Unfallort richtig absichern

Unfallort richtig absichern

Sich selbst und andere schützen

Ein liegen gebliebener Wagen oder Unfall ist Ärgernis genug, aber trotzdem gilt es so schnell wie möglich den Unfallort abzusichern, um weitere Gefahren und Schäden zu vermeiden. Während man noch im Auto sitzt sollte sofort die Warnblinkanlage eingeschaltet werden.

Die richtige Absicherung der Unfallstelle ist Teil der Ersten Hilfe. Denn dies dient dem eigenen Schutz. Weitere Schäden oder gar Personen durch fehlende Markierung des Unfallorts zu gefährden wäre fatal. Grundsätzlich gilt, Eigenschutz geht bei der Ersten Hilfe vor. Das gilt vor allem beim Absichern des Unfallorts. Hier heißt es, Überblick und Ruhe bewahren - trotz Ausnahmesituation.

Das Warndreieck, für das in Deutschland gesetzliche Mitführpflicht besteht, sollte so schnell wie möglich auf gestellt werden, um andere Verkehrsteilnehmer zu warnen und zum langsam fahren anzuregen.

In der folgenden Checkliste haben wir die Informationen zum Absichern der Unfallorts aufgelistet.

Checkliste zum Absichern der Unfallstelle

Als erster am Unfallort: Behalten Sie einen kühlen Kopf. Mit den folgenden Maßnahmen können Sie sicher helfen.

Fahrzeug abstellen

Warnblinkanlage einschalten, um nachfolgenden Verkehr zu warnen. Eigenes Fahrzeug mit ausreichendem Abstand zum Unfall abstellen. Entfernung sollte ca. 20 Meter betragen. Warnweste anziehen, damit Sie gut gesehen werden.

Warndreieck aufstellen

Warndreieck aufstellen, um nachfolgende Verkehrsteilnehmer vor der Unfallstelle zu warnen. Dabei dem fließenden Verkehr entgegenlaufen. Am besten geschützt z. B. hinter der Leitplanke oder seitlichen Begrenzung.
  • 50 m vor der Unfallstelle innerhalb geschlossener Ortschaften
  • 100 m auf Landstraßen
  • 200 m vor der Unfallstelle auf Autobahnen
  • Bei Kurven und Bergkuppen jeweils davor aufstellen

Rücksicht und Mithilfe einfordern

Per Handzeichen den nachfolgenden Verkehr zum Langsamfahren auffordern. Dazu den ausgestreckten Arm langsam von oben nach unten bewegen. Weitere Verkehrsteilnehmer um Mithilfe bitten: durch Rufen und Winken mit beiden Armen.

Gemeinsam helfen

Aufgaben verteilen: Teilen Sie den anderen Helfern ihre Aufgaben zu wie Notruf absetzen, Atmung prüfen, etc.

Was tun ohne Warn-Hilfsmittel?

Als Fußgänger an einem Unfallort fehlen Ihnen wichtige Hilfsmittel wie ein Warndreieck etc. Fordern Sie deshalb durch Winken und Rufen andere Autofahrer zur Mithilfe auf. Dann kann deren Erste-Hilfe-Ausrüstung genutzt werden - und Sie erhalten wichtige Unterstützung.