Bußgeldkatalog

Bussgeld Tipps und Infos

Regelverstöße im Straßenverkehr

Wer eine Verkehrsregel verletzt und dabei erwischt wird, macht mit einem sehr umfangreichen Regelwerk Bekanntschaft: der "Verordnung über die Erteilung einer Verwarnung, Regelsätze für Geldbußen und die Anordnung eines Fahrverbots wegen Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr". Darin sind alle erdenklichen Verkehrsverstöße und -delikte im Straßenverkehr aufgelistet.

Ordnungswidrigkeiten, Straftaten, Fahrverbot

Ein einfacher Verstoß gegen das Straßenverkehrsrecht heißt „Ordnungswidrigkeit“. Je nach ihrer Schwere wird die Regelüberschreitung unterschiedlich geahndet: Bei den „geringfügigen“ Überschreitungen fällt ein Verwarnungsgeld an, bei den „gravierenden“ ein Bußgeld mit Punkten im Verkehrszentralregister in Flensburg und eventuell einem Fahrverbot.

Die Unterschiede

Verwarnungsgeld: bei geringfügigen Überschreitungen

Mit der Verwarnung – meist verbunden mit einem Verwarnungsgeld von 5 bis 35 Euro – werden kleine Unachtsamkeiten und geringfügigere Verkehrsordnungswidrigkeiten bestraft, beispielsweise das Fahren ohne Erste-Hilfe-Material, das Unterlassen des Blinkens beim Abbiegen oder das Überschreiten der Anmeldefrist für die Hauptuntersuchung.
Wer bezahlt, hat keine weiteren Folgen zu befürchten und kann die Mitteilung über das Verwarnungsgeld getrost abheften. Aber Vorsicht: Bei nicht fristgerechter Bezahlung steht ein Bußgeldverfahren ins Haus. Dabei können sich die Kosten schnell stark erhöhen.

Bußgeld: bei gravierenden Überschreitungen

Einen Bußgeldbescheid bekommt derjenige, dem ein „gravierender“ Verstoß gegen Verkehrsregeln angelastet wird.
Wer den Bescheid akzeptiert, muss mit einem Bußgeld von mindestens 40 Euro und mindestens einem Punkt im Verkehrszentralregister in Flensburg rechnen. Auch ein Fahrverbot ist möglich. Die Einzelheiten sind in dem jeweiligen Bußgeldbescheid aufgeführt.
Innerhalb von zwei Wochen können Betroffene gegen den Bescheid Einspruch erheben. Das sollte allerdings nur derjenige tun, der die vorgebrachten Anschuldigungen plausibel entkräften kann. Wie man im Einzelnen vorgehen muss, steht im Bußgeldbescheid selbst: Er enthält eine genaue Rechtsmittelbelehrung.

Fahrverbot

Das auf bis zu drei Monate begrenzte Fahrverbot soll den Führer eines Fahrzeugs zukünftig zu vorsichtigerer Fahrweise anhalten. Der Betroffene erhält nach Ablauf der Sperrfrist seinen Originalführerschein wieder zurück. Verhängt wird das Fahrverbot beispielsweise bei erheblicher Geschwindigkeitsüberschreitung, bei ungenügendem Sicherheitsabstand, beim Überfahren einer roten Ampel oder, wenn die Rotphase schon länger als eine Sekunde andauert.

Entzug der Fahrerlaubnis

In diesem Fall ist der Führerschein erst einmal wirklich weg: Er wird eingezogen und kann frühestens nach sechs Monaten bei der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde erneut erworben werden.
Der Entzug der Fahrerlaubnis ist bei schweren, strafrechtlich relevanten Vergehen vorgesehen, beispielsweise wenn man sich mit zu hoher Blutalkoholkonzentration ans Steuer setzt – und sogar dann, wenn man aus dem Verkehr gezogen wird, ohne zuvor andere gefährdet zu haben.