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Alternative Antriebe im Vergleich

R+V24 Magazin
Trends der Mobilität

Elektro, Hybrid, Erdgas oder doch die Brennstoffzelle?

Alternative Antriebe im Vergleich: Reichweiten und Umweltbilanz

Die Mobilität der Zukunft scheint vielversprechend. Heutzutage gibt es mehrere augenscheinlich positive Entwicklungen bei den Antriebsarten. Doch sind diese wirklich so viel ökologischer als der bekannte Verbrennungsmotor? Wir erklären Ihnen die aktuellen alternativen Antriebe auf dem Markt und ziehen einen Vergleich.

15.07.2021 | R+V24 Team

Wie sieht sie aus, die Future Mobility? Es besteht weitestgehend Einigkeit darin, dass das Thema Caresharing an Bedeutung gewinnen wird. Zudem werden neuen Formen der Mobilität (E-Scooter, E-Bikes etc.) den Verkehr in unseren Großstädten nachhaltig verändern. Viel diskutiert wird indes über die Antriebstechnologien der Zukunft. Der Verbrenner hat ausgedient, alternative Antriebe für Autos werden gesucht und einem Vergleich unterzogen. Aber wer wird der Nachfolger? Elektroautos mit Batterie gelten derzeit als vielversprechendstes Zukunftsmodell. Dann wäre da aber auch noch die Brennstoffzelle oder der Plug-in-Hybrid. Wir haben uns für Sie die unterschiedlichen Antriebsarten fürs Auto hinsichtlich Reichweiten und Umweltbilanz angeschaut. Welche alternativen Antriebe gibt es für die Zukunft: Übersicht & Vergleich.

Alternative Autoantriebe im Vergleich: Die Elektroautos

Beinahe jeder Hersteller hat mittlerweile mindestens ein E-Auto auf den Markt gebracht. Denn sie haben erkannt, dass die Zukunft in alternativen Antrieben für Automobile liegt und der Verbrennungsmotor ersetzt werden muss. Doch wie sieht die Bilanz im Vergleich genau aus?

Technologie

In die Kategorie „Elektroautos“ fallen alle Fahrzeuge mit Elektromotor, die ihre Energie aus einer Batterie beziehen. Geladen werden diese daheim, am Arbeitsplatz oder an öffentlichen Ladestationen. Die Ladedauer kann je nach Modell und verfügbarer Ladeleistung zwischen 15 Minuten (Porsche Taycan an Hochleistungsladesäule mit 350 kW) und weit über 13 Stunden (Elektroauto an Haushaltssteckdose mit 2,3 kW) betragen. Was die Ladezeit jedoch zeigt: Diese Auto-Alternativen glänzen im Antriebs-Vergleich noch nicht auf ganzer Linie.

Reichweite 

Bei dieser alternativen Antriebstechnik ist die Reichweite im Vergleich zu anderen Optionen stark von äußeren Faktoren wie der Temperatur und dem Streckenprofil sowie Nebenverbrauchern wie Klimaanlage und Sitzheizung abhängig. Laut ADAC haben Elektroautos derzeit eine mittlere Reichweite von 260 Kilometern. Durch Verbesserungen bei den Akkutechnologien und einer Vielzahl neuer Modelle, dürften im Mittel schon bald 360 Kilometer realistisch sein. Achtung: Die Reichweite fällt bei E-Autos im Winter geringer aus als normalerweise. Verschafft dies Elektroautos einen Nachteil im Vergleich der alternativen Antriebe?

Ökobilanz

Über die Frage, wie umweltfreundlich Elektroautos wirklich sind, wird viel diskutiert. Fest steht, dass man mit einem solchen Modell emissionsfrei unterwegs ist, wodurch die Schadstoffbelastung in unseren Städten sinkt. Allerdings verursacht die Produktion der Batterien jede Menge Treibhausgase – und auch der deutsche Strommix wirkt sich nicht gerade vorteilhaft auf die Ökobilanz aus.

