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Verjährungsfristen bei Strafzetteln

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Gibt es Verjährungsfristen bei einem Strafzettel?

Zu schnell gefahren – geblitzt. Über die rote Ampel – und noch ein Foto. Bußgelder zu diesen Verkehrsvergehen werden uns in der Regel per Post zugestellt und manchmal vergeht auch einige Zeit und man hofft, dass vielleicht doch nichts mehr kommt. Was dann? Kann ein Strafzettel verjähren?

03.11.2015 | R+V24 Team

Bei einer repräsentativen Umfrage haben wir herausgefunden, dass tatsächlich jeder 2. Deutsche unsicher ist, was die Fristen bei Verkehrsvergehen und Strafzetteln anbelangt. Deswegen versuche ich, mal Licht ins Dunkel zu bringen:

Flexible Verjährungsfristen

Prinzipiell gilt für Verkehrsvergehen eine Verjährungsfrist. Die kann aber stark variieren.

Einige Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr verjähren schon nach 3 Monaten. Flattert also in der Zeit weder ein Bußgeldbescheid noch die Ankündigung einer Klage ins Haus, stehen die Chancen nicht schlecht, dass euch die Strafe erspart bleibt.

Allerdings kann sich die Frist durch Unterbrechungen verlängern. Reagiert die zuständige Behörde, druckt sie beispielsweise einen Anhörungsbogen aus, so zählt das bereits als Unterbrechung und die Frist beginnt von Neuem. Auch die eigentliche Zustellung des Bußgeldbescheids wird in diesem Zusammenhang als eine Aktion und somit als Verlängerung bewertet.

Unterschiedliche Verjährungsfristen

Die oben erwähnte drei monatige Verjährungsfrist greift nur bei nicht so schwerwiegenden Vergehen, wie beispielsweise Falschparken oder geringfügigen Geschwindigkeitsüberschreitungen. Ist das Vergehen schwerer oder liegt sogar ein fahrlässiges Verhalten vor, verlängert sich die Verjährungsfrist.

Faustregel: Ordnungswidrigkeiten wiegen nicht so schwer wie Straftaten und folglich ist die Verjährungsfrist in dem Fall auch kürzer.

Fahrten unter Alkohol- oder sogar Drogeneinfluss sind ein gravierendes Vergehn und ziehen daher längere Verjährungsfristen nach sich.

Wie lang die jeweiligen Fristen in den unterschiedlichen Fällen sind, unterscheidet sich stark.

Es lohnt sich, Akteneinsicht zu beantragen, um so Transparenz zu schaffen und den genauen Stand des Verfahrens zu kennen.

Vor allem in Fällen, wo Unklarheiten vorliegen, wie beispielsweise ein angeblicher Geschwindigkeitsverstoß, obwohl man zu dem Zeitpunkt im Urlaub im Ausland war, sollte Akteneinsicht gefordert und Einspruch eingelegt werden.

Wichtig dabei ist, dass der Einspruch innerhalb von zwei Wochen nach der Zustellung des Bußgeldbescheids eingereicht wurde.

Wie sind euere Erfahrungen mit den Verjährungsfristen? Habt ihr schon einmal „Glück“ gehabt und das Knöllchen kam nie an?

Weitere Informationen zu unserer Aktion Durchblick findet ihr auf unserer Homepage.

R+V24 Team Experten rund ums Auto

Mehr als nur die Versicherung von Fahrzeugen! Das R+V24-Team der Kfz-Versicherung schreibt über Erfahrungen sowie Kenntnisse rund um das Thema Auto, Motorrad, Roller und Co. So arbeitet ein bunt gemischtes Team daran, die Faszination und das Wissen für alles auf Rädern hier im Magazin zu teilen.

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