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Parken im Parkhaus: Dos and Don‘ts

Parken im Parkhaus: Oftmals die einzige Möglichkeit, um in Großstädten einen Parkplatz zu finden. Ideal sind sie allerdings nicht für jeden Autofahrer. Enge Spuren, unübersichtliche Flächen – um nur einige Punkte zu nennen. Umso wichtiger ist es, dass Sie wissen, welche Verkehrsregeln im Parkhaus gelten.

30.08.2021 | R+V24 Team

Parkhäuser sind praktisch, wenn Sie Ihren Wagen schnell abstellen und nicht lange nach einem kostenlosen Parkplatz in der Stadt suchen möchten. Allerdings bedeuteten Sie für viele Autofahrer auch Stress. So sind die Häuser oft eng und übersichtlich, die Parklücken schmal, es ist wenig Platz zum Rangieren vorhanden und Fahrzeuge halten sich beim Abbiegen häufig nicht an geltende Verkehrsregeln. Kurz: In ein Parkhaus zu fahren, kann Sie Nerven kosten. Wichtig ist es daher, einige grundlegende Verhaltensregeln zu kennen und zu befolgen. Im Folgenden geben wir Tipps und erklären, wie das Parken im Parkhaus stressfrei funktioniert.

Welche Vorschriften gelten im Auto-Parkhaus?

Verkehrsschilder sind in Parkhäusern oft Mangelware, daher tut es Not, sich über die geltenden Parkhaus-Regeln zu informieren. Im Allgemeinen gilt auch im Parkhaus die Straßenverkehrsordnung (StVO) – Autofahrer haben sich also an die üblichen Gesetze zu halten. Daneben tritt das Hausrecht des Betreibers in Kraft. So kann Letzterer Schilder aufhängen und unbefugte Fahrzeuge abschleppen lassen. Von großer Bedeutung ist der erste Paragraph der StVO, welcher besagt, dass die Teilnahme am Straßenverkehr ständig Vorsicht und Rücksicht erfordert. Entsprechend gilt es – insbesondere bei sperrigen und unübersichtlichen Parkhäusern –, vorausschauend zu fahren. Im Idealfall bewegen Sie sich in Schrittgeschwindigkeit und verfolgen Ihr Umfeld aufmerksam, damit Sie jederzeit bremsen können. Die Fahrbahnmarkierungen und -spuren erleichtern zwar das Navigieren in Parkhäusern, sind aber nur als Empfehlung zu betrachten. Fahrzeuge müssen den Spuren nicht folgen. Daher sollten Sie immer darauf gefasst sein, dass Ihnen unerwartet ein Fahrzeug entgegenkommt. Üben Sie außerdem keinen Druck auf andere Verkehrsteilnehmer aus – etwa wenn diese gerade dabei sind, einzuparken. Falls Sie sich aggressiv verhalten, nah auffahren oder sogar hupen, provoziert das Unfälle. Unprovoziertes Hupen gilt außerdem als Ordnungswidrigkeit.

Was gilt es, beim Parken im Parkhaus zu beachten?

Auch beim Parken im Parkhaus gibt es gewisse Regeln zu beachten. Wenn Sie ein anderes Auto zuparken, erfüllt dies beispielsweise den Tatbestand der Nötigung – in der Folge wird Ihr Wagen möglicherweise abgeschleppt. Falls Sie Markierungen überschreiten, gilt das ebenfalls als Ordnungswidrigkeit. Besonders saftige Bußgelder winken, wenn Sie spezielle Parkplätze besetzen. Solche sind beispielsweise:

  • Familienparkplätze
  • Frauenparkplätze
  • Behindertenparkplätze

Parkplatzbetreiber können bei Fehlverhalten Straf-Gebühren verhängen. Übrigens: Das Reservieren von Parkplätzen ist nicht zulässig.

Parkhaus-Vorschriften: Wann gilt rechts vor links?

Grundsätzlich gilt beim Parken im Parkhaus zwar die Straßenverkehrsordnung, rechts vor links müssen Autofahrer aber nur auf Spuren befolgen, die einen „straßenähnlichen Charakter“ haben. Das sind beispielsweise die Fahrspuren, welche zum Ausgang führen. Bei den sogenannten Suchspuren neben den Parkplätzen ist es dagegen laut Auto-Parkhaus-Verkehrsregeln nötig, sich mit Hand- oder Rufzeichen zu verständigen.

Wer haftet für Schäden, die beim Parken in Parkhäusern auftreten?

Beim Parken in Tiefgaragen oder Parkhäusern haften Parkhausbetriebe nur in Ausnahmefällen. Die meisten Parkhäuser schließen die Haftung bei Diebstählen und Sachbeschädigung aus. In der Regel bleiben Sie daher auf den Kosten sitzen. Sie können Betreiber allerdings bei Unfällen haftbar machen, sofern Sie nachweisen können, dass diese durch fehlerhafte Einrichtungen provoziert wurden wie:

  • Schlechte Beleuchtung
  • Kaputte Schranken
  • Fehlerhafte Beschilderung
So verhalten Sie sich bei Parkremplern 

Bei Remplern im Innenbereich wie außerhalb von Parkhäusern gilt es zuerst, die Polizei zu rufen. Hat sich der Verursacher des Parkschadens aus dem Staub gemacht und ist nicht auffindbar, können Sie ihn auch in angrenzenden Kaufhäusern oder Flughäfen ausrufen lassen. Hilfreich sind außerdem Zeugen oder Fotos, falls Sie Anzeige erstatten wollen.

Parkhäuser verfügen zwar häufig über Videoüberwachung, die Betreiber müssen Ihnen aber die Aufnahmen nicht zur Verfügung stellen.

Wie lange hat man im Parkhaus Zeit zum Ausfahren?

Derzeit existiert keine verbindliche Regelung, die festlegt, wie viel Zeit Autofahrer nach dem Bezahlen haben, um herauszufahren. Wenn Sie es nicht rechtzeitig bis zur Schranke schaffen – etwa, weil der Verkehr sich staut oder Sie schlicht getrödelt haben –, müssen Sie daher üblicherweise nachzahlen. Die meisten Betreiber veranschlagen ca. 15 Minuten, um das Gebäude zu verlassen. Lassen Sie sich nach dem Parken und Bezahlen im Parkhaus also nicht zu viel Zeit.

Gut zu wissen: Achten Sie außerdem darauf, Ihr Parkticket stets griffbereit zu haben. Wenn Sie den Parkschein verlieren, müssen Sie am Parkscheinautomaten einen Pauschalbetrag oder sogar den Tageshöchstsatz bezahlen.

Wozu dienen die „Bitte vorwärts einparken“-Schilder im Parkhaus?

Vorwärts Einparken in Parkhäusern ist eine Vorsichtsmaßnahme gegen Abgase. Zeigen die Auspuffanlagen zu den Wänden, können dort Verschmutzungen entstehen. Außerdem verschwinden die Gase schneller, wenn sie in Richtung der Fahrspuren ausgestoßen werden.

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Mehr als nur die Versicherung von Fahrzeugen! Das R+V24-Team der Kfz-Versicherung schreibt über Erfahrungen sowie Kenntnisse rund um das Thema Auto, Motorrad, Roller und Co. So arbeitet ein bunt gemischtes Team daran, die Faszination und das Wissen für alles auf Rädern hier im Magazin zu teilen.

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