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Änderungen für Autofahrer 2021: Neue Gesetze und Regelungen im Überblick

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Änderungen für Autofahrer 2021: Neue Gesetze und Regelungen im Überblick

Für das Jahr 2021 werden einige Änderungen für Autofahrer eingeführt. Wir haben die wichtigsten Neuerungen zusammengestellt, damit Sie für das Autofahren in 2021 auf dem neuesten Stand sind.

19.01.2021 | R+V24 Team

Abgasnorm: Das erwartet Sie

Für alle neu zugelassenen Pkw gelten ab dem 1. Januar 2021 Änderungen bezüglich der Abgasnorm. Der Gesetzgeber entwickelte die bisher gültige Abgasnorm Euro 6 für alle Pkw-Neuzulassungen zur neuen Abgasnorm 6d-ISC-FCM weiter. Durch die beiden Faktoren, ISC und FCM, müssen Fahrzeughersteller nachweisen, dass produzierte Pkws die vorgegebenen Abgas-Grenzwerte nicht nur im Labor, sondern auch unter Realbedingungen auf der Straße einhalten.

Mit den neuen In-Service-Conformity-Tests (ISC) müssen Autoproduzenten bei Untersuchungen belegen, dass Fahrzeuge im Betrieb nach den gesetzlichen Regelungen laufen und die festgelegten Abgas-Grenzwerte einhalten. Das Fuel-Consumption-Monitoring System (FCM) dokumentiert die tatsächlichen Grenzwerte und gleicht diese mit den angegebenen Grenzwerten der Hersteller ab.

Relevant für diese Untersuchungen der neuen Abgasnorm sind die Stickoxid-Grenzwerte (NOx):

Stickoxid-Grenzwerte (NOx)

Benzin-Grenzwert 60 mg NOx/km
Diesel-Grenzwert 80 mg NOx/km

Der Konformitätsfaktor, der regelt, inwieweit die Grenzwerte überschritten werden dürfen, sinkt von 2,1 auf 1,43. Bei den Abgasuntersuchungen von Neuwagen werden Stickoxidwerte unter Laborbedingungen gemessen. Diese Werte multipliziert man mit dem Konformitätsfaktor, um die Grenzwerte der ausgestoßenen Stickoxide zu berechnen, die unter realen Fahrbedingungen entstehen.

Wollen Sie sich ein neues Auto kaufen, sollten Sie das im Hinterkopf haben, damit ihr Neuwagen diesen Regelungen entspricht.

Benzin und Diesel werden teurer: Das sollten Sie sich merken

Zu den Änderungen für Autofahrer im Jahr 2021 zählt auch, dass Sie als Pkw-Besitzer beim Tanken zur Kasse gebeten werden. Mit dem Gesetz für mehr Klimaschutz sollen sich die Verbraucher von fossilen Brenn- und Kraftstoffen lösen und mehr Interesse für klimafreundlichere Optionen zeigen. Ab 2021 steigen daher die Preise folgendermaßen an:

Preise für Benzin und Diesel

Benzin 7 Cent pro Liter
Diesel 8 Cent pro Liter

CO2-Ausstoß: Dieser soll künftig reduziert werden

Im Oktober 2020 hat der Bundestag den CO2-Preis für den Emissionshandel angehoben. Für 2021 wurde der Preis für Kohlenstoffdioxid auf 25 Euro pro Tonne festgelegt, der bis 2025 voraussichtlich sogar auf 55 Euro pro Tonne steigen soll.

Zudem dürfen gemäß der EU-Verordnung 433/2009 alle Pkw-Neuzulassungen nur bis zu 95 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Im Hinblick auf den Sprit-Verbrauch entspricht dies den folgenden Werten:

CO2-Ausstoß nach Spritverbrauch

Benzin 4,1 Liter pro 100 km
Diesel 3,6 Liter pro 100 km

Dieser Wert stellt die Umrechnung von Kraftstoffverbrauch in CO2-Emissionen dar. Neuzulassungen, die einen Benzinverbrauch von 4,1 Liter pro 100 km und einen Dieselverbrauch von 3,6 Liter pro 100 Kilometer aufweisen, halten diesen neuen CO2-Wert von 95 Gramm pro Kilometer ein. Entsprechend belegen Benzin- oder Dieselfahrzeuge mit einem höheren Sprit-Verbrauch auf 100 Kilometer gerechnet auch einen höheren CO2-Austoß.

