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Regelmäßige Augenuntersuchung

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Sehtest für den Führerschein: Regelmäßige Augenuntersuchung für alle Autofahrer!

Der Sehtest ist eine Voraussetzung dafür, dass Sie Ihren Führerschein machen dürfen. Denn nur so kann der Gesetzgeber gewährleisten, dass Ihr Sehvermögen für den Straßenverkehr ausreicht. Wir erklären Ihnen, warum der Test so wichtig ist und was auf Sie zukommt.

02.08.2021 | R+V24 Team

Eins ist klar: Wer sich ans Steuer setzt, muss gut sehen können. Darüber muss man gar nicht reden, das ist selbstverständlich. Deshalb muss jeder Führerschein-Neuling, bevor er die Prüfung ablegt, einen Sehtest machen – so schreibt es die Fahrerlaubnis-Verordnung vor. Das Ergebnis des Sehtests für den Führerschein wird in diesen eingetragen, damit bei Kontrollen für die Polizei gleich ersichtlich ist, dass Sie eine Sehhilfe benötigen. Wer also die Prüfung ablegt und in Zukunft ein Fahrzeug führen will, der muss eine Sehleistung (Visus) von mindestens 70 Prozent auf beiden Augen haben – so ist es in der Fahrerlaubnis-Verordnung festgelegt.

Regelmäßige Augenuntersuchung

Welche Führerscheinsehtests müssen Sie ablegen?

Der Sehtest zur Fahrtauglichkeit sieht verschiedene Tests vor – diese können von jedem Augenarzt oder auch Augenoptiker vorgenommen werden. Der Sehtest für den Führerschein hat einen festgelegten Ablauf:

In der Regel wird ein allgemeiner Sehtest gemacht, also der „Klassiker“, den wir alle kennen: Buchstaben stehen in Reihen untereinander und die Buchstaben werden von Reihe zu Reihe kleiner. Diese muss der Prüfling vorlesen, mit jeweils einem Auge oder auch mit beiden Augen gleichzeitig. Können Sie die ersten Zeilen problemlos vorlesen, besteht kein Zweifel an der Sehschärfe. Bei einem weiteren Sehtest für den Führerschein werden der Testperson offene Kreise in verschiedenen Größen gezeigt. Die Öffnungen sollten die Probanden problemlos erkennen.

Rot-Grün-Schwäche
Rot-Grün-Schwäche

Doch es gibt noch einige andere Sehschwächen, die nicht die Sehschärfe betreffen, im Straßenverkehr aber dennoch gefährlich sein können: zum Beispiel die Rot-Grün-Schwäche. Hier kann der Betroffene die Farben rot und grün nicht oder nur sehr schwer auseinanderhalten. Auch das wird im Sehtest für die Führerscheinprüfung untersucht. Den Test kennen die meisten sicher auch: Dem Prüfling wird ein Bild gezeigt, das aus vielen Punkten in einer bestimmten Farbe besteht, in der Mitte steht eine Zahl – ebenso aus verschiedenen Punkten in einer anderen Farbe. Diese „Punktewolke“ ist meistens grün (außen), die Zahl ist dann rot – oder umgekehrt. Menschen, die unter einer Rot-Grün-Schwäche leiden, haben Probleme, diese Zahl zu lesen.

Wurden diese Sehtests alle ohne Beanstandung abgelegt, gilt die Augenuntersuchung als bestanden und es steht dem Ablegen der Führerscheinprüfung nichts mehr im Wege.

Doch wie sieht es bei Nachtfahrten aus?

Was die meisten Autofahrer nicht wissen: etwa ein Viertel aller Menschen sieht in der Dunkelheit schlechter als am Tag. Deshalb sollten Sie im Rahmen Ihres Sehtests für den Führerschein beim Augenarzt oder Augenoptiker auch das sog. Dämmerungssehvermögen untersuchen lassen. So kann es nämlich sein, dass Sie in der Nacht kurzsichtiger sind als am Tag, Gegenstände später erkennen oder auch lichtempfindlicher sind, weil Ihr Blendungsempfinden zu ausgeprägt ist.

