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Parken im Winter

Wer im Sommer schlecht einparkt, tut sich im Winter noch schwerer. Da stört beispielsweise eine dicke Jacke beim unverzichtbaren Blick über die Schulter nach hinten. Im folgenden Beitrag geben wir Ihnen eine Checkliste an die Hand, damit das Parken im Winter sicher klappt.

20.04.2022 | R+V24 Team

Für viele ist der Winter die schönste Jahreszeit. Sie genießen gemütliche Stunden zu Hause und erfreuen sich an Spaziergängen durch herrliche Winterlandschaften. Doch für Menschen, die viel mit dem Auto unterwegs sind, sind gerade die Monate von November bis Februar gar kein Vergnügen. Besonders bei Schneefall ist das Parken im Winter kein Vergnügen. Im folgenden Beitrag geben wir Ihnen 10 nützliche Tipps an die Hand, wie Sie Ihr Auto bei Schnee richtig abstellen.

Das sollten Sie beachten!

Während der kalten Jahreszeit, wenn sich die Temperaturen im Bereich der Minusgrade befinden, müssen Sie häufig mit starkem Schneefall rechnen. Nicht selten kommen Schneestürme ungeplant – wenn Sie morgens Ihre Parklücke auf der Straße noch deutlich erkennen, kann diese abends mit einer dicken Schneeschicht bedeckt sein. Folgende Aspekte sollten Sie beim Parken im Winter unbedingt beachten:

Tipp 1: Vorausschauendes Parken

Der Winter bringt nicht nur Kälte und kurze Tage, sondern birgt auch so seine Tücken für Autofahrer. In der dunklen Jahreszeit ist speziell Vorsicht geboten, um Unfälle zu vermeiden und sicher am Ziel anzukommen.

Auch verschmutzte Außenspiegel und eine verdreckte Heckscheibe behindern das reibungslose Parkmanöver.

Zudem sind Straßenmarkierungen oft von Schnee bedeckt, was das Zurechtfinden auf dem Parkplatz noch schwieriger macht. Häufig verdeckt freigeräumter, womöglich festgefrorener Schnee die Bordsteine. Dann geraten Sie leicht mit den Hinterrädern auf den Gehweg. Parken bei Schnee bedeutet, dass Sie deshalb erst einmal vorwärts in eine (genügend lange) Parklücke fahren und dann zurückrollen sollten. Wer nicht parallel zur Straße, sondern in einer Bucht parkt, sollte ebenfalls rückwärts einfahren. Das garantiert den freien Zugang zur Batterie im Motorraum, falls man nach einer kalten Nacht Starthilfe braucht. Und für den Fall des Abschleppens steht das Auto auch schon richtig.

Tipp 2: Räumfahrzeuge nicht behindern

Im Winter kann es besonders nachts zu starken Schneefällen kommen, sodass die Räum- und Streufahrzeuge bereits zu frühen Morgenstunden unterwegs sind. Wenn Sie Ihr Auto im Winter auf der Straße parken, achten Sie darauf, dass die Räum- und Streufahrzeuge ungehindert durch die Straßen fahren können.

  • Fahren Sie so weit wie möglich an den Straßenrand bzw. Bordstein heran.
  • Parken Sie auf der Straßenseite, wo die meisten Autos stehen, damit möglichst nur eine Straßenseite zugeparkt ist. So können die Räum- und Streufahrzeuge gerade durch die Straßen fahren.
  • Wenn Sie Ihr Auto draußen überwintern, sollten Sie grundsätzlich bedenken, dass Sie für den fließenden Verkehr kein Hindernis darstellen.

Tipp 3: Autoabdeckung einsetzen

Bei kalten Temperaturen und langanhaltenden Schneefällen müssen Sie damit rechnen, dass am nächsten Morgen große Mengen Schnee auf Ihrem Auto liegen. Parken im Winter bedeutet auch, dass Sie daher am nächsten Tag mehr Zeit einplanen müssen, um Ihr zugeschneites Auto startklar zu machen.

  • Nutzen Sie eine vollständige Autoabdeckung für Ihr Fahrzeug, wenn Sie dies draußen überwintern.

