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Parkverbotsschilder: Welche gibt es und welche Bedeutung haben sie?

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Parkverbotsschilder: Welche gibt es und welche Bedeutung haben sie?

Sie finden mitten in der Stadt den perfekten Parkplatz, sind sich aber nicht immer 100-prozentig sicher, ob Sie ihn auch nutzen dürfen? Sie glauben, alles richtig zu machen, finden aber trotzdem immer wieder einen Strafzettel auf der Frontscheibe vor? Dann sind Sie reif für eine Auffrischung in Sachen Parkverbot. Lesen Sie jetzt alles, was Sie über das Parkverbot wissen sollten, und sagen Sie dem Parkknöllchen für immer Lebewohl!

01.03.2021 | R+V24 Team

Die wichtigsten Infos auf einen Blick

  1. Die StVO unterscheidet zwischen absolutem und eingeschränktem Halteverbot – letzteres wird umgangssprachlich als Parkverbot bezeichnet und ist durch Parkverbotsschilder gekennzeichnet.
  2. Als Parken gilt laut Verkehrsrecht, wenn Sie Ihr Fahrzeug für länger als drei Minuten anhalten und verlassen.
  3. Parkverbotsbereiche werden durch Halteverbotsschilder markiert. Dennoch ist auch an anderen Stellen das Parken verboten, zum Beispiel an Bahnübergängen oder einer Feuerwehrzufahrt.

Parken oder Halten? – was Parken im Verkehrsrecht bedeutet

Ob Sie noch halten oder schon parken, beurteilt die Straßenverkehrsordnung anhand eines Zeitlimits und Ihrer Intention: Wenn Sie die Fahrt auf der Fahrbahn oder einem Seitenstreifen gewollt unterbrechen, halten Sie nach dem Verkehrsrecht – eine rote Ampel wäre zum Beispiel keine gewollte Unterbrechung.

Wenn Sie Ihr Auto für mehr als drei Minuten stehenlassen und verlassen, wird das von der StVO als Parken gewertet. Nur wenn Sie das Fahrzeug in Sichtweite behalten, wird noch vom Halten gesprochen. Aber Achtung: Auch in diesem Fall gelten 10 Minuten als Toleranzgrenze.

In der Praxis bedeutet das: Wenn Sie während der Fahrt spontan beschließen, noch kurz für das Abendessen einkaufen zu gehen und Ihr Auto dafür verlassen, parken Sie. Wenn Sie aber nur für zwei, drei Minuten stehenbleiben, um einen Blick auf die Karte zu werfen oder sich kurz die Beine zu vertreten und dabei Ihr Auto nicht aus den Augen verlieren, halten Sie.

Achtung, Knöllchengefahr – wo Parken auch ohne Parkverbotsschilder nicht gestattet ist

Die genaue Differenzierung zwischen Parken und Halten ist deswegen relevant, weil in einigen Zonen zwar das Halten, aber nicht das Parken erlaubt ist. Konkret gilt diese Regelung im eingeschränkten Halteverbot, das deswegen im Volksmund als Parkverbot bezeichnet wird. Das Pendant dazu ist das absolute Halteverbot, in dem Sie weder halten noch parken dürfen. Beachten Sie, dass das Parken in folgenden Situationen auch ohne Beschilderung durch ein Parkverbotsschild nicht gestattet ist:

  • Vor und hinter Kreuzungen und Einmündungen in einem Bereich von fünf Metern
  • Wenn das Fahrzeug die Benutzung gekennzeichneter Parkflächen verhindert
  • Vor Ein- und Ausfahrten eines Grundstücks – bei schmalen Straßen auch gegenüber des Grundstücks
  • Über Schachtdeckeln und anderen Verschlüssen – auch wenn das Parken auf dem Gehweg erlaubt ist
  • Von Bordsteinabsenkungen und auf Gehwegen, wenn nicht ausdrücklich erlaubt

Bußgeld bei Parkdelikt: Ob eine Missachtung eines Parkverbotsschildes vorliegt oder nicht, entscheidet die Polizei oder das Ordnungsamt. Grundsätzlich gilt: Wer im Halteverbot parkt, muss mit einem Bußgeld zwischen 10 und 70 Euro rechnen. Die Höhe des Bußgeldes ist abhängig vom Parkzeitraum und davon, inwieweit Ihr geparktes Fahrzeug den Straßenverkehr behindert hat. Welches Bußgeld in welchem spezifischen Fall anfällt, ist im Bußgeldkatalog übersichtlich in einer Tabelle zusammengefasst.

 

Hier niemals parken – wichtige Halteverbotsschilder auf einen Blick

Ein Halteverbot gilt nicht nur in Bereichen, die durch ein entsprechendes Zeichen explizit als solches ausgewiesen sind. Um jedes Halteverbot einhalten zu können, müssen sich Autofahrer auch ein paar andere Verkehrsschilder merken. Aber keine Sorge: In den Bereichen, die nicht durch Parkverbotsschilder markiert sind, ist es selbsterklärend, warum Parken an der betreffenden Stelle verboten ist – eine kurze Wiederholung der Verkehrszeichen ist dennoch sinnvoll:

Hier niemals parken!