Elektroautos: Diese Neuerungen gelten 2021

Sind Sie bereits Besitzer eines Elektroautos? Dann freuen Sie sich sicher über die Neuigkeiten für E-Wagen. Die Änderungen für Elektro-Autofahrer im Jahr 2021 sehen vor, dass sowohl Wohneigentümer als auch Mieter Anspruch auf eine Ladesäule haben. Bereits seit dem 01.12.2020 wurde im Rahmen des WEMoG (Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetz) und dem Gesetz zur Förderung der Elektromobilität festgelegt, dass die Errichtung einer Ladestation entweder in der Tiefgarage des Hauses oder direkt auf dem Grundstück möglich sein soll.

Elektroautos sind zudem bis zum Jahr 2025 von der Kfz-Steuer befreit. Aus diesen Fortschritten erkennt man, dass Anreize für die Elektromobilität geschaffen werden, damit sich Autokäufer verstärkt hierfür entscheiden. Dies zeigt sich auch durch den Erhalt der Umweltprämie beim Kauf eines Elektroautos. Alle Maßnahmen sollen potentielle Käufer intensiv zum Erwerb eines E-Autos aktivieren.

Kfz-Steuer ab 2021: Alles was Sie wissen sollten

Unter den Neuerungen für Autofahrer im kommenden Jahr findet sich die Kfz-Steuer Reform 2021. Hierbei wird der CO2-Ausstoß bei Neuzulassungen mehr beachtet. Als Verbraucher sollten Sie sich zukünftig beim Kauf verstärkt für verbrauchsarme Autos entscheiden. Das sorgt langfristig für die Reduzierung der Verkehrsemissionen. Verpufft Ihr Neuwagen mehr als 95 Gramm CO2 pro Kilometer, müssen Sie folglich einen höheren Beitrag für Ihre Kfz-Steuer zahlen. Diesel- und Benziner-Fahrer sparen im Jahr hingegen 30 Euro Kfz-Steuern, wenn ihr Pkw weniger als 95 Gramm CO2 pro Kilometer ausstößt.

DAB+: Digitalradio-Pflicht ab 2021

Im neuen Jahr müssen neue Autos nicht nur mit der neuen Abgasnorm überzeugen. Laut EU-Richtlinien besteht ab 2021 für alle Autohersteller innerhalb der EU die Pflicht, ihre Neuwagen mit einem DAB+ Radio (Digital Audio Broadcast) auszustatten. Die Digitalradios haben zum Vorteil, dass sie einen klareren und stabileren Empfang bieten. Zudem empfangen Sie mit den neuen Radios viel mehr Programme: 13 Sender können somit national empfangen werden und Sie müssen nicht mehr selbst nach neuen Frequenzen suchen. Beides hat den Effekt, dass Sie besonders Stau- und Unfallinformationen genauer und schneller erhalten.

Führerscheinprüfung 2021: Das ist ab April neu

Wer im Jahr 2021 seinen Führerschein machen will, darf sich hier auf Neuerungen einstellen. Ab dem 1. April 2021 wird die Automatikregel in der Führerscheinprüfung eingeführt. Laut dieser neuen Regelung ist es Fahrschülern der Klasse B nun erlaubt, Praxisfahrstunden und die praktische Fahrprüfung auch mit einem Automatikauto zu absolvieren. Dafür müssen Sie 10 zusätzliche Übungsstunden mit einem Schaltfahrzeug ableisten. Weiterhin muss die Fahrschule bescheinigen, dass der/die Fahranfänger*in in der Lage ist, ein Auto mit Schaltung zu steuern.

Zudem wird die optimierte praktische Fahrerlaubnisprüfung (OPFEP) der Klasse B um zehn Minuten Fahrzeit verlängert. Der Fahrschüler muss 5 Minuten länger seine Fahrkompetenz beweisen, die weiteren 5 Minuten fallen nach der praktischen Fahrprüfung einer ausführlichen mündlichen und schriftlichen Beurteilung des Fahrprüfers zu. Mittelpunkt ist der erneuerte und digitalisierte Aufgabenkatalog, der für Fahrschüler, -prüfer und -lehrer gleich ist und somit alle Ansprüche für alle Beteiligten vollständig und transparent vereinigt. Der Prüfer bewertet den Fahrschüler digital auf einem Tablet. In einem elektronischen Prüfprotokoll wird das Fahrniveau festgehalten. Mit einem QR-Code erhält der Fahrschüler seine Bewertung auf sein Handy und kann hiermit besser nachvollziehen, was er richtig oder falsch gemacht hat. Ab 2021 steigen auch die Preise für die praktische Führerscheinprüfung. Für die OPFEP müssen Sie daher 116,93 Euro bezahlen.