Laut ADAC kann „im Vergleich zu Benzin und Diesel […] das mit Strommix betriebene Elektroauto seine Vorteile erst nach ca. 127.500 km oder 8,5 Betriebsjahren bzw. ca. 219.000 km oder 14,6 Betriebsjahren ausspielen.“ Das ist allerdings nur eine Momentaufnahme. Lässt jedoch Zweifel zu, ob Elektromotoren wirklich als eine Alternative im Bereich der Antriebe im Vergleich zu anderen Optionen angesehen werden sollten. Anders sieht es aus, wenn Deutschland vollständig auf regenerativen Strom umgestellt hat. Dann erfolgt die Amortisation „bereits nach ca. 37.500 km gegenüber dem Benziner bzw. nach ca. 40.500 km gegenüber dem Diesel.“

Alternative Antriebe im Vergleich: Die Brennstoffzelle

Bei der Brennstoffzellentechnologie handelt es sich im Vergleich um eine äußerst effiziente Alternative zu herkömmlichen Antriebskonzepten. Denn Wasserstoff ist sehr umweltverträglich und ermöglicht einen positiven Ausblick auf alternative Antriebe für Autos in der Zukunft. Doch ist das im direkten Vergleich wirklich so?

Technologie

Auch hier kommt ein Elektromotor zum Einsatz, allerdings stammt die dafür notwendige Energie nicht aus einer Batterie, sondern aus einer Brennstoffzelle. Diese wandelt Wasserstoff und Sauerstoff in elektrische Energie um. Fahrzeuge mit Brennstoffzelle sind lokal ebenfalls emissionsfrei unterwegs, was diese definitiv zu alternativen Antrieben macht.

Reichweite

Aktuelle Modelle, wie der Toyota Mirai, kommen mit einer „Tankfüllung“ Wasserstoff rund 480 Kilometer weit. 

Ökobilanz

Wasserstoff kommt in seiner reinen Form nicht natürlich vor. Das bedeutet, dass zunächst Kohlenwasserstoff unter Einsatz von Energie gespalten werden muss – zu 90 Prozent aus dem fossilen Rohstoff Erdgas. Im nächsten Schritt wird der Wasserstoff komprimiert, verflüssigt – und schließlich zur Tankstelle transportiert. Dort wird er dann „getankt“, um in einer Brennstoffzelle die Batterie zu laden, die das Wasserstoffauto antreibt. Als alternative Antriebe eignen sich Wasserstofftanks im Vergleich daher nur bedingt, da die Energieverluste und Emissionen bei der Erzeugung dementsprechend hoch sind. Was auch einer der Gründe dafür ist, dass es in ganz Deutschland nur knapp 90 Wasserstofftankstellen und nur wenige Modelle mit Brennstoffzellen gibt. 

Alternative Antriebe im Vergleich: Hybride und Plug-in-Hybride

Im Vergleich zu anderen alternativen Motoren ist die Ökobilanz der Hybride bzw. Plug-in-Hybride sehr gut. Sie stellen daher eine sehr gute Alternative zum Verbrennungsmotor dar.

Technologie

Bei einem Hybrid-Fahrzeug werden Elektro- und Verbrennungsmotor kombiniert. Die Batterie wird während der Fahrt aufgeladen. Der Elektromotor kommt beim Anfahren und niedrigen Geschwindigkeiten zum Einsatz, wird mehr Leistung verbraucht, schaltet sich der Verbrenner zu. Bei einem Plug-in-Hybrid kann der Motor auch über das Stromnetz aufgeladen werden, wodurch 50 km und mehr rein elektrisch zurückgelegt werden können. Bei den alternativen Antrieben sind Sie im direkten Vergleich in Sachen Technologie auf dem neusten Stand.

 Reichweite

Dank der alternativen Antriebstechnologien können Sie sowohl mit einem Hybrid- als auch mit einem Plug-in-Hybrid-Fahrzeug Distanzen von bis zu 1.000 Kilometer fahren. Im Durchschnitt kommen die Fahrzeuge auf etwa 820 Kilometer, was die alternativen Antriebe im Vergleich zu sehr leistungsstarken Modellen macht.

Ökobilanz 

Da bei beiden Varianten Verbrennungsmotoren (Benzin oder Diesel) zum Einsatz kommen, werden Hybride nur als Übergangslösung betrachtet. Ihr alternativer Antrieb ist vergleichbar mit einem Verbrennungsmotor, da er hauptsächlich auf fossilen Energieträgern beruht, wodurch sie lokal nicht emissionsfrei unterwegs sind und somit nicht als zukunftsfähig gelten. Langfristig betrachtet, werden sie aber dennoch eine große Rolle spielen, da Hersteller bereits daran arbeiten, den fossilen Bereich auf das absolute Minimum zu beschränken.

