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Motorradführerschein: Kosten und Möglichkeiten

Ebenso wie der Pkw-Führerschein ist auch der Motorradführerschein mit Kosten verbunden. Diese fallen unterschiedlich hoch aus, je nach Fahrschule und eigenem Lernerfolg. Hier erfahren Sie, mit welchen Kosten Sie ungefähr rechnen müssen, wenn Sie einen Motorradführerschein machen wollen.

23.06.2021 | R+V24 Team

Für abenteuerlustige Fahrer stellt das Motorrad oftmals eine spannende Alternative zum herkömmlichen Pkw dar. Aber wer das Freiheitsgefühl auf zwei Rädern genießen möchte, muss vorher einige Hürden meistern. Neben zeitlichem und organisatorischem Aufwand ist der Motorradführerschein auch mit hohen Kosten verbunden. Interessierte Fahranwärter sollten deshalb frühzeitig kalkulieren, mit welchen Ausgaben sie insgesamt rechnen müssen. Zu diesem Zweck finden Sie hier eine Übersicht zu allen Anforderungen, die es zu beachten gilt, wenn Sie die Fahrerlaubnis für ein Kraftrad erwerben möchten.

Motorradführerschein: Kosten und zugehörige Führerscheinklassen

Bevor Sie sich über die Kosten des Motorradführerscheins Gedanken machen, stellt sich die Frage, welche Art des Führerscheins Sie benötigen. Insgesamt lassen sich Zweirad-Fahrzeuge in vier Klassen unterteilen:

AM

Krafträder mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45km/h und einer Nutzleistung von max. 4kW

16 Jahre

A1

Krafträder mit einem Hubraum von max. 125 ccm³ und einer Motorleistung von max. 11kW

16 Jahre

A2

Krafträder bis 35kW Leistung, bei denen das Leistung-/ Leergewicht-Verhältnis max. 0,2 kW/kg beträgt

18 Jahre

A

Schwerkrafträder ohne Leistungsbegrenzung

24J. (bei Direkterwerb)

20J. (bei Vorbesitz von A2)

Motorräder zählen entweder zu Klasse A2 oder A und dürfen dementsprechend nicht mit einem Autoführerschein gefahren werden. Stattdessen müssen Sie eine gesonderte Ausbildung an der Fahrschule abschließen. Einige Voraussetzungen, die Sie dafür erfüllen müssen, gelten jedoch auch für die Klasse B. Hierzu gehören (zuzüglich der beim Motorradführerschein entstehenden Kosten):

  • Biometrisches Passbild (ca. 8€)
  • Sehtest beim Optiker (ca. 7€)
  • Erste-Hilfe-Kurs „Lebensrettende Sofortmaßnahmen am Unfallort“ (ca. 20€)
Motorradführerschein-Kosten bei vorhandener Klasse B 

Wenn Sie bereits einen Pkw-Führerschein besitzen, können Sie sich diese Maßnahmen im zweiten Durchlauf sparen. Haben Sie einmal einen Erste-Hilfe-Kurs besucht, bleibt die Bescheinigung lebenslang gültig. Hierbei müssen Sie mit keinen zusätzlichen Kosten für Ihren Motorradführerschein rechnen. Für Sehtests schreiben örtliche Behörden jedoch unterschiedliche Gültigkeitsdauern vor. 

Fahrschulen für Motorräder: Motorradführerschein-Preise

Für den Motorradführerschein gibt es keinen Pauschalbetrag, was die Kosten betrifft. Denn jede Fahrschule erhebt andere Gebühren. Sie können sie allerdings ungefähr so berechnen:

  1. Verwaltungsarbeiten und Theoriestunden: ca. 100 €
  2. Lernmaterial Theorieunterricht: ca. 50 €

Für den Motorradführerschein kommen weiterhin Kosten für die praktischen Übungsstunden mit dem Fahrlehrer dazu. Diese teilen sich folgendermaßen auf:

  • Sonderfahrten (Autobahn-, Überland- und Nachtfahrten): 12x 45 Minuten
  • Übungsfahrten im regulären Straßenverkehr: 20 bis 30x 45 Minuten (je nach Bedarf)

Die Frage, wie hoch die Kosten für den Motorradführerschein ausfallen, lässt sich auch aus anderen Gründen nicht pauschal beantworten. Die Preise hängen ebenfalls vom persönlichen Lernfortschritt ebenso wie von den individuellen Tarifen der Fahrschule ab. Insgesamt schwanken für den Motorradführerschein die Kosten pro Fahrtstunde à 45 Minuten zwischen 30 und 45 Euro.

