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Erste Hilfe - Unfallort richtig absichern

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Erste Hilfe: Unfallort richtig absichern

Bei einem Unfall sollte die erste Maßnahme des Ersthelfers sein, die Unfallstelle abzusichern. Das dient nicht nur der Sicherheit des Opfers, sondern ebenfalls dem eigenen Schutz. Denn Eigenschutz geht bei der Ersten Hilfe vor. Das müssen Sie wissen, um einen Unfallort abzusichern.

17.01.2022 | R+V24 Team

Im Zeitraum von Januar bis Mai 2021 kam es laut Statistischem Bundesamt zu knapp 830.000 Straßenverkehrsunfällen. Die hohe Anzahl macht deutlich, dass ein gewisses Risiko besteht, dass jeder Autofahrer irgendwann in seinem Leben Ersthelfer sein könnte. Hierbei ist wichtig, dass Sie in so einem Fall wissen, wie Sie einen Unfallort absichern, ohne sich selbst oder andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr zu bringen. Diese Maßnahmen müssen Sie treffen. Zu den häufigsten Unfallursachen im Straßenverkehr gehört übrigens Alkohol am Steuer.

Wie sichere ich eine Unfallstelle in der richtigen Reihenfolge ab?

Wenn Sie einen Motorrad- bzw. Autounfall beobachten und als erste Person am Unfallort sind, sollten Sie vor allem den Überblick und die Ruhe bewahren. Das ist in einer solchen Ausnahmesituation nicht immer einfach, aber wichtig! Mit diesen Maßnahmen können Sie den Unfallort absichern:

1. Eigenes Fahrzeug abstellen:

Egal, ob Sie sich auf der Autobahn, der Landstraße oder im Stadtverkehr befinden, parken Sie am Fahrbahnrand und schalten Sie zunächst die Warnblinkanlage ein, um den nachfolgenden Verkehr zu warnen. Stellen Sie anschließend Ihr Fahrzeug mit ausreichend Abstand zum Unfallort ab. Die Entfernung sollte ca. 20 Meter betragen. Ihre Sicherheit geht vor! Vergessen Sie daher nicht, die Warnweste anzuziehen. Wenn Sie die Unfallstelle absichern, werden Sie dadurch besser gesehen. Gemäß StVO sind Sie zum Mitführen einer Warnweste verpflichtet, um die Unfallstelle korrekt abzusichern.

2. Warndreieck aufstellen – kurze Anleitung:

Stellen Sie ein Warndreieck auf, um nachfolgende Verkehrsteilnehmer vor der Unfallstelle zu warnen. Achten Sie darauf, währenddessen dem fließenden Verkehr geschützt entgegenzulaufen – zum Beispiel hinter der Leitplanke oder hinter der seitlichen Begrenzung. Als Richtlinien gelten folgende Entfernungen:

  • Innerhalb geschlossener Ortschaften: 50 m vor der Unfallstelle
  • Landstraßen: 100 m vor der Unfallstelle
  • Autobahnen: 200 m vor der Unfallstelle

Achtung: Bei Kurven und Bergkuppen stellen Sie das Warndreieck jeweils davor auf, um den Unfallort abzusichern.

3. Rücksicht und Mithilfe einfordern:

Fordern Sie den nachfolgenden Verkehr per Handzeichen zum Langsam-Fahren auf. Bewegen Sie dazu den ausgestreckten Arm von oben nach unten. Um weitere Verkehrsteilnehmer um Mithilfe zu bitten, rufen oder winken Sie mit beiden Armen.

Tipp: Wenn Sie beispielsweise als Fußgänger ohne Warnhilfsmittel an einen Unfallort gelangen, fehlen Ihnen wichtige Hilfsmittel wie das Warndreieck oder die Warnweste. Machen Sie durch Winken und Rufen andere Autofahrer auf sich aufmerksam. So können Sie deren Erste-Hilfe-Ausrüstung nutzen und wichtige Unterstützung erhalten.

4. Gemeinsam helfen:

Zuerst sollten Sie die Unfallstelle absichern, anschließend werden die Aufgaben verteilt: Notruf absetzen, Polizei, Krankenwagen und Feuerwehr rufen, Atmung prüfen etc.

Betroffene müssen Sie schnellstmöglich aus der Gefahrenzone bringen und passende Hilfe durch z. B. Helmabnahme und Rettungsgriff leisten.

Tipp: Halten Sie das Warndreieck direkt vor der Brust, wenn Sie auf der Autobahn oder Landstraße den Unfallort absichern wollen. Dann sieht der entgegenkommende Verkehr direkt, was Sie vorhaben. Nutzen Sie zudem eine Warnleuchte, sofern sich eine im Fahrzeug befindet. Die Absicherung von Fahrzeug und Unfallstelle wird dadurch sichtbarer im Dunkeln.

Damit Sie in dieser Ausnahmesituation einen kühlen Kopf bewahren können, hat die R+V24 Ihnen kleine Erinnerungsstütze erstellt. Diese können Sie ausdrucken und sich ins Auto legen. Dann wissen Sie immer, wie Sie einen Unfallort absichern müssen.

Ist die Gefahr zu groß, warten Sie auf die Profis

Im Normalfall wird nicht geraten, auf die Einsatzkräfte zu warten und keine Erste Hilfe zu leisten – es sei denn, Sie würden sich durch die Rettungsmaßnahmen in unmittelbare Gefahr begeben. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn die Unfallstelle inmitten der Autobahn liegt und Sie diese nicht sicher erreichen können. Es bringt nichts, wenn Sie sich selbst in Gefahr bringen und im schlimmsten Fall ebenfalls verletzt werden! Teilen Sie diesen Umstand aber unbedingt beim Notruf mit, damit die Rettungskräfte Ihnen bei Bedarf weitere Anweisungen geben können.

Sofern es möglich ist, müssen Sie helfen

Die Absicherung einer Unfallstelle ist notwendig, um weitere Verletzungen zu verhindern. Selbstverständlich ist dies eine Situation, die wohl kein Autofahrer gern erleben will. Dennoch dürfen Sie sich der Hilfeleistung nicht verweigern. Wie Sie eine Unfallstelle richtig absichern, lernen Sie bereits in der Fahrschule. Verhalten Sie sich entsprechend! Versuchen Sie durchzuatmen und sich auf Ihr Wissen zu besinnen – vielleicht retten Sie dadurch ein Leben!

  • Nehmen Sie keine Absicherung vor, obwohl es Ihnen möglich gewesen wäre, können Sie mit einem Bußgeld von 30 € belangt werden.
  • Ebenso gibt es Strafen für Gaffer, die Rettungsmaßnahmen behindern. Sie müssen mit einem Bußgeld rechnen.
  • Und wenn Sie hinter einem Unfall im Stau stehen, müssen Sie eine Rettungsgasse bilden: Rechtsfahrende müssen äußerst rechts, Linksfahrende äußerst links fahren.

Schritt für Schritt den Unfallort absichern

Erste Hilfe: Unfallort richtig absichern

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Mehr als nur die Versicherung von Fahrzeugen! Das R+V24-Team der Kfz-Versicherung schreibt über Erfahrungen sowie Kenntnisse rund um das Thema Auto, Motorrad, Roller und Co. So arbeitet ein bunt gemischtes Team daran, die Faszination und das Wissen für alles auf Rädern hier im Magazin zu teilen.

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