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Erste Hilfe - Unfallort richtig absichern

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Erste Hilfe: Unfallort richtig absichern

Bei einem Unfall sollte die erste Maßnahme des Ersthelfers sein, die Unfallstelle abzusichern. Das dient nicht nur der Sicherheit des Opfers, sondern ebenfalls dem eigenen Schutz. Denn Eigenschutz geht bei der Ersten Hilfe vor. Das müssen Sie wissen, um einen Unfallort abzusichern.

09.08.2021 | R+V24 Team

Im Zeitraum von Januar bis Mai 2021 kam es laut Statistischem Bundesamt zu knapp 830.000 Straßenverkehrsunfällen.* Die hohe Anzahl macht deutlich, dass ein gewisses Risiko besteht, dass jeder Autofahrer irgendwann in seinem Leben Ersthelfer sein könnte. Hierbei ist wichtig, dass Sie in so einem Fall wissen, wie Sie einen Unfallort absichern, ohne sich selbst oder andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr zu bringen. Diese Maßnahmen müssen Sie treffen.

Unfallstelle korrekt absichern: Auf die Reihenfolge kommt es an

Wenn Sie einen Motorrad- bzw. Autounfall beobachten und als erste Person am Unfallort sind, sollten Sie vor allem den Überblick und die Ruhe bewahren. Das ist in einer solchen Ausnahmesituation nicht immer einfach, aber wichtig! Mit diesen Maßnahmen können Sie den Unfallort absichern:

  1. Eigenes Fahrzeug abstellen:

Egal, ob Sie sich auf der Autobahn, der Landstraße oder im Stadtverkehr befinden, schalten Sie zunächst die Warnblinkanlage ein, um den nachfolgenden Verkehr zu warnen. Stellen Sie anschließend Ihr Fahrzeug mit ausreichend Abstand zum Unfallort ab. Die Entfernung sollte ca. 20 Meter betragen. Ihre Sicherheit geht vor! Vergessen Sie daher nicht, die Warnweste anzuziehen. Wenn Sie die Unfallstelle absichern, werden Sie dadurch besser gesehen. Gemäß StVZO sind Sie zum Mitführen einer Warnweste verpflichtet.

  1. Warndreieck aufstellen:

Stellen Sie ein Warndreieck auf, um nachfolgende Verkehrsteilnehmer vor der Unfallstelle zu warnen. Achten Sie darauf, währenddessen dem fließenden Verkehr geschützt entgegenzulaufen – zum Beispiel hinter der Leitplanke oder hinter der seitlichen Begrenzung. Als Richtlinien gelten folgende Entfernungen:

  • Innerhalb geschlossener Ortschaften: 50 m vor der Unfallstelle
  • Landstraßen: 100 m vor der Unfallstelle
  • Autobahnen: 200 m vor der Unfallstelle

Achtung: Bei Kurven und Bergkuppen stellen Sie das Warndreieck jeweils davor auf, um den Unfallort abzusichern.

  1. Rücksicht und Mithilfe einfordern:

Fordern Sie den nachfolgenden Verkehr per Handzeichen zum Langsamfahren auf. Bewegen Sie dazu den ausgestreckten Arm von oben nach unten. Um weitere Verkehrsteilnehmer um Mithilfe zu bitten, rufen oder winken Sie mit beiden Armen.

  1. Gemeinsam helfen:

Zuerst sollten Sie die Unfallstelle absichern, anschließend werden die Aufgaben verteilt: Notruf absetzen, Polizei und Feuerwehr rufen, Atmung prüfen etc.

Tipp: Halten Sie das Warndreieck direkt vor der Brust, wenn Sie auf der Autobahn oder Landstraße den Unfallort absichern wollen. Dann sieht der entgegenkommende Verkehr direkt, was Sie vorhaben. Nutzen Sie zudem eine Warnleuchte, sofern sich eine im Fahrzeug befindet. Die Absicherung der Unfallstelle wird dadurch sichtbarer im Dunkeln.

Damit Sie in dieser Ausnahmesituation einen kühlen Kopf bewahren können, hat die R+V24 Ihnen kleine Erinnerungsstütze erstellt. Diese können Sie ausdrucken und sich ins Auto legen. Dann wissen Sie immer, wie Sie einen Unfallort absichern müssen.

Ist die Gefahr zu groß, warten Sie auf die Profis

Im Normalfall wird nicht geraten, auf die Einsatzkräfte zu warten und keine Erste Hilfe zu leisten – es sei denn, Sie würden sich durch die Rettungsmaßnahmen in unmittelbare Gefahr begeben. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn die Unfallstelle inmitten der Autobahn liegt und Sie diese nicht sicher erreichen können. Es bringt nichts, wenn Sie sich selbst in Gefahr bringen und im schlimmsten Fall ebenfalls verletzt werden! Teilen Sie diesen Umstand aber unbedingt beim Notruf mit, damit die Rettungskräfte Ihnen bei Bedarf weitere Anweisungen geben können.

Sofern es möglich ist, müssen Sie helfen

Die Absicherung einer Unfallstelle ist notwendig, um weitere Verletzungen zu verhindern. Selbstverständlich ist dies eine Situation, die wohl kein Autofahrer gern erleben will. Dennoch dürfen Sie sich der Hilfeleistung nicht verweigern. Wie Sie eine Unfallstelle richtig absichern, lernen Sie bereits in der Fahrschule. Versuchen Sie durchzuatmen und sich auf Ihr Wissen zu besinnen – vielleicht retten Sie dadurch ein Leben! Nehmen Sie keine Absicherung vor, obwohl es Ihnen möglich gewesen wäre, können Sie mit einem Verwarngeld von 30 € belangt werden.

 

*Quelle: 
www.destatis.de/

R+V24 Team Experten rund ums Auto

Mehr als nur die Versicherung von Fahrzeugen! Das R+V24-Team der Kfz-Versicherung schreibt über Erfahrungen sowie Kenntnisse rund um das Thema Auto, Motorrad, Roller und Co. So arbeitet ein bunt gemischtes Team daran, die Faszination und das Wissen für alles auf Rädern hier im Magazin zu teilen.

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