Alternative Antriebe im Vergleich: Erdgas und Autogas

Bei diesen alternativen Antriebssystemen liegt im Rahmen des Vergleichs klar auf der Hand, dass es sich ebenfalls um fossile Brennstoffe handelt. Dennoch stellen sie eine sehr umweltfreundliche Alternative dar – gerade im Hinblick auf andere Antriebe mit Diesel oder Benzin.

Technologie

Erdgas gehört wie Erdöl und Kohle zu den brennbaren organischen Rohstoffen und wird in komprimierter Form (CNG) und flüssiger Form (LNG) angeboten. Autogas hingegen ist ein unter Druck verflüssigtes Gemisch aus Propan und Butan, das bei der Erdöl- und Erdgas-Förderung anfällt. Sowohl Erd- als auch Autogas werden (wie Benzin und Diesel) „verbrannt“. Oft haben die Fahrzeuge noch einen zusätzlichen Benzintank.

Reichweite

 Die durchschnittliche Reichweite von Fahrzeugen mit diesen alternativen Antrieben liegt bei rund 400 Kilometern, was vergleichsweise sehr gut ist.

Ökobilanz

Erd- und Autogas verbrennen zwar umweltfreundlicher als Benzin oder Diesel, gehören aber ebenfalls zu den fossilen Energieträgern. Wie auch die Hybride, fällt die Ökobilanz von Fahrzeugen mit diesen alternativen Antrieben im Vergleich nicht gut aus, da sie nicht lokal emissionsfrei sind. 

Alternative Antriebe

Antriebsarten für Autos: Alternative Antriebe im Vergleich

Damit die Energiewende gelingt und die Luft in unseren Innenstädten nicht noch mehr mit Schadstoffen belastet wird, führt mittel- bis langfristig kein Weg daran vorbei, den fossilen Brennstoffen den Rücken zuzukehren. Auch Hybridantriebe stellen daher nur bedingt eine Alternative zu Benzin- und Dieselmotoren dar. Was von den alternativen Antrieben im Vergleich dann noch bleibt, sind Elektrofahrzeuge mit Elektroantrieben mit Batterie und solche mit Brennstoffzelle.

Aufgrund der energieintensiven Herstellung von Wasserstoff, verbunden mit weiteren Herausforderungen bei Transport und Lagerung, konzentrieren sich die meisten Autohersteller derzeit allerdings auf Modelle mit Batterie, da sie im alternativen Antriebsvergleich noch am leistungsfähigsten ausfallen.

Alternativer Antrieb

Vorteile

Nachteile

Autogas

Bis zu 80% weniger Rückstände günstig Muss mit Gasanlage nachgerüstet werden Nicht alle Fahrzeuge vertragen Gas, benötigen spezielle Systeme

Erdgas

Schnelle Umrüstung von Benzinmotoren möglich Geringe Dichte, daher Verdichtung notwendig Aufwendige Installation des Tanks Weniger Platz für Gepäck

Bioethanol

Schwefelfreie Verbrennung Wenig Schadstoffe Emissionen niedrig Nur in speziellen Motoren anwendbar

Elektro

Hohe Sauberkeit Sparsamer Verbrauch Geringer Lärm Kaum Emissionen (bei regenerativen Energien) Noch geringere Reichweite Noch wenig Tankstellen

Hybrid

Leise Sparsam sauber Fossile Brennstoffe

Wasserstoff

Saubere Energie Kein Reichweitenproblem Kaum Tankmöglichkeiten Aufwendige Produktion

R+V24 Team Experten rund ums Auto

Mehr als nur die Versicherung von Fahrzeugen! Das R+V24-Team der Kfz-Versicherung schreibt über Erfahrungen sowie Kenntnisse rund um das Thema Auto, Motorrad, Roller und Co. So arbeitet ein bunt gemischtes Team daran, die Faszination und das Wissen für alles auf Rädern hier im Magazin zu teilen.

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