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Umweltzonen in Deutschland – das müssen Sie wissen

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Umweltzonen in Deutschland – das müssen Sie wissen

Um die Feinstaubbelastung einer Stadt zu verringern, entschied sich die Bundesregierung 2008 für die Einführung von Umweltzonen in ganz Deutschland. Diese Gebiete dürfen Sie mit Ihrem Auto nur durchfahren, wenn Sie eine entsprechende Umweltplakette an Ihrer Windschutzscheibe befestigt haben. Mittlerweile gibt es in Deutschland rund 58 Umweltzonen. Eingeführt wurden sie, um die Feinstaubbelastung in den Städten zu reduzieren. Feinstaub, auch Schwebstoff genannt, entsteht durch Autoabgase ebenso wie durch Bremsen-Abrieb und Reifenabnutzung. Welche Feinstaubplakette in welcher Stadt notwendig ist und worauf Sie bei den Umweltzonen der einzelnen Städte achten müssen, erklären wir Ihnen in diesem Magazin.

13.01.2021 | R+V24 Team

In welchen Städten Deutschlands gibt es Umweltzonen?

Laut Bundesumweltamt befinden sich in folgenden Städten Umweltzonen, die Sie nur mit einer grünen Plakette durchfahren dürfen:

  • München
  • Hamburg
  • Berlin
  • Augsburg
  • Münster
  • Dresden
  • Mannheim
  • Nürnberg
  • Bochum
  • Bonn
  • Bottrop
  • Bremen
  • Dortmund
  • Duisburg
  • Düsseldorf
  • Essen
  • Frankfurt a.M.
  • Freiburg
  • Gelsenkirchen
  • Gmünd
  • Hannover
  • Heidelberg
  • Heilbronn
  • Herrenberg
  • Ilsfeld
  • Karlsruhe
  • Köln
  • Leonberg
  • Ludwigsburg
  • Mühlacker
  • Mülheim a. d. Ruhr
  • Münster
  • Neu-Ulm
  • Neuss
  • Oberhausen
  • Osnabrück
  • Pfinztal
  • Pforzheim
  • Pleidelsheim
  • Recklinghausen
  • Reutlingen
  • Stuttgart
  • Tübingen
  • Ulm
  • Wuppertal

In allen oben genannten Städten ist eine grüne Schadstoffplakette Pflicht – außer in Neu-Ulm. Dort reicht aktuell noch eine gelbe Plakette aus. Die Umweltzonen in Deutschland dürfen Sie ohne Plakette nicht befahren, ansonsten droht Ihnen ein Bußgeld. Die Höhe finden Sie im Bußgeldkatalog.

Woran erkennen Sie, welche Plakette Sie in den Umweltzonen Deutschlands benötigen?

Wie bereits erwähnt, sind Sie mittlerweile zur Führung einer grünen Umweltplakette beispielsweise in München, Berlin und Köln verpflichtet. Erkennen können Sie dies an folgender Beschilderung:

Diese Schilder zeigen Ihnen an, an welcher Stelle die Umweltzonen in Deutschland beginnen und mit welcher Plakette Sie freie Fahrt haben. Achtung: Verpflichtet sind im Übrigen nur Pkw, Nutzfahrzeuge und Busse. Motorräder und Oldtimer hingegen benötigen keine Plakette, um die Umweltzonen in Deutschland befahren zu dürfen.

Blick auf die Leopoldstraße in München. Autoverkehr bei Sonnenuntergang.

Brauchen wir in München, Nürnberg, Mannheim etc. wirklich Umweltzonen?

Die Einführung der Fahrverbote hat durchaus ihren Sinn. Schließlich dient sie in erster Linie dazu, die Grenzwerte der Feinstaubbelastung nicht zu überschreiten. Das bedeutet: Je mehr Fahrzeuge in einer Stadt fahren, umso höher wird die Feinstaubbelastung. Gerade alte Autos liegen oft über dem kritischen Wert. Damit sich kein toxischer Feinstaub in den Städten bildet, wurden die Umweltzonen in ganz Deutschland eingerichtet. Dies dient sowohl dem Umweltschutz als auch der Gesundheit der Bevölkerung.

Vorteile und Nachteile von Umweltzonen in Deutschland

Wie so oft handelt es sich hierbei um ein sehr umstrittenes Thema, welches sowohl Befürworter als auch Gegner mit sich bringt. Kritisch zu betrachten sind folgende Faktoren:

  • Verwaltung: Nach der Einführung war der Verwaltungsaufwand zunächst sehr hoch. Schließlich mussten Plaketten hergestellt werden. Zudem bedurfte es Personal und Technik für die Umsetzung ebenso wie für die Überwachung.
  • Ineffizienz: Gerade Automobilclubs kritisierten, dass nicht nur Fahrzeuge zu einer hohen Feinstaubbelastung beitragen, sondern ebenfalls Heizanlagen. Man müsse das Thema demnach großflächig angehen und nicht nur Autofahrer durch die Plakette belasten.
  • Messverfahren: Bei Fahrzeugen wird aufgelistet, wie hoch die Menge an Feinstaub ausfällt. Was jedoch nicht bedacht wird ist die generelle Zusammensetzung der Feinstaubpartikel. Schließlich sind nicht nur Autos an der Belastung Schuld. Kritiker befürchten, dass die Umweltzonen in Deutschland nur geringen Einfluss nehmen.

Im Laufe der vergangenen Jahre wurden aber auch positive Veränderungen verzeichnet, welche die Einführung von Umweltzonen in Deutschland durchaus sinnvoll machen:

  • Liquidität: Die Mobilindustrie hat reagiert und daraufhin schadstoffärmere Fahrzeuge auf den Markt gebracht. Ein bedeutender Durchbruch war die Förderung von sogenannten Elektroautos. Allein aus diesem Grund sank die Feinstaubbelastung in den einzelnen Umweltzonen Deutschlands. Entscheidend dafür war aber auch die Tatsache, dass seit einigen Jahren ausschließlich grüne Plaketten in den Umweltzonen erlaubt sind.
  • Luftqualität: Weniger Autos in den Innenstätten, verbesserte Fahrzeuge im Bereich Schadstoff und die Eingrenzung durch die Plaketten hat bewirkt, dass sich die Luftqualität nachweislich in den Umweltzonen Deutschlands verbessert hat.

Was können Sie tun, wenn Sie keine grüne Umweltplakette haben?

Obwohl bereits zu Beginn der Einführung von Umweltzonen in Deutschland rund 90 Prozent aller Fahrzeuge die Voraussetzungen für eine grüne Plakette erfüllten, gibt es Autos, die den Anforderungen nicht gerecht werden. Diese stehen nun vor dem Problem, dass Sie die betreffenden Bereiche nicht befahren dürfen. Leider bleibt Ihnen in diesen Fällen nichts anderes übrig, als die Umweltzonen zu umfahren. Gerade in großen Umweltzonen, wie beispielsweise im Ruhrgebiet oder München, ist das nur schwer bis gar nicht möglich. Entscheiden Sie sich jedoch dafür, trotz des Verbots weiterzufahren, sind Bußgelder in Höhe von 80 Euro keine Seltenheit.

R+V24 Team Experten rund ums Auto

Mehr als nur die Versicherung von Fahrzeugen! Das R+V24-Team der Kfz-Versicherung schreibt über Erfahrungen sowie Kenntnisse rund um das Thema Auto, Motorrad, Roller und Co. So arbeitet ein bunt gemischtes Team daran, die Faszination und das Wissen für alles auf Rädern hier im Magazin zu teilen.

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