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Die mobile Schnellladesäule für Elektroautos

Elektroauto, Wasserstoff-Fahrzeug mit Brennstoffzelle oder doch der Diesel? Wir wissen auch nicht genau wo die Reise hingeht, aber derzeitig stehen die Weichen gut für die Elektromobilität und neben zahlreichen neuen Fahrzeugen, kommt auch Schwung in die Ladesäulen-Kiste: Die mobile Schnellladesäule von Volkswagen ist da erst der Anfang!

31.01.2021 | Jens Stratmann

mobile Schnellladesäule von VW

Next: Die mobile Schnellladesäule. Die Pilotphase ist durch, es geht in die Fertigung. In der Zukunft können an diversen Orten leichter Schnelllademöglichkeiten geschaffen werden. Installiert werden diese mobilen Schnellladesäule nach dem Prinzip Plug Play: Hinstellen, Anschließen, online Konfigurieren. Parallel sollen zwei E-Autos mit bis zu 150 Kilowatt Leistung laden und so soll die Ladesäule durchschnittlich in ca. 15 Minuten für zirka 200 km mehr an Reichweite sorgen. Soweit das Datenblatt, doch funktioniert die mobile Schnellladesäule von Volkswagen?

Mehr als nur eine große Powerbank: Die mobile Schnellladesäule

Damit der in der Ladesäule verbaute Akku immer ausreichend Kapazität besitzt, wird dieser ganz einfach von einem herkömmlichen Stromanschluss von 16 bis 63 Ampere dauerhaft gespeist. Man stelle sich die Ladesäule wie eine große Powerbank vor. Mit Anschluss an das Niederspannungsnetz wird diese stark vergrößerte Powerbank dann zu einem festen Ladepunkt, ohne den hohen Aufwand einer vergleichbaren fest installierten Schnellladesäule, denn wie gesagt reicht hier der herkömmliche Stromanschluss.

Kompakt: Mit einer Standfläche von nur 120x100cm kann die mobile Schnellladesäule fast an jedem Ort aufgestellt werden. Die Möglichkeiten sind fast grenzenlos. Wir könnten uns diese Ladesäulen natürlich in der Stadt, vor der heimischen Garage, aber auch bei temporären Veranstaltungen vorstellen. Egal ob Festivals, am Stadion oder in Parkhäusern, wo die Schaffung von Schnelllademöglichkeiten durchaus ein Wettbewerbsvorteil sein könnte.

mobile Schnellladesäule

Bis zu vier Fahrzeuge können gleichzeitig laden, zwei davon mit bis zu 150 kW

Die Ladekapazität liegt übrigens bei bis zu 360 kWh, damit kann man schon das ein oder andere Elektroauto mobil halten. Technisch basiert die mobile Ladesäule auf dem Batteriepaket des Modularen Elektrifizierungsbaukastens (MEB) des Volkswagen Konzerns und wird auf dessen Zellmodule ausgelegt sein. Neben dem Vorteil einer Skalierbarkeit in unterschiedliche Kapazitätsstufen ermöglicht die Ladesäule später Batterien aus Elektrofahrzeugen ein zweites Leben. So eine Nutzung reduziert nachhaltig den Einsatz von wertvollen Rohstoffen und wenn man vor Ort den Strom regenerativ erzeugt, dann ermöglicht die mobile Ladesäule das Zwischenspeichern von nachhaltigem Strom. Damit wird die Elektromobilität CO2-neutral!

Es gibt allerdings noch weitere Anwendungsfälle. Die große Powerbank könnte z.B. auch das eigene Haus mit Strom versorgen, denkt man jetzt mal nicht an das eigene Reihenhaus in Deutschland, sondern vielleicht mal an andere Gebiete der Erde, dann wird hier gleich ein ganz großer Schuh raus. Allerdings kommt es dann natürlich auch – wie immer – auf den Preis an, den können wir derzeitig leider noch nicht kommunzieren, bleiben aber bei dem Thema am Ball.

Die mobile Schnellladesäule ist mehr als nur eine große Powerbank!

Next step: DC-Wallbox für das Eigenheim

Das gilt auch für den Laderoboter oder der Wallbox, bei denen Elektrofahrzeuge mit Gleichstrom mit bis zu 22 kW geladen werden können. Dazu muss man wissen, dass bei einer auf Gleichstrom basierenden Ladetechnologie der Strom direkt in die Antriebsbatterie fließt. Durch die Umgehung des Onboard-Laders, wird die Ladeleistung erhöht und die Ladedauer deutlich verkürzt. DC-Wallboxen sind derzeitig auch noch sehr teuer, aber das wird sich in der Zukunft sicherlich auch noch ändern.

Wer aktuell übrigens eine Wallbox gefördert haben möchte, der muss sich beeilen. Viele Wallboxen sind derzeitig ausverkauft bzw. ist die Lieferzeit sehr lang. Wir erwarten daher eine Anpassung der Förderungs-Modalitäten, da man die Belege ja innerhalb eines festen Zeitraumes einreichen muss. Wir informieren hier auf unserer Seite natürlich auch weiterhin über die spannenden Themen zur Elektromobilität.

Fotos: © Volkswagen Group Components 2020

Jens Stratmann Automobil-Journalist

Baujahr 1979, technisch im einwandfreien Zustand! Nach einer Ausbildung und über elf Jahren Erfahrung im KFZ-Bereich, machte Jens seine Passion zu seinem Beruf. Jens schreibt Beiträge über Neu- und Gebrauchtwagen, die auf persönlichen Erfahrungen und Fahrtests zu dem jeweiligen Auto basieren.

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