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Motorrad-Frühjahrscheck: Tipps, um Ihr Bike frühjahrsfit zu machen

Der Frühling ist da und so langsam wird es Zeit für die erste Motorradtour. Allerdings sollten Sie nicht nur Ihre Maschine entstauben und direkt losfahren. Zuerst sollten Sie Ihr Motorrad frühlingsfit machen. Dieser Frühjahrscheck zeigt Ihnen, welche Punkte wichtig sind.

22.06.2021 | R+V24 Team

Sobald die ersten Sonnenstrahlen des Jahres herauskommen und die Temperaturen endlich wieder wärmer werden, beginnt bald die Motorradsaison. Doch bevor Sie sich auf Ihr Bike schwingen, sollten Sie einen Motorrad-Frühjahrscheck durchführen. Nach der langen Winterpause ist dies zwingend notwendig, damit Sie den Motorrad-Saisonstart in vollen Zügen genießen können. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten müssen.

Motorradsaison: Von wann bis wann geht diese eigentlich?

Prinzipiell entscheidet jeder Motorradfahrer selbst, wann die Saison beginnt und wann sie endet. Wichtig ist in erster Linie, dass Sie vor der ersten Fahrt eine Motorradversicherung abschließen und Ihr Zweirad bei der Zulassungsstelle anmelden. Wurde Ihr Motorrad über den Winter abgemeldet, empfehlen wir zudem einen Frühjahrscheck, bevor Sie die nächste Tour planen.

Betrachtet man die warmen Monate im Jahr, findet die Motorradsaison ungefähr zwischen April und Oktober statt – immer abhängig vom Wetter und den Temperaturen. Tipp: Findet Ihre persönliche Motorradsaison jedes Jahr ungefähr zur selben Zeit statt, lohnt sich für Sie ein Saisonkennzeichen. Es wird jedes Jahr automatisch für einen festgelegten Zeitraum verlängert. Dadurch sparen Sie Zeit und Energie, weil Sie keine separate Versicherung benötigen. Sie können Ihr Motorrad frühlingsfit machen und direkt losfahren.

Frühjahrscheck am Motorrad: Beginnen Sie mit sich selbst

Bevor Sie Ihr Motorrad für die Saison frühlingsfit machen, führen Sie einen Check-up bei sich selbst durch. Reaktionsvermögen, Koordination, Gleichgewichtssinn – alles das braucht ein Motorradfahrer. Die ersten Sonnenstrahlen laden oftmals zu Selbstüberschätzung ein. Um sicherzugehen, dass Sie bereit für die neue Saison sind, sollten Sie kurze und bekannte Strecken zum Einfahren nutzen. Achten Sie dabei besonders auf Kurven, die zum Teil noch mit Split verschmutzt sind. Diese bergen ein erhöhtes Unfallrisiko. Bedenken Sie zudem, dass gerade am Vormittag auch im Frühjahr noch kalte Nachttemperaturen für Eisrückstände auf der Fahrbahn sorgen. Fahrradfahren gilt allgemein als gute Vorbereitung für die neue Saison. Wenn Sie merken, dass Sie mehr Muskeln an den Unterarmen benötigen, müssen Sie nicht zwangsläufig ins nächste Fitness-Studio. Das Drücken eines Tennisballs kann helfen, die Muskeln in Unterarmen und Fingern fit für die größeren Touren zu machen. Fühlen Sie sich bereit für den Start? Dann sollten Sie mit dem Motorrad-Frühjahrscheck weitermachen.

Motorrad wieder fit machen nach dem Winter: Das gehört zum Frühjahrscheck

Eine Prüfung Ihres Motorrads ist besonders im Hinblick auf die Standzeit während des Winters sinnvoll. Denn nur durch einen Frühjahrscheck stellen Sie vor der ersten Fahrt fest, ob Ihr Bike Mängel aufweist. Mit dieser Checkliste wird die erste Tour auf dem Motorrad ein voller Erfolg.

1. Motorrad gut reinigen

Beginnen Sie zunächst mit einer ausführlichen Reinigung.

  • Befreien Sie Ihr Zweirad vom Schmutz und Dreck der Lagerung über den Winter.
  • Entfernen Sie auch Konservierungsmittel, die Sie im Herbst aufgetragen haben.
  • Im Rahmen dessen können Sie den Lack auf Schäden prüfen.