Motorradführerschein-Kosten: Prüfungsgebühren für Theorie und Praxis

Die abschließenden Prüfungen absolvieren Sie bei einer zertifizierten TÜV- oder DEKRA-Prüfstelle. In der Regel meldet Ihre Fahrschule dort einen Termin für Sie an und rechnet die Kosten direkt mit der Prüfstelle ab. Dieser Service schlägt allerdings mit einer weiteren Gebühr zu Buche. Insgesamt ergeben sich daraus folgende Kosten für den Motorradführerschein:

  • 100€ Anmeldegebühren
  • 20€ Theorieprüfung
  • 120€ Fahrprüfung
  • 50€ Ausstellung des Führerscheins
  • Knapp 300 €

Auch hier sollten Sie beachten, dass einzelne Fahrschulen und Prüfstellen unterschiedliche Gebühren verlangen. Darüber hinaus können sich die Kosten für den Motorradführerschein erhöhen, wenn Sie Prüfungen gegebenenfalls wiederholen müssen.

Mindestbudget für zukünftige Motorradfahrer

Allgemein lässt sich festhalten: Die Antwort auf die Frage „Wie hoch sind die Kosten für einen Motorradführerschein?“ gestaltet sich ähnlich schwierig wie die Suche nach dem richtigen Motorrad. Wieviel Sie letztendlich für eine Fahrerlaubnis bezahlen, ist abhängig von örtlichen Behörden und nicht zuletzt auch von Ihren persönlichen Voraussetzungen. Die Führerschein-Kosten haben wir Ihnen in einer Tabelle zusammengefasst. Diese bietet einen Überblick über die Kosten, die ein Motorradführerschein mindestens beinhaltet:

Vorbereitende Maßnahmen

 

Passbilder

8€

Sehtest

7€

Erste-Hilfe-Kurs

20€

Fahrschule

 

Theorieunterricht

150€

Pflichtstunden

960€

Prüfung

 

Anmeldegebühren

100€

Theorieprüfung

20€

Praktische Prüfung

120€

Ausstellung des Führerscheins

50€

Gesamt

ca. 1.500 €

Zwar können die ersten 35€ entfallen, sofern Sie die Rahmenbedingungen bereits durch Ihren Pkw-Schein abgedeckt haben. Erfahrungsgemäß fällt dagegen vor allem der Fahrunterricht oftmals schwerer ins Gewicht als erwartet. Um auf Nummer Sicher zu gehen, sollten Sie am besten einen Betrag von etwa 1.500€ als Kosten für den Motorradführerschein einplanen.

Motorradführerschein mit einem Schnellkurs: Die kostengünstige Alternative?

Eine erste Schätzung macht deutlich, dass eine Fahrerlaubnis für Krafträder die Haushaltskasse stark beanspruchen kann. Allerdings gibt es die Möglichkeit, zumindest den zeitlichen Aufwand auf ein Minimum zu reduzieren. Einige Fahrschulen bieten einen Intensivkurs an, der nur wenige Tage dauert. Diesen Weg können Sie wählen, wenn Sie bestimmte Qualifikationskriterien erfüllen, darunter:

  • Abgeschlossener Erste-Hilfe-Kurs
  • Sehtest-Bescheinigung
  • Pkw-Führerschein, der laut Verkehrsrecht noch gültig ist

Den Motorradführerschein erhalten Sie zwar schneller mit einem Crashkurs, die Kosten sind aber genauso hoch wie bei einer regulären Ausbildung. Deshalb empfiehlt sich diese Option nur für geübte Autofahrer, die einen zusätzlichen Schein für Krafträder trotz stressigen Alltags erwerben möchten.

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Mehr als nur die Versicherung von Fahrzeugen! Das R+V24-Team der Kfz-Versicherung schreibt über Erfahrungen sowie Kenntnisse rund um das Thema Auto, Motorrad, Roller und Co. So arbeitet ein bunt gemischtes Team daran, die Faszination und das Wissen für alles auf Rädern hier im Magazin zu teilen.

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