Schlaglöcher-Schäden am Auto: Wer zahlt?

Wie entstehen Schlaglöcher?

Durch Risse im Asphalt dringt Wasser ein, das bei Minusgraden gefriert, sich ausdehnt und einen Hohlraum verursacht. Wenn das Eis taut, führt die Belastung durch den Verkehr dazu, dass der Hohlraum früher oder später einbricht.

Wie tief ein Schlagloch tatsächlich ist, kann ein Autofahrer kaum erkennen. Aber bereits ab einer Tiefe von rund drei Zentimetern können Schlaglöcher für Fahrzeug und Reifen gefährlich werden, warnen die Experten. Nicht nur, dass Reifen und Felgen geschädigt werden und die Spur beeinträchtigt wird. Es sind auch daraus resultierende Probleme am Fahrwerk nicht auszuschließen.

Straßenbauämter müssen warnen

Stellen die Straßenbauämter Warnschilder und Tempolimits auf, so befreien sie sich damit im Regelfall von der Haftung. Schließlich müssen Autofahrer stets vorsichtig fahren.

Wer in ein "frisches" Schlagloch geraten ist und Reparaturkosten ersetzt haben will, der muss beweisen, dass das Straßenbauamt vor der Gefahr nicht gewarnt hat, und der Schaden durch das Loch im Boden verursacht worden ist.

Beweise sichern

Es ist wichtig, Beweise an der Unfallstelle zu sichern. Ist ein schwerwiegender Fahrzeugschaden an einer unbeschilderten Gefahrenstelle entstanden, helfen Fotos weiter: Von der Unfallstelle, dem Schlagloch und den Schäden am Auto. Auch sind Zeugenaussagen anderer Autofahrer protokolliert hilfreich, um gegebenenfalls Schadenersatz gegen die Kommune durchzusetzen.

So beugen Sie vor

Lässt sich ein Schlagloch nicht umfahren oder langsam durchfahren, wie beispielsweise auf der Autobahn, ist es besonders wichtig, dass der Luftdruck stimmt. Bei zu niedrigem Luftdruck sind die Chancen für Reifen- und Felgenschäden ungleich höher. Vorsicht ist auch bei alten Winterreifen geboten. Hier könnten Mikrorisse im verhärteten Gummi bei Schlaglöchern schnell einen Platten bescheren.