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Wie unterscheiden sich Autohersteller heutzutage noch?

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Wie unterscheiden sich Autohersteller heutzutage noch?

Aufgrund welcher Merkmale entscheidet man sich heutzutage eigentlich für oder gegen ein bestimmtes Automobil? Als ich auf der Suche nach einem neuen Gebrauchten war, wollte ich vor allem Stauraum. Denn den hatte ich bei meinem alten Beetle schmerzhaft vermisst.

08.10.2015 | Matthias Erker

Verbrauch? Wird schon einigermaßen in Ordnung sein, wenn ich ein aktuelles Auto kaufe und keinen V8-Pickup aus den USA. Ausreichend flott fahren auch alle, Sicherheit ist ebenso gegeben. Mussten früher die Hersteller noch mit wirklich automobilen Merkmalen um Marktanteile buhlen, beherrschen diese Disziplin mittlerweile alle Fabrikanten.

Aus der Marketing-Vorlesung damals erinnere ich mich an den USP (unique selling proposition) als ein Alleinstellungsmerkmal, welches das eigene Produkt von denen der Konkurrenz abhebt und beim Kunden einen Kaufanreiz setzt.

So hätte ich z.B. die Einführung des Airbags von Mercedes Anfang der 80er Jahre gesehen. Ein eindeutiger Vorteil der Daimler-Autos gegenüber der Konkurrenz.

So gab es auch sicher Autos, die als besonders sparsam bekannt waren oder als besonders wartungsfreundlich. Der ein oder andere erinnert sich wahrscheinlich noch an den Audi-Quattro Spot. Wer hat danach noch gezweifelt, dass Audi hier einen wunderbaren Allrad-Antrieb entwickelt hat? Vorsprung durch Technik eben.

Bei den – ich nenne sie mal – „automobilen Kernthemen“ sind alle Hersteller mittlerweile sehr nah beieinander. Man findet bei jeder der großen Marken ein Modell mit besonders sparsamen Motor. Und kein Verkäufer im Autohaus schaut den Kunden fragend an, der nach einem großen Familienmobil sucht, es sei denn man steht gerade bei Ferrari.

Es braucht demnach andere Argumente, um den Kunden in sein Autohaus zu locken, auf die eigene Webseite zu lotsen oder überhaupt, die Aufmerksamkeit auf die eigenen Modelle zu lenken. Bei den Abgaswerten sollte man es da nicht zu doll treiben, wissen wir nun von Volkswagen.

Besonders gut geht es mit serienmäßiger Sonderausstattung, ein in sich unlogisches Wort. So erinnere ich mich an einen Kleinwagen, der damit beworben wurde, dass beim Kauf schon ein TomTom-Navigationsgerät dabei ist. Oder die Marke bzw. das Auto wird emotional aufgeladen, auch hier kann der Beetle als Beispiel dienen. Welche Blüten die Kreativität da treiben kann, berichte ich im nächsten Artikel.

Matthias Erker Experte rund ums Auto

Wie fahren wir morgen? Dies ist eine heiß diskutierte Frage vieler Autofans und vor allem von Matthias. So steht der elektronische Fortschritt von allem was uns bewegt, unterhält und verändert bei ihm im Fokus. Hinzu kommen seine persönlichen Tests von Apps und Gadgets für die Autofahrt.

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