Klimaanlage im Auto

Auf Unterschiede achten

Gerade im Sommer ist sie zum unabdingbaren Begleiter im Auto geworden - die Klimaanlage. Was früher zur Sonderausstattung gehörte, ist heute längst zum Standard geworden. Dabei wird die Bedienung immer komplexer und eine Klimaanlage ist durchaus nicht gleich eine Klimaanlage!

Klingende Namen wie Automatic Climate Control, Climatronic oder Thermatic verraten nichts über Funktionsweisen oder Unterschiede von Klimaanlagen. Eine Klimaanlage sollte auf jeden Fall mit einem leistungsfähigen Filter ausgestattet sein, der Pollen, Bakterien und Ruß fernhält, aber auch schädliche Gase wie beispielsweise Benzol.

Es gibt vollautomatische Klimaanlagen, die mit Sensoren ausgestattet sind und bei hohen Schadstoffkonzentrationen in der Luft automatisch die Lüftungsklappe schließen, sowie solche mit Sonnensensoren, über die die Innenraumtemperatur je nach Sonneneinstrahlung geregelt wird. Diese Automatik funktioniert allerdings nur dann einwandfrei, wenn nicht manuell eingegriffen wird. Sobald der Fahrer einzelne Luftdüsen manuell öffnet oder schließt, gerät das System durcheinander - zum Beispiel, wenn die meisten Lufteinlass-Düsen geschlossen wurden, das Gebläse jedoch zur schnellstmöglichen Kühlung auf Hochtouren arbeitet.

Gesundheitliche Risiken vermeiden

Mit einer Klimaanlage fährt es sich nicht nur angenehmer. Bei großer Hitze ist die Konzentration beim Fahren höher und die Unfallgefahr entsprechend niedriger. Aber sie birgt auch gesundheitliche Risiken.

Das grundsätzliche Problem einer Klimaanlage ist die trockene Luft im Fahrzeug. Die Luft im Innenraum wird im Verdampfer abgekühlt und dabei so stark entfeuchtet, dass die Luftfeuchte unter 30 Prozent liegt - ähnlich verhält es sich mit der Luft im Flugzeug. Diese Trockenheit ist mit dem Klima in der Wüste vergleichbar. Die Augen sowie die Nasen- und Rachenschleimhäute trocknen aus, was zu einer erhöhten Viren- und Bakterienanfälligkeit führen kann.

  • Der Filter muss regelmäßig gewechselt werden, sonst können sich Pilze, Bakterien und andere Mikroorganismen vermehren und zum Gesundheitsrisiko werden.
  • Zu große Temperaturunterschiede zwischen dem Fahrzeuginneren und der Luft draußen können beim Aussteigen zu Kreislaufproblemen führen.

Wie hoch ist der Kraftstoffverbrauch einer Klimaanlage?

Grundsätzlich steigt der Kraftstoffverbrauch bei eingeschalteter Klimaanlage: Die Angaben zum Mehrverbrauch schwanken jedoch zwischen einem halben und mehreren Litern pro 100 Stundenkilometern. Der tatsächliche Verbrauch hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Wie hoch ist die Außentemperatur?
  • Auf wie viel Grad soll der Innenraum heruntergekühlt werden?
  • Bewegen Sie sich im Stadtverkehr oder auf der Autobahn?
  • Ist die Klimaanlage einfacher Bauart, die immer mit Höchstleistung arbeitet oder handelt es sich um eine aufwändigere und Sprit sparende Anlage?

So sparen Sie Sprit

So wie die Höhe des Kraftstoffverbrauchs auch vom Fahrverhalten abhängt, so können Sie auf Empfehlung von deutschen Automobilclubs den zusätzlichen Verbrauch der Klimaanlage gering halten, wenn Sie einige Punkte beherzigen.

  • Fahrzeug im Schatten parken, damit es nicht zu stark aufgeheizt wird.
  • Vor dem Start eine Minute lang Türen und Fenster öffnen, um den aufgeheizten Innenraum etwas abzukühlen.
  • Fenster noch wenige Minuten nach Fahrtantritt offen halten, damit der Fahrtwind den Innenraum weiter abkühlen kann.
  • Bei geschlossenen Fenster die Klimaanlage so einstellen, dass keine Außenluft angesaugt wird, d.h. Umluftschalter anschalten. Die Anlage muss dann nicht die heiße Außenluft kühlen, sondern nur noch die schon kühlere Luft im Fahrzeuginneren.
  • Den Unterschied zur Außentemperatur nicht zu groß halten. Wenn es draußen sehr heiß ist, sollte die Innentemperatur nicht unter 22-23 Grad liegen.
  • Während der Fahrt Fenster und Schiebedach geschlossen halten.