Wichtige Halteverbotsschilder auf einen Blick

Andreaskreuz mit Blinklicht für unbeschrankte oder halbbeschrankte Bahnübergänge

Vorfahrtsstraße

Haltestelle

Verbot für Kraftwagen und sonstige mehrspurige Kraftfahrzeuge

Verbot für Kraftwagen und sonstige mehrspurige Kraftfahrzeuge

Kreisverkehr

Kreisverkehr

Parkverbot

Fußgängerzone

Fußgängerzone

Absolutes Halteverbot

verkehrsberuhigter Bereich

Verkehrsberuhigter Bereich

Fußgängerüberweg

Fußgängerüberweg

Parkschilder mit und ohne Pfeil: So erkennen Sie ihre Bedeutung

Ab wo gilt eigentlich ein absolutes oder ein eingeschränktes Halteverbot?

Neben den wichtigsten Verkehrsschildern, folgt hier nun eine Übersicht über sämtliche Parkverbotsschilder samt Erklärung der Halte- und Parkverbote:

Parkschilder mit und ohne Pfeil

Halteverbotsschild ohne Richtungspfeile

Hier herrscht im ganzen Bereich Parkverbot – Sie dürfen allerdings kurz halten.

Halteverbotsschild mit zwei Pfeilen

Hier befinden Sie sich in der Mitte des Halteverbots. Sie dürfen kurz halten.

Halteverbotsschild mit Pfeil nach rechts (weg von der Fahrbahn)

Ab hier endet das eingeschränkte Halteverbot. Kurzes Halten ist erlaubt.

Halteverbotsschild mit Pfeil nach links (zur Fahrbahn)

Ab hier beginnt der Bereich, in dem Parkverbot herrscht. Auch hier dürfen Sie kurz halten.

Rotes Kreuz ohne Pfeil

Hier herrscht absolutes Halteverbot. Das heißt: Sie dürfen hier weder parken noch halten.

Rotes Kreuz mit Pfeil nach links

Hier beginnt der verbotene Bereich. Weder Parken noch Halten ist erlaubt.

Rotes Kreuz mit Pfeil nach rechts

Hier endet das absolute Halteverbot. Parken und Halten ist weiterhin untersagt.

Rotes Kreuz mit zwei Pfeilen

Sie befinden sich in der Mitte des absoluten Halteverbots. Parken und Halten ist hier verboten.

Zonenschild mit Halteverbotsschild ohne Pfeile

Anfang eines Bereichs, in dem eingeschränktes Halteverbot gilt. Hier ist weder Parken noch Halten erlaubt.

Durchgestrichenes Zonenschild mit Halteverbotsschild ohne Pfeile

Hier endet die Zone, in der das eingeschränkte Halteverbot gilt.

Alles im grünen Bereich – hier können Sie ungestört parken

Auf der sichersten Seite sind Sie, wenn ein blaues Schild mit einem großen P oder eine Parkflächen-Markierung ausdrücklich auf einen Parkplatz hinweist. Doch nicht immer sind solche Hinweise zu finden. In diesem Fall können Sie, sofern kein entsprechendes Parkverbotsschild vorhanden ist, auch die Fahrbahn zum Parken nutzen. Achtung: Nicht nur Schilder und Zeichen, sondern auch schraffierte Sperrflächen können auf ein Parkverbot aufmerksam machen.

Auf der Fahrbahn dürfen Sie laut StVO nur den rechten Seitenstreifen zum Parken nutzen, zu dem auch entlang der Fahrbahn angelegte Parkstreifen gehören. Einzige Ausnahmen: Wenn an der rechten Straßenseite Schienen verlaufen oder Sie sich in einer Einbahnstraße befinden, dürfen Sie auch links halten und parken.

Tipp: Um zu vermeiden, dass Sie ein Parkverbotsschild übersehen und dadurch hohe Gebühren bezahlen müssen, ist es ratsam, sich schon im Vorfeld über die Parksituation am Zielort zu informieren: Wo sind Parkplätze vorhanden? Stehen in näherer Umgebung Alternativen zur Verfügung – und wenn ja, sind sie gut zu erreichen? Übrigens: Sie können auch über die Google-Maps-App nach Parkplätzen suchen. Geben Sie dafür einfach Ihren Standort und den Suchbegriff „Parkplätze“ ein. Anschließend können Sie sich von der App direkt zum nächsten Parkplatz navigieren lassen.

Egal ob im Zentrum einer Großstadt wie Hamburg, Berlin oder München oder mitten im Nirgendwo – Die R+V24 wünscht Ihnen eine stressfreie Parkplatzsuche und einen Parkaufenthalt ohne Knöllchen!

Grafiken Verkehrsschilder © Wikipedia

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Mehr als nur die Versicherung von Fahrzeugen! Das R+V24-Team der Kfz-Versicherung schreibt über Erfahrungen sowie Kenntnisse rund um das Thema Auto, Motorrad, Roller und Co. So arbeitet ein bunt gemischtes Team daran, die Faszination und das Wissen für alles auf Rädern hier im Magazin zu teilen.

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