Geldstrafe für Gaffer: Ein Ende mit den Schaulustigen

Neuerungen für Autofahrer im Jahr 2021 gibt es ebenso in Bezug auf Geldstrafen. Das Gaffen bei Autounfällen ist unnötig. Es behindert bei Rettungsarbeiten und führt häufig zu weiteren Unfällen. Ab dem 01.01.2021 werden die Strafen für das Gaffen noch weiter verschärft. Wer Verunglückte bei Unfällen fotografiert oder filmt, muss zum Jahreswechsel mit einer Strafe rechnen. Wen die Polizei erwischt, dem droht gemäß dem Bußgeldkatalog für 2021 eine Freiheitsstrafe von bis zu 2 Jahren oder eine Geldstrafe.

Hauptuntersuchung: Das sollten Sie im Blick haben

Autobesitzer, deren Fahrzeug mit einer gelben HU-Plakette versehen ist, müssen sich einen Termin zur Hauptuntersuchung bei TÜV oder Dekra vormerken. Kommt der Wagen ohne Mängel durch die Untersuchung, erhält das 1Fahrzeug eine rosa Plakette, die dann bis zum Jahr 2023 gültig ist. Kontrollieren Sie Ihre HU-Plakette und sichern Sie sich einen Termin für Ihre Untersuchung.

Jahresvignette: Diese Kosten sind neu beim Autofahren 2021

Im Jahr 2021 gibt es ebenso Auto-News in Bezug auf das Ausland. Österreich und die Schweiz erhöhen die Preise der Jahresvignette für Pkw und Motorradfahrer und heben die Kosten um 1,5 Prozent. Diese gelten bis Ende Januar 2022.

Daher kostet die Jahresvignette in Österreich:

Kosten für die Jahresvignette in Österreich

  10 Tage 2 Monate 1 Jahr
Pkw 9,50 € 27,80 € 92,50 €
Motorrad 5,50 € 13,90 € 36,70 €

Die Jahresvignette für die Schweiz liegt bei 38,50 €.

Kfz-Versicherung 2021: Diese Änderung betrifft vielleicht auch Sie

In der Autoversicherung wandelt sich 2021 einiges. Bei der Typklassen-Änderungen sollten Sie wissen, dass diese im Jahr 2021 rund 11 Millionen Autofahrer in Deutschland betrifft. Ungefähr 4,6 Millionen Pkw-Besitzer fallen in eine niedrigere Typklasse und profitieren dadurch von einer günstigeren Kfz-Versicherung. Hingegen 6,1 Millionen Autofahrer werden aus ihrer aktuellen Typklasse hochgestuft, was eine Erhöhung der Versicherungsbeiträge bedeutet. Die restlichen 30,6 Millionen Autofahrer bleiben nach wie vor in der gleichen Typklasse wie in 2020.

Der GDV gibt die Typklassen jedes Jahr aufs Neue heraus und richtet sich nach allen gemeldeten Schäden, die in den vergangenen drei Jahren bei Kfz-Versicherungen eingegangen sind. Ein Automodell, das mehr Schäden verzeichnet, wird in der Typklassifizierung hochgestuft. Gehen umgekehrt die Schäden und damit verbundenen Reparaturen zurück, wird das Automodell in der Bilanz niedriger eingestuft.

 

Motorräder (Klasse L): Neue Verkehrsregeln für Zweiräder 2021

Aber nicht nur für Autofahrer gibt es 2021. Wollen Sie im Jahr 2021 Ihr Moped oder Motorrad anmelden, müssen Sie sich ab dem 01.01.2021 auf Neuerungen einstellen: Für jede Motorrad-Neuzulassung (auch 125er) gilt die Abgasnorm 5. Fahrzeuge der Klasse L, die nach der Vorgängernorm Euro-4 genehmigt wurden, sind ab dem neuen Jahr nicht mehr zugelassen.

 

Pendlerpauschale: Die sollten Sie nicht vergessen

Im Jahr 2021 gibt es Änderungen für Pendler. Im neuen Jahr wird die Entfernungspauschale für Arbeitnehmer ab dem 21. Kilometer auf 35 Cent pro Kilometer erhöht. Bis einschließlich 20 Kilometer bleiben die 30 Cent wie bisher. Ab dem 21. Kilometern und mehr können Sie in Ihrer Einkommensteuererklärung 35 Cent pro Kilometer als Werbungskosten absetzen.

R+V24 Team Experten rund ums Auto

Mehr als nur die Versicherung von Fahrzeugen! Das R+V24-Team der Kfz-Versicherung schreibt über Erfahrungen sowie Kenntnisse rund um das Thema Auto, Motorrad, Roller und Co. So arbeitet ein bunt gemischtes Team daran, die Faszination und das Wissen für alles auf Rädern hier im Magazin zu teilen.

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