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Alkohol und Drogen im Straßenverkehr

Wer sich nach dem Konsum von Alkohol oder Drogen noch hinter das Steuer setzt, handelt unverantwortlich und gefährdet nicht nur sein eigenes, sondern auch das Leben anderer.

29.04.2020 | R+V24 Team

Leider unterschätzen immer noch viel zu viele diese Gefahr und halten sich für fahrtüchtig, obwohl sie bereits weit über der 0,5 Promille-Grenze liegen. Wer nach mehreren Gläsern Bier, Wein oder anderen alkoholhaltigen Getränken dennoch autofährt, wird hart bestraft. Eine Übersicht über den aktuellen Bußgeldkatalog haben wir hier zusammengestellt:

Bußgeldhöhe bei Alkohol am Steuer

Tatbestand Punkte EUR Fahrverbot
Kraftfahrzeug gefahren mit einer Atemalkoholkonzentration von mindestens 0,25 mg/l oder mit einer Blutalkoholkonzentration von mindestens 0,5 Promille -- -- --
↳ 1. Verstoß 2 500 1 Monat
↳ 2. Verstoß 2 1000 3 Monate
↳ ab 3. Verstoß 2 1500 3 Monate
↳ ab 1.1 Promille: Geldstrafe oder Freiheitsentzug 3 -- Entziehung des Führerscheins, Geld- oder Freiheitsstrafe

Bußgeldhöhe bei Drogenkonsum

Tatbestand Punkte EUR Fahrverbot
Kraftfahrzeug gefahren unter der Wirkung eines berauschenden Mittels*, beispielsweise Cannabis, Heroin, Kokain, Morphin oder Designer-Drogen -- -- --
↳ 1. Verstoß 2 500 1 Monat
↳ 2. Verstoß 2 1000 3 Monate
↳ ab 3. Verstoß 2 1500 3 Monate

Bußgeldhöhe bei Missachtung der Null-Promille-Grenze

Tatbestand Punkte EUR Fahrverbot
In der Probezeit oder vor Vollendung des 21. Lebensjahres als Führer eines Kraftfahrzeugs (Null- Promille-Grenze)* -- -- --
↳ weniger als 0,5 Promille 1 250 --
↳ ab 0,5 Promille 2 500 1 Monat

* Der Genuss von harten Drogen und ein nachgewiesen hoher Wert des Cannabis-Abbauproduktes (THC-COOH) auch außerhalb des Straßenverkehrs - führt im Normalfall zum Entzug der Fahrerlaubnis.

In besonderen Einzelfällen, beispielsweise nach einem Unfall oder bei nachweisbarer Fahruntüchtigkeit, werden die Verstöße beim Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinwirkung strenger bestraft, z.B. durch ein zusätzliches Aufbauseminar oder Probezeitverlängerung.

Wer mit 1,6 Promille oder mehr auf dem Fahrrad angehalten wird, muss sich einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) stellen. Beim Nichtbestehen ist der Auto-Führerschein weg. Mit Unfallbeteiligung oder Ausfallerscheinungen wird es ab 0,3 Promille teuer, den Führerschein verliert man im Normalfall als Ersttäter erst ab 1,6 Promille nach nicht bestandener MPU.

Alle Angaben ohne Gewähr. Den aktuellen Stand finden Sie z.B. in den Veröffentlichungen des zuständigen Bundesministeriums.

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