Die Augen können sich im Laufe der Zeit ändern

Mit steigendem Alter kann sich das menschliche Auge verschlechtern – die Sehstärke kann abnehmen, zusätzlich können andere Krankheiten auftreten: ältere Menschen leiden häufiger am Grauen oder auch Grünen Star oder einer Makuladegeneration. Bei allen drei Krankheiten schwindet das Sehvermögen. Das ist natürlich besonders im Straßenverkehr gefährlich und sollte deshalb unbedingt behandelt werden. Es ist daher ratsam, in bestimmten Abständen weitere Sehtests durchzuführen, wenn Sie den Führerschein behalten wollen. Eine Sehschwäche ist leicht mit Hilfe einer Brille und den richtigen Gläsern auszugleichen.

Achtung: Es kann passieren, dass Sie während der Führerscheinprüfung stechend scharf sehen konnten, aber nach einigen Jahren doch eine Sehhilfe benötigen. Eine Änderung im Führerschein ist in diesem Fall nicht notwendig.

Führerschein ändern nach Augenlasern

Anders jedoch bei Augenkorrekturen durch Lasern. Wurden die Augen eines Autofahrers mittels Laser-Methode korrigiert, so muss dies im Führerschein geändert werden bzw. sollten Sie die zum Führerscheinerwerb diagnostizierte Sehschwäche im Führerschein korrigieren lassen. Dies ist nach einem erneuten Sehtest bei einem Augenarzt oder Optiker möglich. Dieser erstellt Ihnen für Ihren Führerschein nach der Augenuntersuchung eine Bescheinigung aus, den Sie der Fahrerlaubnisbehörde vorlegen. Dann erhalten Sie einen neuen Führerschein, der keine Sehschwäche mehr ausweist. Da man sich schnell an das schlechtere Sehen gewöhnt, wenn die Sehkraft nachlässt, ist es ratsam, sich einer regelmäßigen Kontrolle beim Augenarzt zu unterziehen – am besten einmal jährlich. Nur so können Autounfälle aufgrund eines mangelnden Sehvermögens vermieden werden – diese betragen laut Schätzungen von Experten rund 300.000 pro Jahr.

Sehtest für den Führerschein – welche Kosten kommen auf Sie zu?

Der Sehtest bei einigen Optikern ist kostenlos – egal, ob für den Führerschein oder eine neue Brille. In der Regel fallen jedoch selten höhere Kosten als sieben Euro an. Empfehlung: Auch wenn es beispielsweise für die Führerscheinklasse B nicht notwendig ist, empfiehlt es sich, jährlich einen Augentest für den Führerschein durchzuführen. Dadurch gewährleisten Sie, dass Sie sicher durch den Straßenverkehr kommen. Die Kosten für den Sehtest für einen Führerschein beim Augenarzt variieren ebenfalls und können teilweise höher ausfallen als beim Optiker. Dennoch sind Sie bei den Führerscheinklassen C und D (sowie allen dazugehörigen Führerscheinklassen) zum Besuch bei einem Augenarzt verpflichtet. Das betrifft zum Beispiel den Sehtest für einen Lkw-Führerschein. Dieser hat nur eine Gültigkeit von zwei Jahren und muss daher von allen Berufskraftfahrern regelmäßig wiederholt werden. Lassen Sie sich nicht von den Führerschein-Kosten abschrecken. Es hat durchaus seinen Sinn, dass Lkw- oder auch Busfahrer regelmäßig zum Test müssen. Berufskraftfahrer sind sehr lange und sehr viel auf deutschen Straßen unterwegs – ihre Sehkraft sollte daher ausgezeichnet sein, um andere Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden.

Sehtest für den Führerschein nicht bestanden, was tun?

Sie wollen einen Sehtest machen, ihn bei der Fahrschule abgeben – doch dann bestehen Sie ihn nicht. Das bedeutet nicht, dass Sie nun niemals ein Auto fahren dürfen. Es zeigt lediglich, dass Sie eine Sehhilfe benötigen. Der nächste Gang ist also zum Augenarzt. Anschließend können Sie den Sehtest für den Führerschein mit Brille nachholen. Nicht vergessen: Die Sehhilfe wird im Führerschein eingetragen. Hält Sie die Polizei an und Sie nutzen weder eine Brille noch Kontaktlinsen, müssen Sie gemäß Bußgeldkatalog mit einer Strafe von mindestens 25 Euro rechnen.

Grafik © Wikimedia – Bautsch

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