Autounfall im Ausland

Autounfall im Ausland

Was ist zu tun?

Ein Autounfall ist immer eine sehr unangenehme Situation. Passiert dieser noch im Ausland, so wissen viele nicht, wie sie sich verhalten sollen. Hierzu haben wir einen Ratgeber für Sie zusammengestellt.

Wie verhält man sich bei einem Autounfall im Ausland?

Die Erstmaßnahmen bei einem Autounfall im Ausland unterscheiden sich nicht wesentlich von denen in Deutschland. Man sollte auf jeden Fall zuerst die Unfallstelle absichern (Warnblinklicht, Warndreieck), bevor - falls erforderlich - Erste Hilfe geleistet wird.

Wichtig: In vielen europäischen Ländern, z. B. in Italien und Frankreich, muss beim Verlassen des Fahrzeugs in Notfallsituationen außerhalb geschlossener Ortschaften mittlerweile eine Warnweste getragen werden.

Falls nötig, sollte die Polizei bzw. Rettungsdienst/Feuerwehr verständigt werden, so bei Verletzten, hohem Sachschaden, Einigungsproblemen, Fahrerflucht oder wenn der Unfallgegner keinen Versicherungsnachweis erbringen kann.

Manche Experten empfehlen, bei jedem Verkehrsunfall im Ausland die Polizei zu verständigen, da bei der Ausreise an der Grenze die behördliche Unfallbestätigung verlangt werden kann und Urlauber mit einem beschädigten Fahrzeug leicht in den Verdacht der Fahrerflucht geraten können.

Unsere Tipps

Welche Papiere sollte man bei sich haben?

  • Grüne Versicherungskarte (Internationale Versicherungskarte)
  • Schutzbrief
  • Europäischer Unfallbericht
  • Wichtig: Auslandsreise-Krankenversicherung

Welche Telefonnummern sind wichtig?

Folgende Rufnummer sollten Sie sich für Ihre Reise ins Ausland notieren:

  • 112 - Notrufnummer
  • +49 40 300 330 300 - Zentralruf der Autoversicherer
  • +49 611 1675-0404 - R+V24 Schaden-Hotline (aus dem Ausland)

Worauf ist dringend zu achten?

Die Beurteilung eines Unfalls übernimmt die Versicherung oder gegebenenfalls ein Gericht. Auf jeden Fall sollte eine polizeiliche Unfallaufnahme bei Personenschäden, hohen Sachschäden, streitiger Haftung, fehlendem Versicherungsnachweis des Gegners oder Unfallflucht gemacht werden.

In einigen Ländern (Bulgarien, Kroatien, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn) ist es wichtig, die Polizei auch bei "Bagatellschäden" zu rufen, denn hierbei ist das polizeiliche Protokoll die Grundlage für die Schadensregulierung. Die Beamten sollten Ihnen anschließend eine Durchschrift des Unfallprotokolls aushändigen.

Weitere Tipps

  • Niemals ein Schuldanerkenntnis unterschreiben!
  • Unfallstelle und -schäden von allen Seiten fotografieren, die Bremsspuren dabei nicht vergessen oder Unfallskizze erstellen.
  • Bei einem Unfall in Europa unbedingt Europäischen Unfallbericht ausfüllen.
  • Alle Adressen (Unfallgegner, Zeugen) notieren und die Daten auf der Versicherungsplakette an der Frontscheibe (falls vorhanden) abschreiben. Dazu zählt neben dem Kennzeichen auch Name und Anschrift des Fahrers und des Kfz-Halters sowie die Versicherungsscheinnummer.
  • Immer selbst den Schaden melden! Man sollte nie darauf vertrauen, dass der Unfallgegner den Schaden seiner Versicherung meldet. Der standardisierte Europäische Unfallbericht ist hierbei eine wertvolle Hilfe.