Suche
Login
Menü
Sicherheitsabstand

R+V24 Magazin
Rund ums Fahren

Aktuell, Hilfreich, Spannend

Sicherheitsabstand ist enorm wichtig

Der Sicherheitsabstand sollte nach einer Faustregel von Verkehrsexperten den halben Tachowert betragen. Diese Regel lernt jeder Fahrschüler am Anfang seiner Autofahrerkarriere. Hier können Sie nachlesen wieso das enorm wichtig ist.

05.05.2020 | R+V24 Team

Als Faustregel gilt: halber Tacho

Der Sicherheitsabstand sollte nach einer Faustregel von Verkehrsexperten den halben Tachowert betragen.

Diese Regel lernt jeder Fahrschüler am Anfang seiner Autofahrerkarriere. Fährt man mit 100 km/h über die Autobahn, sollte man mindestens gute 50 Meter hinter seinem Vordermann herfahren. Zur Orientierung dienen können dabei die schwarz-weißen Leitpfosten, die alle 50 Meter am Straßenrand aufgestellt sind.

Sicherheitsrisiko Abstand

Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) hat dazu einen Auffahrunfall mit Tempo 100 simuliert. Bei einem Abstand von lediglich 15 Metern, ein Wert wie er täglich auf Deutschlands Autobahnen zu beobachten ist, prallt das hintere Fahrzeug mit großer Wucht auf das bremsende Vorderauto. Dazu gibt es auch ein Video auf dem Youtube-Kanal der UDV.
 

  • Statistik bestätigt Tests

Der Test simuliert dabei kein seltenes Szenario. Die Bundesstatistik weist für 2008 rund 43.000 Unfälle mit Verletzten oder Getöteten aus, bei denen die Ursache "Ungenügender Sicherheitsabstand" war.

Das sind nach Angaben der UDV rund 13 Prozent aller Unfälle dieser Kategorie. Bei rund 29 Prozent aller Unfälle mit Getöteten auf Autobahnen war zu geringer Sicherheitsabstand eine Unfallursache. Die UDV gibt darüber hinaus an, dass schwere und tödliche Verletzungen bei einem Auffahrunfall mit zwei zu wenig voneinander entfernten fahrenden Autos wesentlich wahrscheinlicher sind. Sind mehr als zwei Autos in den Crash involviert steigt die Unfallschwere nochmal an. In diesem Fall ist bei jedem dritten Unfall ein Schwerverletzter oder Getöteter zu erwarten, so die UDV.
 

  • Vor allem Männer missachten den Sicherheitsabstand

Autofahrer schätzen nach Angaben der UDV in der Regel sowohl Entfernungen als auch Geschwindigkeiten zu niedrig ein. Der UDV stellt darüber hinaus fest, dass 80 Prozent der Auffahrunfälle außerorts von Männern verursacht werden.

Ebenfalls 80 Prozent dieser Unfälle ereignen sich auf frei befahrbarer Strecke, ohne Kreisverkehre, Einmündungen oder ähnliches. Männer verstoßen den Untersuchungen zufolge wesentlich häufiger gegen die Sicherheitsabstandsvorgabe. Die UDV sieht den Grund darin, dass viele Männer meinen, mit ihrer langjährigen Autofahrerfahrung das Risiko durch verkürzten Abstand wett machen zu können. Der Test hat jedoch gezeigt, dass selbst ein Unfallprofi keine Chance hat genügend abzubremsen, wenn der Abstand zu kurz ist.
 

  • Wetterbedingungen beeinflussen Abstandsregel

Bei ungünstigen Wetterbedingungen müssen Autofahrer den Sicherheitsabstand wesentlich großzügiger kalkulieren. Auf Schnee und Eis kann sich der Bremsweg vervielfachen.

Wer mit 50 Stundenkilometern unterwegs ist, muss laut Schätzung des ADAC im Trockenen knapp elf Meter Bremsweg einkalkulieren, auf regennasser Fahrbahn 20 Meter, bei Schnee 37 Meter und bei Eisglätte 100 Meter.

Eine verlässliche Faustregel für den richtigen Sicherheitsabstand gibt es demnach aber leider nicht, da die Straßenverhältnisse individuell sehr unterschiedlich sein können. Übrigens trägt ABS kaum zu einem kürzeren Bremsweg bei. Das den Anti-Blockier-System verhindert allerdings ein Blockieren der Räder und ermöglicht so das Lenken beim Bremsen und verbessert bei trockener Fahrbahn die Bodenhaftung beim Bremsen.
 

  • Vorschläge der UDV

Die UDV hat verschiedene Vorschläge gemacht, um das Abstandsrisiko zu verringern:

  • Intelligente Tempomate sollen in Kombination mit Notbremssystemen in allen Pkw verbindlich vorgeschrieben werden.
  • Nachrüstbare Abstandswarnsysteme sollten verstärkt angeboten und ihr Einbau von den Herstellern und Sicherheitsorganisationen empfohlen werden.
  • Erste-Hilfe leisten.
  • Es sollte besser über die Wahrnehmungsdefizite der Fahrer und die verfügbaren Hilfsmittel (Tachoblick, Leitpfosten) informiert werden.
  • Der Abstand sollte regelmäßig kontrolliert, "Unbelehrbare" sollten sanktioniert werden.

R+V24 Team Experten rund ums Auto

Mehr als nur die Versicherung von Fahrzeugen! Das R+V24-Team der Kfz-Versicherung schreibt über Erfahrungen sowie Kenntnisse rund um das Thema Auto, Motorrad, Roller und Co. So arbeitet ein bunt gemischtes Team daran, die Faszination und das Wissen für alles auf Rädern hier im Magazin zu teilen.

Weitere Artikel

Jetzt R+V24-Newsletter abonnieren

Mit dem kostenlosen R+V24-Newsletter sind Sie einfach besser informiert:

  • Wissenswertes rund um die Kfz Versicherung
  • Praktische Tipps, Tricks und Trends
  • Gutschein- und Gewinnaktionen
Newsletter abonnieren

Hinweise zu der von der Newsletter-Einwilligung mitumfassten Erfolgsmessung, Protokollierung Ihrer Anmeldung und Ihren Widerrufsrechten erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Sie können den Newsletter jederzeit über eine E-Mail an info@rv24.de oder über den Abmelde-Link im Newsletter abbestellen.

Das könnte Sie auch interessieren

Zum Seitenanfang
© R+V Direktversicherung AG 2021 | Kfz-Versicherung für Auto, Motorrad & Roller | Alle Rechte vorbehalten