  • Schützen Sie Ihre Frontscheibe mit einer Autoscheibenabdeckung. So müssen Sie am nächsten Morgen nur den Schnee vom Rest Ihres Wagens abkehren.

Mit beiden Versionen sparen Sie sich Zeit, da Sie die Autoabdeckungen mit einem Zug von Ihrem Auto nehmen und so Ihr Fahrzeug von Schnee befreien.

Tipp 4: Bordsteine beachten

Haben Sie Ihr Auto endlich abgestellt, zeigt sich das nächste Problem: So manche Autotür schrammt dann mit der Unterkante gegen frostige Schneehaufen, die entlang der Bordsteine verlaufen. Deshalb sollten Sie vor dem Einparken bei Schnee einen Blick nach rechts werfen! Ist viel Schnee am Straßenrand zusammengedrückt worden, kann man sich nicht dicht genug dem Fahrbahnrand nähern, steht also weiter in der Mitte der Straße und macht diese etwas enger. Das erschwert die reibungslose Vorbeifahrt anderer, erst recht beim Aus- und Einsteigen. Daher sollten Sie solche zugeschneiten Parkmöglichkeiten meiden.

Tipp 5: Wischer aufklappen

Wenn Sie Ihr Auto im Winter über längere Zeit abstellen, sollten Sie bei Schneefall die Wischer nach außen klappen - geht allerdings nicht mehr bei allen Autos, seitdem die Achsen der Wischer aus Unfallschutzgründen teilweise von der Motorhaube abgedeckt werden. Dennoch können Sie dann die Wischer ein wenig von der Scheibe lösen, indem Sie deren Arme mit einem geknickten Bierdeckel unterstützten. So verhindern Sie das Festfrieren der Wischerblätter auf der Scheibe. Zudem sollten Sie Schneereste im Bereich der Wischermechanik vollkommen entfernen. Gefrieren diese über Nacht zu Eisklumpen, stören sie am anderen Morgen die Beweglichkeit und ziehen neuen Schnee geradezu magisch an.

Tipp 6: Spiegel einklappen

Manche Außenspiegel lassen sich elektrisch anklappen, andere nur von Hand.

  • Nutzen Sie diese Vorrichtung, wenn Sie im Winter parken, damit Ihre Spiegel nicht vollgespritzt werden, wenn andere Autos vorbeifahren.
  • Schnee am Straßenrand und am Bordstein sorgt ohnehin für eine verengte Fahrbahn. Klappen Sie Ihre Spiegel ein und reduzieren Sie ein Hindernis für andere Verkehrsteilnehmer und Räumfahrzeuge. So verringern Sie zudem das Risiko, dass ein Außenspiegel abgefahren wird.

Nützlich ist auch die vollkommene Reinigung der Front- und Heckscheibe. Was weg ist, müssen Sie am nächsten Morgen nicht mühsam mit dem Eiskratzer entfernen.

Tipp 7: Frostschutz nachfüllen

Oft geht am Ende eines Tages auch die Waschflüssigkeit der Scheibenwaschanlage zur Neige. Zum Parken im Winter zählt auch, Ihr Auto mit genügend Frostschutz zu versorgen. Wenn Sie jetzt nachfüllen, können Sie morgens leichter starten und notfalls dank des Frostschutzes auch die Frontscheibe des Autos schneller von Schnee befreien. Besorgen Sie sich schon rechtzeitig genügend Frostschutz, wenn Sie Ihr Auto winterfest machen. Bei zu erwartendem Schneefall empfiehlt es sich, Eiskratzer und Handfeger in den Kofferraum zu legen oder mit in die Wohnung zu nehmen. So können Sie den Schnee auf dem Autodach und an den Türausschnitten mit dem Besen entfernen und müssen diesen nicht mit der Hand beseitigen. So schön manche Autos geformt sind, so unpraktisch sind sie im Winter. Auch wenn Sie die Tür des zugeschneiten Autos nur einen Spalt öffnen, fällt der Schnee vom Dach direkt auf die Sitze.