Der Saisonstart ist direkt viel schöner, wenn Sie Ihr Motorrad optisch fit für den Frühling machen – ganz ohne Standschäden und Rostflecken. 

2. Überprüfung von Flüssigkeiten

Bevor Sie mit dem Motorrad starten, sollten Sie den Flüssigkeitsstand kontrollieren. Zum Frühjahrscheck zählen:

  • Bremsflüssigkeit
  • Kühlmittel
  • Motoröl

Prüfen Sie den Füllstand und das Alter der Flüssigkeiten. Mit einem Peilstab können Sie die Menge von Wasser und Öl kontrollieren. Dadurch erkennen Sie schnell, ob Sie etwas nachfüllen müssen. Werfen Sie zudem einen Blick auf das Öl. Ist es zu zähflüssig, sollten Sie einen Ölwechsel durchführen. Achtung: Nach langer Standzeit kann es sinnvoll sein, die Schwimmerkammer von altem Benzin zu befreien. Normalerweise sollten Sie dies allerdings mittels Benzinhahn bereits vor der Winterpause getan haben. Tipp: Ist die Bremsflüssigkeit Ihres Motorrads älter als ein Jahr, empfehlen Experten beim Frühjahrscheck den Austausch. In alter Bremsflüssigkeit können Luftbläschen die Bremskraft hemmen.

3. Federn und Lenker nicht vergessen 

Es kann passieren, dass sich der Lenker über den Winter verzieht. Dies geschieht beispielsweise bei falscher Lagerung. Um Ihr Motorrad frühlingsfit zu machen, sollten Sie auch den Lenker wieder richtig einstellen. Dies ist notwendig, damit Sie Gas, Blinker, Kupplung und Bremse vernünftig bedienen können. Durch die richtige Einstellung reduzieren Sie zudem den Kraftaufwand während des Fahrens. Wenn Sie schon einmal dabei sind, kontrollieren Sie direkt Federbein, Lenkkopf und Schwinge. Diese sollten leicht beweglich sein.

4. Kontrolle der Bremsbeläge und -scheiben 

Beginnen Sie mit einem Bremsencheck. Lassen sich Fußhebel und Lenkbremse leicht bedienen? Das Testen ist ganz einfach:  Schieben Sie Ihr Motorrad und prüfen Sie während der Bewegung, ob die Bremsen greifen. Dies ist einer der wichtigsten Punkte beim Motorrad-Frühjahrscheck. Ihre Bremsen müssen richtig funktionieren. Bei den Belägen sollten Sie auf ausreichend Stärke achten. Die Mindeststärke ist in der Regel auf den Motorradbremsscheiben angegeben.

5. Öl, Filter und Batterie 
  • Wer das Öl nicht im Herbst gewechselt hat, bekommt nun Gelegenheit dazu.
  • In der Batterie sollten Sie den Elektrolytstand überprüfen. Dabei können Sie gleich checken, ob die Entlüftung der Batterie funktioniert. Der Entlüftungsschlauch darf nicht geknickt sein. Er sollte weit entfernt von allen rostanfälligen Bauteilen enden.
  • Prüfen Sie zudem die Batterieanschlüsse auf Oxidation.

Nehmen Sie einen Batterietester zur Hand und kontrollieren Sie, wie viel Saft Ihre Batterie noch hat. Bei Bedarf lohnt es sich, diese vollständig aufzuladen.

6. Reifendruck und Reifenalter des Motorrads

Ein besonderes Augenmerk gilt den Reifen. Selbst wenn Vorder- und Hinterrad in den Wintermonaten gut entlastet waren, weil das Motorrad professionell aufgebockt war, können die mit Luft gefüllten Reifen (sog. Pneus) gefährlich sein.

Zu prüfen sind Profiltiefe (die gesetzliche Mindesttiefe liegt bei Motorradreifen bei mindestens 1,6 Millimetern), Flanken und Gummi sowohl auf Beschädigungen als auch auf Fremdkörper. Wärme und Sonnenlicht setzen den Pneus zu. Die Reifen altern und werden hart. Grundsätzlich sollten Motorradreifen nicht länger als sechs Jahre gefahren werden. Auch der Luftdruck im Reifen ist sehr wichtig.

