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Wintertipps: Was jetzt unbedingt ins Auto gehört

Ab Anfang November den Tank nicht leer zu fahren, sondern nach und nach den kältefesteren Winterdiesel nachzutanken und ein kritischer Rundgang ums Auto vor der Fahrt.
Wir befassen uns mit den Dingen, auf die man bei winterlichen Fahrten nicht verzichten sollte.

06.05.2020 | R+V24 Team

Allgemeiner Winter-Check

Vor zwei Jahren machten liegengebliebene Dieselfahrzeuge Schlagzeilen, weil in der extremen Kälte der Kraftstoff versulzte. Diesel-Fahrer, die mit einer Tankfüllung einen ganzen Monat lang unterwegs sind, sollten daraus die Lehre ziehen, ab Anfang November den Tank nicht leer zu fahren, sondern nach und nach den kältefesteren Winterdiesel nachzutanken.

Ein kritischer Rundgang ums Auto beginnt mit der Prüfung der Scheinwerferabdeckungen: Sie müssen unbedingt glasklar und sauber sein. Die ausfahrbaren Düsen der Scheinwerfer-Reinigungsanlage sollten leichtgängig sein, hier hilft ein Wattestäbchen mit Fett oder Graphitpulver.

Für das Wischwasser gilt, wie beim Winterdiesel, die Regel: Man orientiert sich an den zu erwartenden Temperaturen und hält auf jeden Fall eine frostresistente Mischung parat. Tipp: 5-Liter-Kanister im Großmarkt kaufen und in einen weiteren leeren Kanister Leitungswasser einfüllen. Dann bei Bedarf Konzentrat zum Wasser geben und diese fertige Mischung in den Waschbehälter gießen. Bei mehr Kälte einfach Konzentrat nachgießen.

Klarer Blick macht sicherer: Die Frontscheibe

Die Frontscheibe sollte genau angeschaut werden: Kleinste Löcher können bei starken Temperaturschwankungen zu Rissen führen - gegebenenfalls Scheibenspezialisten aufsuchen.

Alle Scheiben innen sorgfältig von den oft schlierigen Belägen (Staub, Rauch) befreien. Die Fensterführungen kann man mit etwas Talkum behandeln, die Türdichtungen mit Hirschtalg (gibt es als Stift im Autofachhandel).

Die Scheibenwischer werden im Herbst und Winter besonders gefordert. Wenn sie noch gut sind, muss man sie nicht wechseln - aber man sollte eine Reservegarnitur (auch für die Heckscheibe) preisgünstig einkaufen, weil sie unterwegs meist viel teurer sind, wenn man überhaupt die passenden auf die Schnelle finden kann.

Nach der Montage der Winterreifen muss unbedingt der Luftdruck kontrolliert werden, auch der des Ersatzrads. Unser Tipp: 0,2 bar mehr als vom Autohersteller empfohlen. Das hilft Sprit sparen.

Wichtig auf langen Fahrten im Winter

Verbandskasten und Warnwesten gehören in der kalten Jahreszeit unbedingt in Reichweite und nicht in eine Nische des Kofferraums. Zumindest bei längeren Fahrten sollte man auch eine große und wärmende Decke ins Auto legen. Schneeketten und Abschleppseil können im Kofferraum liegen.
Wer in Skigebiete mit viel Schnee fährt, dem kann auch ein Klappspaten helfen. Ein bis zwei Schirme und mindestens ein paar gute Handschuhe sowie eine Strickmütze gehören ebenfalls zur Winterausrüstung.

Auch im Winter klimatisieren

Wer die Klimaanlage im Winter ganz ausschaltet, wird schnell mit feuchter Luft an den Scheiben konfrontiert, wenn die Passagiere nasse Kleider und Schuhe haben. Zumindest am Anfang einer Fahrt sollte man auf die Klimatisierung nicht verzichten. Zumal monatelanger Stillstand dem Kompressor nicht gut tut.

Apropos Klima: Dass man sein Auto in großer Kälte nicht warmlaufen lassen kann, um vorgewärmt fahren zu können, ist hinlänglich bekannt - wird aber dennoch oft beobachtet. Wer in ein straßenkaltes Auto steigen muss, sollte zumindest einen guten Anorak oder eine ähnliche Jacke tragen. Lange Mäntel taugen nichts im Auto. Gegen das eiskalte Lenkrad helfen Handschuhe. Gleichwohl sollten Jacke und Handschuhe nach kurzer Zeit ausgezogen werden, damit man bequem sitzen und sicher lenken kann.

Elektrische Sitz- und Scheibenheizungen erleichtern den Start, sind aber gewaltige Stromfresser und sollten ebenfalls nach wenigen Minuten wieder ausgeschaltet werden.

Kleine wertvolle Helfer

Unverzichtbar sind typische Winterartikel: Ob Eiskratzer oder Frontscheibenfolie für Laternenparker - oft hat man sie verlegt oder sie sind verschlissen. Deshalb rechtzeitig für Ersatz sorgen. Zwei Eiskratzer sind besser als einer - dann kann der Mitfahrer auch zur Klarsicht beitragen.

Ein haushaltsüblicher Handfeger hilft, dicken Schnee vom Auto zu kehren. Für Vans und Kleinbusse gibt es spezielle Besen mit verlängertem Stiel - die freilich sind sperrig im Kofferraum. Einige haben Teleskopstangen, die wiederum wackeln nach einigen Einsätzen. Wer den Schnee auf dem Auto beseitigt, sollte nicht vergessen, die Sensoren für die Parkhilfe (sitzen in den Stoßfängern und seitlich an den Kotflügel) ebenfalls zu befreien sowie die Linse der Rückfahrkamera. Dabei ist Vorsicht geboten, damit diese empfindlichen Bauteile beim Eis- und Schneeablösen nicht beschädigt werden.

Für Winterurlauber, die mit längeren Staus rechnen müssen, empfehlen Autoclubs und Hilfsdienste unter anderem Getränke und Lebensmittel mitzuführen, beispielsweise auch Thermoskannen mit Tee oder Kaffee. Ein wirklich heißer Tipp sind Teelichter, mit denen man im Winterstau im Auto - bei genügend Vorsicht! - doch eine Mindestwärme erzeugen und halten kann. Zwischendurch immer mal wieder kurz für Frischluft sorgen.

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R+V24 Team Experten rund ums Auto

Mehr als nur die Versicherung von Fahrzeugen! Das R+V24-Team der Kfz-Versicherung schreibt über Erfahrungen sowie Kenntnisse rund um das Thema Auto, Motorrad, Roller und Co. So arbeitet ein bunt gemischtes Team daran, die Faszination und das Wissen für alles auf Rädern hier im Magazin zu teilen.

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