Tipp 8: Lenkung einschlagen

Besonders in alpinen Regionen ist das Parken im Winter eine Herausforderung. In Skigebieten parkt man häufig entlang der Straßen, oft an Steigungen oder Gefällen. Hier sollten Sie unbedingt die Lenkung des Autos so eingeschlagen, damit es - sollte es sich in Bewegung setzen - nach rechts rollt. Man erlebt immer wieder, dass auf Schnee oder Eis geparkte Autos bei Wärme von der Mittagssonne ins Rutschen kommen. Das können Sie mit dem Einschlagen des Lenkrades verhindern.

Tipp 9: Niemanden einklemmen

Vor lauter Freude auf den Schlittenhang kann man sein Auto so ungeschickt parken, dass ein anderes nicht mehr wegfahren kann. Parken im Winter bedeutet auch, dass Sie noch einen Blick auf die Gesamtsituation werfen und sich fragen, ob Sie alles richtig gemacht haben, ehe es auf die Piste geht. Und: Da noch nicht alle Autos das Licht beim Parken von alleine ausschalten, sollten Sie auch dies kontrollieren. Sonst fehlt es am Ende eines Wintersporttages am Strom!

Tipp 10: Parkplatz merken

Egal ob Sie zu Hause in der gewohnten Umgebung parken oder im Winterurlaub Ihr Auto draußen abstellen: Merken Sie sich genau, wo Sie Ihr Fahrzeug hinstellen. Zu Zeiten, in denen nachts extremer Schneefall gemeldet ist, verlassen Sie morgens das Haus, und alles ist unter einer dichten Schneedecke eingehüllt. Auf diese Weise sieht ein Auto aus wie das andere. Besonders in dicht beparkten Umgebungen oder in einer für Sie fremden Region kann es da schon vorkommen, dass Sie Ihren Pkw zwischen all den anderen Fahrzeugen suchen müssen. Beim Parken im Winter ist es ratsam, sich einen Anhaltspunkt zu merken, damit Sie im Fall der Fälle Ihren Wagen auch finden.

Fazit

Besonders wenn von November bis Februar die Temperaturen sinken und die Niederschläge steigen, sind wir mit starkem Schneefall konfrontiert. Beim Parken im Winter gibt es, im Vergleich zum Sommer, einige Punkte mehr zu beachten. Denken Sie daran, dass zusammengeschobene Schneehaufen auf der Straße die Parkflächen verkleinern. Stehen Sie deswegen zu weit auf der Fahrbahn, wodurch Sie den Weg für Räum- und Streufahrzeuge versperren, sollten Sie eventuell eine andere Parklücke suchen. Geben Sie zudem acht auf eingeeiste Schneehaufen entlang der Bordsteine, damit Sie beim Parken Ihren Wagen nicht beschädigen. Bordsteine und andere Hindernisse sind häufig durch geräumten Schnee unsichtbar. Wenn Sie wissen, dass Sie Ihr Fahrzeug über mehrere Tage draußen überwintern, sollten Sie einige Vorkehrungen treffen. Legen Sie ein Stück Karton zwischen die Scheibe und die Wischer, damit diese nicht festfrieren. Klappen Sie Ihre Spiegel ein, damit andere Pkw oder Räumfahrzeuge daran nicht hängen bleiben. Rüsten Sie Ihren Wagen mit Frostschutz und Schutzfolie aus, um sich die Arbeit zu erleichtern, wenn Sie beim nächsten Gebrauch Ihr Auto von Schnee befreien müssen. Weiteres Autozubehör im Winter sind Handbesen, Eiskratzer und Scheibenenteiser-Spray. Schlagen Sie die Lenkung ein, wenn Sie an einer Steigung parken. Verschaffen Sie sich am Ende einen Blick über die gesamte Lage: Parken Sie niemanden ein und merken Sie sich Ihre Parklücke, falls über Nacht starker Schneefall eintritt.

R+V24 Team Experten rund ums Auto

Mehr als nur die Versicherung von Fahrzeugen! Das R+V24-Team der Kfz-Versicherung schreibt über Erfahrungen sowie Kenntnisse rund um das Thema Auto, Motorrad, Roller und Co. So arbeitet ein bunt gemischtes Team daran, die Faszination und das Wissen für alles auf Rädern hier im Magazin zu teilen.

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