Weitere Punkte für den Motorrad-Frühjahrscheck am Reifen:

  • Prüfen Sie die Achsenmuttern.
  • Ersetzen Sie kaputte oder fehlende Ventilkappen.
  • Kontrollieren Sie die Ventilränder.
 7. Antriebskette und Elektrik-Check
  • Die Antriebskette muss die richtige Spannung haben, muss gut gefettet sein und sollte mit einem speziellen Kettenspray behandelt werden. Sitzt sie zu locker, kann sie überspringen, sitzt sie zu fest, kann sie reißen.
  • Elektrische Verbraucher (Licht, Blinker) müssen Sie begutachten. Schauen Sie, ob die Beleuchtungsanlagen funktionieren, der Notausschalter seinen Dienst tut und auch der Seitenständerschalter einwandfrei arbeitet. Oft ist es sinnvoll, zum Motorrad-Frühjahrscheck in die Werkstatt zu gehen.

Motorrad-Frühjahrscheck: Mit welchen Kosten müssen Sie rechnen?

Die meisten Motorradfahrer können Ihr Motorrad selbst frühlingsfit machen. Für die grundlegenden Dinge benötigen Sie kein fachliches Know-how. Im Hinblick auf gravierende Schäden, oder wenn Sie sich den Motorrad-Frühlingscheck nicht zutrauen, empfiehlt sich ein Besuch in der Fachwerkstatt. Sie können sich sicher sein, dass Ihre Maschine intensiv geprüft wird – allerdings ist dies natürlich mit Kosten verbunden. In der Regel sind diese jedoch überschaubar. Bei den meisten Werkstätten können Sie mit einer Rechnung in Höhe von maximal 50 Euro rechnen.

Zum Motorrad-Frühjahrscheck gehört auch die Kleidung

Nicht nur der Roller, Moped, Mofa oder Motorrad erwachen aus dem Winterschlaf und stehen auf dem Prüfstand. Die passende Kleidung war ebenfalls über die kalten Monate verstaut und sollte von Ihnen nun auf Mängel untersucht werden.

  • Achten Sie darauf, dass nirgendwo Risse sind und die Nähte halten.
  • Überprüfen Sie die herausnehmbaren Polster des Helms und natürlich den Motorradhelm selbst. Weist dieser im Rahmen des Frühjahrschecks Mängel auf, gehen Sie kein Risiko ein. Kaufen Sie lieber einen neuen Helm.
  • Arbeiten Sie mit Lederfett, um Ihre Lederkleidung wieder geschmeidig zu bekommen.

Entspannt die nächste Tour starten – diese Basics müssen mit

Der Motorrad-Frühjahrscheck ist abgeschlossen, Sie haben die Maschine frühlingsfit gemacht. Nun können Sie Ihre erste Tour starten. Doch was dürfen Sie auf keinen Fall vergessen?

  1. Multitool: Auf einer Reise wollen Sie sicherlich keinen kompletten Werkzeugkasten mit sich führen. Ein praktisches Multitool ist klein, kompakt und kann Ihnen dabei helfen, zumindest notdürftige Reparaturen selber zu meistern.
  2. Dokumente: Dazu zählen Ausweispapiere, Fahrzeugpapiere, Krankenversicherungskarte, EC-Karte und bei internationalen Reisen natürlich den Reisepass und den internationalen Führerschein.
  3. Kleidung
  4. Hygieneprodukte: Neben Duschbad etc. empfehlen wir Ihnen Sonnencreme und (feuchtes) Toilettenpapier
  5. Reiseapotheke: Verbandsmittel, Medikamente
  6. Outdoor: Zelt, Schlafsack und -matte, Campingstuhl
  7. Lebensmittel und Zubehör
  8. Reiseführer
  9. GPS-Gerät
  10. Ladegeräte und Adapter
  11. Bremsscheibenschloss

Diese Liste für den Motorrad-Frühjahrscheck ist nicht vollständig. Jeder Motorradfahrer entscheidet selbst, welche Prioritäten er hat. Hinzu kommt die Tatsache, dass Sie für einen Tagesausflug andere Ausrüstung benötigen als für eine zweiwöchige Motorradtour.

R+V24 Team Experten rund ums Auto

Mehr als nur die Versicherung von Fahrzeugen! Das R+V24-Team der Kfz-Versicherung schreibt über Erfahrungen sowie Kenntnisse rund um das Thema Auto, Motorrad, Roller und Co. So arbeitet ein bunt gemischtes Team daran, die Faszination und das Wissen für alles auf Rädern hier im Magazin zu teilen.

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