrauchtwagen muss man in der Regel immer selbst aktiv werden.

Es gibt auch Firmen, die den Gang zur Zulassungsstelle übernehmen, aber ihre Dienstleistung dann in Rechnung stellen. Etliche Neuwagenkunden machen dies gerne, weil sie sich damit einen Wunsch erfüllt haben und ihr Auto gern fahrbereit entgegennehmen möchten.

Dabei ist es gar nicht schwer seinen neuen fahrbaren Untersatz ordnungsgemäß anzumelden. Wichtig ist, dass Sie sich um den Versicherungsschutz kümmern, bevor Sie zur Zulassungsstelle gehen. Ihre Versicherung stellt Ihnen eine elektronische Versicherungsbestätigung aus (eVb), die bei der Zulassung benötig wird.

Wir haben unten die wichtigsten Informationen zusammengestellt, damit Ihre Zulassung problemlos klappt und Sie schon bald Ihr neues Fahrzeug auf die Straße bringen können.

Bundeseinheitliche Regeln

Grundlage für alle damit verbundenen Aufgaben und Lösungen ist die Fahrzeug-Zulassungsverordnung. Sie regelt bundeseinheitlich, dass "Kraftfahrzeuge und ihre Anhänger, die auf öffentlichen Straßen in Betrieb gesetzt werden sollen, von der zuständigen Behörde zum Verkehr zugelassen werden" müssen.

Egal, ob ein Fahrzeug neu, also erstmals, zugelassen wird oder ob es als Gebrauchtwagen von einem neuen Besitzer gefahren werden soll: Erst wenn klar ist, dass eine Versicherung abgeschlossen ist, das Finanzamt seine Kfz-Steuer bekommt und natürlich auch das Auto technisch einwandfrei ist, kann es zugelassen werden.

Dafür ist ein Antrag des Verfügungsberechtigten, also des Halters, notwendig. Die Zulassungsbehörde vergibt ein amtliches Kennzeichen.

Online An-/Abmeldung

Seit 2015 ist die Abmeldung eines PKW, LKW oder Anhänger online möglich. Hier ist der Gang zur Zulassungsstelle dann nicht mehr nötig.

Allerdings hat die Sache einen kleinen Haken, sie funktioniert nur bei Fahrzeugen, die ab dem 01.01.2015 neu- bzw. wiederzugelassen werden. Nur diese haben neue Stempelplaketten und eine Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) mit verdecktem Sicherheitscode.

Kennzeichen-Mitnahme bei Umzug

Zum 1.1. 2015 wurde die Pflicht zur Umkennzeichnung des Fahrzeuges bei Wohnsitzwechsel in einen anderen Zulassungsbereich aufgehoben. Anders formuliert ist die Kennzeichen-Mitnahme, die bisher schon in einigen Bundesländern möglich war, damit im ganzen Bundesgebiet möglich.

Wer also künftig beispielsweise aus dem Main-Taunus-Kreis nach Hamburg zieht, kann sein MTK-Kennzeichen behalten. Ob dies aus Liebe zur alten Heimat oder Kostengründen geschieht, sei dahin gestellt. Der Gang zur Zulassungsstelle ist zwar immer noch notwendig, aber die Ummeldung sollte weniger Zeit beanspruchen.

Technische Sicherheit

Voraussetzung für die Zulassungen gibt es viele: Zunächst braucht man eine Typgenehmigung (EU oder national) oder - meist bei Versuchsautos oder Oldtimern - das Gutachten eines Sachverständigen, der eine Einzelbetriebserlaubnis befürworten kann.

Die Zulassungsbehörden stellen Zulassungsbescheinigung Teil 1 aus. Darin sind alle wichtigen technischen Daten sowie Zusatz- oder Ausnahmegenehmigungen vermerkt. Dieses Dokument sollte der jeweilige Fahrer stets mitführen, denn es gilt als technischer Ausweis.

Der dazu gehörende Teil 2 wird vom Hersteller erstellt. Darin sind die Halter des Fahrzeugs eingetragen sowie die wichtigsten technischen Angaben von der Typnummer bis zur Farbe des Autos.

Wenn das Fahrzeug fremdfinanziert ist, dient der Teil 2 als Eigentumsnachweis und wandert als Original zur Leasingfirma, zur Bank oder zum Autohaus. Dann enthält das Papier den Vermerk "Der Inhaber der Zulassungsbescheinigung wird nicht als Eigentümer des Fahrzeugs ausgewiesen".

Versicherungspflicht

Von jedem Fahrzeug geht eine Betriebsgefahr aus. Um diese Risiken abzusichern, gibt es die Kfz-Haftplicht-Versicherung, deren Abschluss man nachweisen muss. Sie deckt Risiken ab, die andere Verkehrsteilnehmern gegen den Halter geltend machen können. Die eigenen, also selbst verschuldeten Risiken kann man freiwillig "Kasko" versichern.

Die Versicherung stellt eine elektronische Versicherungsbestätigung (eVB) aus, die Sie der Zulassungsstelle vorlegen.

Ausweis oder Vollmacht?

Neben den Fahrzeugpapieren und der Versicherungsbestätigung muss bei der Zulassung immer der Personalausweis vorgelegt werden. Wenn der Halter nicht persönlich erscheint, genügt eine Vollmacht

Den letzten Bericht über die Hauptuntersuchung muss man vorlegen, wenn ein gebrauchtes Fahrzeug auf einen neuen Halter umgeschrieben werden soll. Auch die alten und neuen Kennzeichen sind mitzubringen oder zu besorgen.

Ausweis und Fahrzeugpapiere werden auch bei Verlustanzeige oder Namens- und Wohnsitzwechsel verlangt, der Schein nur bei Erneuerung der Prüfplakette. Wird ein Fahrzeug "außer Betrieb gesetzt", also abgemeldet, sind nur die Kennzeichen und der Kfz-Schein erforderlich.