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Baustellen: Eine oft unterschätzte Gefahr

Gefahr schon vor der Baustelle!
Jeder Spurwechsel vor Baustellenbeginn ist gefährlich. Wer rechtzeitig langsamer fährt und das stufenweise reduzierte Tempolimit einhält, ist auf der sicheren Seite.

05.05.2020 | R+V24 Team

Wer zu schnell bleibt, muss eventuell stark bremsen und provoziert so einen Auffahrunfall. Andere Autos, die nicht mehr bremsen können, krachen dann in die Absperrungen hinein oder prallen gegen Baugeräte. Schon aus Respekt vor den Bauarbeitern, die für unser aller Sicherheit diese gefährlichen Jobs ausüben, sollte man große Rücksicht nehmen. Ein Fehltritt kann ihr Leben kosten!


Enge macht unsicher und nervös

  • Wird in einer Baustelle eine Fahrspur aufgelöst, soll man bis an die Verengung heranfahren und erst dort im Reißverschluss-System abwechselnd einreihen.
  • Auch innerhalb der Baustelle ist sicherer Abstand unverzichtbar. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) empfiehlt als Abstand mindestens zwei Sekunden: Wenn der Vordermann an einem Verkehrszeichen oder Leitpfosten vorbeifährt, beginnt man langsam mit dem Zählen. Wer diese Stelle erst nach zwei Sekunden oder später passiert, hat genügend Abstand und kann schnell genug reagieren, wenn der Vordermann bremsen muss.
  • Spurwechsel oder Überholen in den (meist kurzen) Baustellen bringen nur Unruhe in den Verkehrsfluss, aber Zeit wird nicht gewonnen.
  • Kommt es zum Stau, soll der Nachfolgeverkehr mit dem Warnblinker alarmiert werden. Man rollt bis zum Hindernis auf seiner Spur und ordnet sich dann nach der Reißverschluss-Regel ein.
  • Egal, was passiert ist: Gaffen oder gar langsamer fahren ist unklug, weil gefährlich. Kein Mensch kann in Sekundenschnelle erfassen, was passiert ist. Und dass etwas passiert ist, weiß man ohnehin. Lassen Sie sich nicht ablenken!

 

Unfälle und Pannen innerhalb einer Baustelle

  • Man lässt sein Auto, sofern noch möglich, zur nächsten Nothaltebucht, alternativ an den äußersten rechten Fahrbahnrand rollen. Lieber einen platten Reifen kaputt fahren als in der Gefahrenzone stehen bleiben!
  • So bald wie möglich den Warnblinker einschalten.
  • Eigenschutz geht vor: Deshalb Warnwesten anziehen und auf der weniger gefährdeten Fahrzeugseite vorsichtig aussteigen und Mitfahrer aus der Gefahrenzone und hinter eine Leitplanke dirigieren.
  • Mit erhobenem und geschwenktem Warndreieck entgegen der Fahrtrichtung auf den anrollenden Verkehr zulaufen und dieses gut 100 Meter vom Pannenauto entfernt abstellen. Wenn der Verkehr schon steht, ruhig auf einem Autodach platzieren.
  • Immer die Polizei rufen, auch wenn es keine Verletzten gab. Sie kann dafür sorgen, dass nicht noch mehr passiert.

 

Rechte Seite immer sicher?
An vielen Baustellen herrscht Überholverbot für Lastwagen. Diese rollen dann in mehr oder weniger dichten Pulks und lassen meist wenig Abstand. Als Pkw-Fahrer traut man sich nur ungern in eine Lücke zwischen den Brummis. Zumal man auch schlecht wieder rauskommt, weil man nicht weit genug nach hinten sehen kann. Gleichwohl raten Experten immer wieder zur rechten Fahrspur, zumal dann, wenn die linke enger ist. Unser Tipp: Wer zwischen zwei Brummis fährt, sollte langsam den Abstand zu seinem Vordermann so weit vergrößern, dass er jederzeit sicher anhalten kann. Das mindert optisch die Angst vor dem dicken Brummer im Nacken!


Streitfrage Fahrzeugbreite
So optisch klar dieses Verkehrsschild ist, so unklar ist die Rechtslage für viele Autofahrer. Aber immer mehr von ihnen geraten in die neue Regelfalle - und die Polizei kassiert kräftig ab. Das Schild signalisiert deutlich: Maximale Breite eines Fahrzeugs auf diesem Fahrstreifen ist 2m. Wer nun etwa glaubt, sein Auto sei weniger breit, der schaue in den Fahrzeugpapieren nach. Dort ist die Fahrzeugbreite unter Position 19 angegeben, bei einem VW Tiguan beträgt sie beispielsweise 1.809 mm. Tatsächlich misst dieser Geländewagen - einschließlich der Außenspiegel - nach den offiziellen Angaben von Volkswagen 2.041 mm. Auch kleinere Autos, wie etwa der Peugeot 308 CC und noch rund 120 andere Modelle sind für diese Schmalspur-Einrichtung zu breit geraten. So schnell können ein paar Zentimeter zu teurem Bußgeld führen. Hintergrund: Die EU-Norm für die Fahrzeugbreite wird an der nackten Karosserie gemessen, weil es zulässig ist, Serienspiegel durch andere zu ersetzen, was in der Praxis kaum mehr passiert. Diese Norm ist also veraltet - doch die Bürokratie hinkt der Zeit hinterher. Außerdem mussten ebenfalls als Folge europäischer Normung die Fahrzeugspiegel größer werden, um tote Winkel beim Blick nach hinten auszuschließen.

R+V24 Team Experten rund ums Auto

Mehr als nur die Versicherung von Fahrzeugen! Das R+V24-Team der Kfz-Versicherung schreibt über Erfahrungen sowie Kenntnisse rund um das Thema Auto, Motorrad, Roller und Co. So arbeitet ein bunt gemischtes Team daran, die Faszination und das Wissen für alles auf Rädern hier im Magazin zu teilen.

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