Autokauf – wo Gebrauchtwagen am billigsten sind

Preis eines Gebrauchtwagens

Wer einen Gebrauchtwagen kauft, möchte einen günstigen Preis erzielen. Doch wo es die besten Schnäppchen gibt und welcher Preis für ein Modell angemessen ist, lässt sich oft nur schwierig herausfinden.

Denn der Preis eines gebrauchten Autos hängt von vielen Faktoren ab. Schließlich möchte man nicht nur wenig bezahlen, sondern auch einen Wagen fahren, der sein Geld wert ist. Der Käufer sollte sich deshalb erst einmal intensiv mit den technischen Daten des gewünschten Autos auseinandersetzen. Folgende Aspekte bestimmen mit, was ein Wagen kostet:
  • Hersteller, Modell, Ausführung
  • Fahrzeugtyp
  • Fahrzeugalter und Laufleistung
  • Technischer Zustand und Reparaturbedarf
  • Ort und Jahreszeit
  • Ausstattung und Extras
  • Farbe

Regionale Preisunterschiede bei Gebrauchtwagen

Gleiches Modell, gleiche Ausstattung, gleicher Preis? Weit gefehlt: Die Preise können stark voneinander abweichen. Denn auch regional gibt es mitunter erhebliche Unterschiede. Das liegt zum Teil am unterschiedlichen Einkommensniveau in Deutschland.

Nach Auswertungen des Online-Fahrzeugmarkts Mobile.de hat Südbayern das höchste Preisniveau für gebrauchte Autos. Die Gebrauchtwagenpreise liegen hier 11 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Die günstigsten Gebrauchtwagen werden in Mecklenburg-Vorpommern verkauft.

Oberklasse teurer in Süddeutschland, Kleinwagen teurer in Städten

Auch bei den einzelnen Wagenklassen spiegelt sich das Wohlstandsgefälle in Deutschland wider. So sind Gebrauchtwagen aus der Oberklasse in Süddeutschland deutlich teurer als im Nordosten.

Und es gibt weitere regionale Besonderheiten bei den Gebrauchtwagenpreisen:
  • Wagen der oberen Mittelklasse verkaufen sich im Westen Deutschlands schneller als in den anderen Regionen Deutschlands – und sind dort tendenziell teurer.
  • Wer einen Geländewagen sucht, zahlt im Flachland am wenigsten – also im Nordosten und mittleren Teil Deutschlands.
  • Kleinwagen verkaufen sich in dicht besiedelten Regionen am schnellsten und kosten dort meist mehr als anderswo. Die Preisunterschiede sind aber geringer als in anderen Wagenklassen.
  • In strukturschwächeren Gebieten, beispielsweise entlang der tschechischen Grenze, gibt es Gebrauchtwagen fast aller Segmente relativ preiswert.

Saisonale Unterschiede und ausgefallene Extras

Auch die Jahreszeit kann eine Rolle spielen. So ist die Nachfrage nach Cabriolets und Sportwagen im Winter geringer als im Sommer – entsprechend günstiger sind sie auch in den kalten Monaten.

Eine besonders ausgefallene Ausstattung kann sich ebenfalls positiv auf den Preis auswirken – zum Beispiel eine ausgefallene Autofarbe oder andere Extras, die keinen Abnehmer finden. Wer sich also vorstellen kann, in Zukunft mit einem pinkfarbenen Auto ins Büro zu fahren, hat gute Chancen auf ein vierrädriges Schnäppchen.

Neue Modelle sorgen für Preisrutsch

Chancen auf ein Schnäppchen haben Gebrauchtwagenkäufer auch, wenn ein Autohersteller ein neues Modell auf den Markt bringt: Die Anzahl der Verkäufe des Vorgängermodells steigt, der Preis dafür sinkt. Einen ähnlichen Effekt gibt es, wenn eine Firma ihre Dienstwagenflotte ausmistet. Dabei handelt es sich meist um Modelle der Oberklasse oder gehobenen Mittelklasse.

Fazit: Gut informierte Autokäufer sparen Geld

Wer sich gut informiert und über die eigenen Stadtgrenzen hinausschaut, kann beim Autokauf also viel Geld sparen. Wer nicht zu viel für einen Gebrauchtwagen ausgeben möchte, muss nicht mal durch halb Deutschland reisen. Zum Beispiel kann es sich für einen Autofahrer aus München schon lohnen, sich im eigenen Bundesland, zum Beispiel im Bayerischen Wald, umzuschauen. Nur Vans sind in der Isar-Metropole nach Angaben von Mobile.de 500 Euro günstiger als im restlichen Bayern. Der Grund: Für die Großstadt sind diese Autos einfach zu sperrig.