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Frühjahrsmüdigkeit

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HILFREICHE INFOS FÜR AUTOFAHRER

Bei Frühjahrsmüdigkeit wird Autofahren gefährlich: Das können Sie dagegen tun.

Das große Gähnen beginnt. Kaum werden die Tage länger und wärmer, ergreift viele Menschen die Frühjahrsmüdigkeit. Diese kann aber vor allem beim Autofahren gefährlich werden. Wer unter der Frühjahrsmüdigkeit leidet, sollte deshalb rechtzeitig was dagegen tun.

11.03.2021 | R+V24 Team

Wer kennt es nicht? Die Tage im Frühjahr werden endlich wieder länger, die Sonne zeigt sich öfter und die ersten Blumen sprießen. Und doch sind die meisten von uns schläfrig und abgeschlagen, die große Frühjahrsmüdigkeit geht um. Auch die Zeitumstellung Ende März hat ihren Anteil daran, dass viele Menschen Schlafprobleme haben. In der Regel dauert es vier Wochen (von Mitte März bis Mitte April), bis der Körper sich an die neuen Temperaturen im Frühjahr und an die Zeitumstellung gewöhnt hat. Doch was hat es mit der Frühjahrsmüdigkeit auf sich? Was sind die Ursachen und wieso wird Frühjahrsmüdigkeit beim Autofahren zur Gefahr? Hier erfahren Sie alles über die Risiken und wie Sie Frühjahrsmüdigkeit effektiv bekämpfen können.

Frühjahrsmüdigkeit, Frau schläft am Arbeitsplatz ein.

Ursachen und Symptome der Frühjahrsmüdigkeit

Der Frühling ist für die meisten eine wunderbare Jahreszeit. Die Natur wächst, blüht, gedeiht und läuft zur Höchstform auf. Viele Menschen sind jedoch abgeschlagen, antriebslos und haben Kreislaufprobleme. Gerade beim Autofahren kann Frühjahrsmüdigkeit zur Gefahr werden. Jeder hat schon einmal davon gehört, doch warum sind wir gerade zu dieser Zeit so schläfrig?

Frühjahrmüdigkeit entsteht vor allem beim Klimawechsel von Winter zum Frühling. Wenn die Kälte warmen Temperaturen Platz macht, muss der Organismus sich erst an die geänderten Bedingungen gewöhnen. Er reagiert mit erweiterten Blutgefäßen und sinkendem Blutdruck. Frühjahrsmüdigkeit äußert sich folglich bei vielen Menschen durch Beschwerden wie:

  • Schwindel
  • Kreislaufprobleme
  • Abgeschlagenheit

Wetterfühlige Menschen sind häufiger von Frühjahrsmüdigkeit betroffen, genauso wie Personen, die von Natur aus einen eher niedrigen Blutdruck haben. Die genaueren Ursachen für Frühjahrsmüdigkeit sind noch nicht vollkommen erforscht, fest steht aber, dass die Hormone Serotonin und Melatonin ihren Anteil daran haben:

  • Das Hormon Serotonin ist im Körper für gute Stimmung zuständig, es wird unter Lichteinfluss produziert. Je länger der Körper natürlichem Licht ausgesetzt ist, desto mehr Serotonin kann produziert werden.
  • Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass mehr Serotonin die Produktion von Melatonin, dem Schlafhormon, mindert. Es sorgt dafür, dass wir uns nachts ausreichend erholen können. Die Konzentration des Hormons im Blut ist während der Wintermonate besonders hoch.

Die Bildung beider Hormone wird größtenteils über die Menge an Licht geregelt. Während der dunklen Jahreszeit wird dem Körper die Botschaft gesendet, dass nun „Winterschlaf“ ist. Erhöhte Licht- und Sonneneinstrahlung im Frühling signalisieren hingegen, dass es Zeit fürs Aufwachen wird.

In der Regel benötigt der Körper ein paar Wochen, bis er sich an das neue Klima gewöhnt hat. Auch die Zeitumstellung Ende März spielt bei Frühjahrsmüdigkeit eine Rolle, da sie den Körper zusätzlich belastet. Viele Menschen haben vor und nach den Tagen der Zeitumstellung Schlafprobleme und sind tagsüber zusätzlich müde. In der Regel verschwinden diese Symptome jedoch recht schnell.

Risiko Frühjahrsmüdigkeit beim Autofahren – was Sie beachten sollten

Insbesondere beim Autofahren kann Frühjahrsmüdigkeit gefährlich werden, denn wenn der Biorhythmus sich noch nicht komplett auf wärmere Temperaturen eingestellt hat, können niedriger Blutdruck und Schwindelgefühl die Folge sein. Das wiederum kann zu verlangsamten Reaktionen sowie Unachtsamkeit führen. Wiederholtes und heftiges Gähnen kündigt solche Aussetzer oft an. Wenn Sie Frühjahrsmüdigkeit am Steuer bekämpfen wollen, dann empfiehlt es sich, dass Sie vor dem Losfahren Ihren Kreislauf zunächst ordentlich in Schwung bringen. Dazu eignen sich Übungen wie:

  • Radfahren: Auf dem Rücken die Beine anwinkeln und wie beim Radfahren strampeln. Hier können Sie in Geschwindigkeit variieren, das beansprucht die Bein- und Bauchmuskulatur und weckt die Lebensgeister.
  • Rückenschaukel: Auf dem Rücken liegend die Knie an die Brust ziehen und mit den Armen umfassen. Dann langsam rechts und links schaukeln. So entspannt der Rücken und der Kreislauf kommt in Schwung.
  • Strecken: Dazu die Arme weit nach oben strecken und jeweils nach links und rechts den Körper in die Länge ziehen. Dabei tief ein- und ausatmen.

Ein weiterer Faktor ist außerdem die Zeitumstellung Ende März. Im Anschluss daran kommt es laut ADAC auf den Straßen vermehrt zu Unfällen. Frühjahrsmüdigkeit kann nämlich gerade Autofahrern zu schaffen machen, wenn sie an Schlafmangel leiden. Eine Folge von davon ist geminderte Konzentration. Wenn dadurch Sekundenschlaf eintritt, können auch Spurhalteassistenten und diverse Auffahrsysteme im schlimmsten Falle nicht mehr helfen. Wenn Sie also beim Fahren bemerken, dass Ihre Augenlider schwer werden und Sie häufig gähnen, dann wird es Zeit für eine ausgedehnte Pause!

Auch die Straßenverhältnisse während der Übergangszeit stellen Gefahren dar, wenn Sie unter Frühjahrsmüdigkeit leiden. Vor allem in den frühen Morgenstunden oder an schattigen Stellen bildet sich während der Übergangszeit Raureif oder Frost, was für schwierige Straßenverhältnisse sorgen kann. Frühjahrsmüdigkeit kann daher beim Autofahren besonders zu dieser Zeit ein Unfall-Risiko darstellen. Sie leiden als Autofahrer unter Frühjahrsmüdigkeit und können auf den fahrbaren Untersatz nicht verzichten? Wenn Sie mit dem Auto unterwegs sind, dann beobachten Sie am besten immer die anderen Verkehrsteilnehmer – fahren diese ebenfalls langsam, können Sie davon ausgehen, dass es glatt ist und Ihren Fahrstil entsprechend anpassen. Wenn Sie entsprechende Vorkehrungen treffen, indem Sie vorausschauend und vorsichtig fahren, vermeiden Sie Gefahren und sind auch zu dieser Jahreszeit sicher unterwegs.

Im folgenden Abschnitt finden Sie außerdem Tipps, wie Sie Ihren Körper fit machen und Frühjahrsmüdigkeit effektiv bekämpfen.

Was Sie gegen Frühjahrsmüdigkeit tun können

Wenn Sie unter Abgeschlagenheit im Frühling leiden, sollten Sie sich auf keinen Fall schonen. Am besten helfen gegen Frühjahrsmüdigkeit immer noch Licht und Bewegung. Sport an der frischen Luft ist gut für den Blutdruck, kurbelt den Kreislauf an und macht Sie insgesamt fitter.

Weitere Tipps gegen die Frühjahrsmüdigkeit sind:

  • Den Tagesrhythmus der Sonne anpassen. Früher aufstehen, aber auch früher ins Bett gehen, damit Sie ausreichend Schlaf bekommen. Licht ist der wichtigste Faktor für die Neueinstellung der inneren Uhr.
  • Ausreichend und regelmäßig trinken.
  • Wechselduschen, denn die bringen den Kreislauf ordentlich in Schwung.
  • Essen gegen Müdigkeit und Winterspeck: Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und mageres Fleisch.

Grundsätzlich können Sie sich merken: Je fitter Sie sind, desto besser können Sie die Frühjahrsmüdigkeit generell, aber auch beim Autofahren wegstecken.

R+V24 Team Experten rund ums Auto

Mehr als nur die Versicherung von Fahrzeugen! Das R+V24-Team der Kfz-Versicherung schreibt über Erfahrungen sowie Kenntnisse rund um das Thema Auto, Motorrad, Roller und Co. So arbeitet ein bunt gemischtes Team daran, die Faszination und das Wissen für alles auf Rädern hier im Magazin zu teilen.

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