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Tiere im Auto – Wie transportiert man Hund, Katze, Maus sicher im eigenen Auto?

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Hund, Katze, Maus – Tiere im Auto sicher transportieren

Egal, ob die Fahrt in den Urlaub, zum Tierarzt oder zum Einkaufen führt – sind Sie mit einem Haustier unterwegs, ist ein sicherer Transport unerlässlich. In diesem Artikel erfahren Sie alles darüber, wie Sie Hunde und andere Tiere im Auto transportieren.

04.08.2021 | R+V24 Team

Kaum ein Tier freut sich darüber, in einer Transportbox auf die große Reise zu gehen. Das ist verständlich, aber in vielen Fällen zwingend notwendig. Denn wenn Sie mit Tieren unterwegs sind, müssen Sie nicht nur ihnen zuliebe dafür sorgen, dass sie sicher im Fahrzeug untergebracht sind. Die Ladungssicherung im Pkw spielt ebenfalls eine große Rolle. In der Regel ist es kein Problem, Kleintiere sicher zu transportieren. Der Pappkarton auf dem Schoß reicht normalerweise aus. Wie sieht es aber bei Katzen oder Hunden aus? Worauf müssen Sie achten, wenn Sie Tiere im Auto transportieren.

Transport von Tieren im Auto: Gibt es gesetzliche Vorgaben?

Leider wird es in der StVO nicht direkt thematisiert, wie Sie Ihren Hund oder generell Tiere im Auto transportieren sollen. Die Straßenverkehrsordnung besagt jedoch in § 23:

„Wer ein Fahrzeug führt, ist dafür verantwortlich, dass seine Sicht und das Gehör nicht durch die Besetzung, Tiere, die Ladung, Geräte oder den Zustand des Fahrzeugs beeinträchtigt werden.“

Das heißt, wenn Sie Ihren Hund oder andere Tiere transportieren, müssen Sie vor der Fahrt im Auto dafür sorgen, dass alle Insassen ausreichend gesichert sind.

Hunde im Auto transportieren: Was passiert, wenn Sie die Vorschriften nicht einhalten?

Verletzen Sie die Ladungssicherung, droht Ihnen Sanktionen. Bitte wundern Sie sich nicht, in der Bußgeldtabelle werden Tiere mit Ladung gleichgesetzt. Wenn Sie Tiere im Auto transportieren und nicht ausreichend auf Sicherheit achten, müssen Sie mit folgenden Strafen rechnen:

Ordnungswidrigkeit

Bußgeld

Punkte in Flensburg

Tier nicht angemessen gesichert

30 Euro

0

… mit Gefährdung

60 Euro

1

… mit Sachbeschädigung

75 Euro

1

Achten Sie daher beim Transport von Hunden, Katzen oder Kleintieren im Auto darauf, sich an die Vorschriften zu halten, wenn Sie Strafen vermeiden wollen.

Warum ist das Verletzungsrisiko erhöht?

Bei einem Aufprall mit nur 50 km/h wirkt das 30fache des Gewichts auf den Körper. Das gilt sowohl für das Tier als auch für die menschlichen Insassen. Wenn man mal scharf bremsen muss, kann der Hund ganz schnell zum Geschoss werden, das ungebremst durchs Auto fliegt. 

Transport von Hunden und anderen Tieren im Auto: Welche Sicherungssysteme gibt es?

Tiere im Auto sollten also gesichert werden – zu ihrem eigenen, aber auch zum Schutz der anderen Passagiere. Prüfvorschriften zu Sicherungssystemen für Tiere existieren leider nicht. Es ist aber bei der Auswahl von Produkten sinnvoll, zumindest auf Berichte zu Crashtests oder DIN-Prüfungen zu achten.

Folgende Sicherungssysteme gibt es im Fachhandel, um Tiere im Auto zu transportieren:

  1. Hunde-Sicherheitsgut: Es gibt für Tiere keine Anschnallpflicht wie für Menschen. Aber der Hunde-Sicherheitsgurt beinhaltet dieselben Vorteile, wie die Modelle für Menschen. Vorteilhaft ist, dass der Hund nur so weit nach vorne geschleudert werden kann, wie die Gurtlänge es zulässt. Nachteil: Bei schweren Unfällen besteht trotz Gurt eine Verletzungsgefahr für das Tier (und auch für die Person auf dem Vordersitz, wenn das Tier gegen die Lehnen prallt).
  2. Sicherheitsabtrennung bzw. Trenngitter: Diese bestehen aus einem Geflecht flexibler Gurtbänder. Sie werden hinter den Vordersitzen mit Hilfe der Sicherheitsgurte verankert. Nachteil ist hier, dass der Rücksitz für weitere Passagiere nicht mehr nutzbar ist. Wollen Sie Ihren Hund allerdings im Auto allein transportieren, sind Sicherheitsabtrenner sehr sinnvoll.
  3. Laderaumbegrenzung (Gepäckgitter): In Kombis oder SUVs können Sie Ihre Tiere dahinter platzieren. Sofern die Rückenlehnen und das Gitter stabil genug sind, kann hier eine Gefährdung der menschlichen Passagiere ausgeschlossen werden. Die Verletzungsgefahr für das Tier bleibt allerdings bestehen.
  4. Tiertransportboxen: Wichtig ist es, dass das Tier vor der Fahrt an die Box gewöhnt wird. Wenn die Box quer zur Fahrtrichtung hinter die Vordersitze geklemmt wird, können Sie Ihre Tiere im Auto sicher transportieren.
  5. Tiersicherheitssitz: Wollen Sie zum Beispiel kleine Hunde (bis 9 kg) im Auto transportieren, gibt es einen crashtestgeprüften Tiersicherheitssitz, der mit dem Sicherheitsgurt oder in der Isofix-Verankerung auf der Rücksitzbank befestigt werden kann. Sowohl für Tier als auch für die anderen Passagiere bietet der Sitz gute Sicherheit.

FAQ: Tiere im Auto transportieren

Wir beantworten Ihre Fragen rund um das Thema „Hunde und andere Tiere im Auto sicher transportieren“.

Darf ich meinen Hund im geschlossenen Kofferraum transportieren?

Achten Sie darauf, dass der Kofferraum auch im geschlossenen Zustand dem Vierbeiner ausreichend Platz bietet. Sobald die Autotür zufällt, darf sich das Tier nicht eingeengt fühlen oder sich gar verletzen. Wir empfehlen Ihnen, eine Schondecke auf den Boden zu legen. Dadurch vermindern Sie Verschmutzungen und das Tier rutscht während der Fahrt weder hin noch her. Zudem hat die Kuscheldecke oftmals eine beruhigende Wirkung auf das Haustier. Weiterhin ist es sinnvoll, ein Trenngitter einzubauen. Sie können Ihren Hund so im Auto sicher transportieren und das Tier hat nicht die Möglichkeit, in den Fahrerraum zu springen.

Darf ich meinen Hund im Fußraum im Auto transportieren? 

Nein! Wenn Sie Haustiere im Auto transportieren, müssen diese gesichert sein. Das ist im Fußraum nicht der Fall. Das Tier könnte während der Fahrt herumspringen und Sie als Fahrer behindern – eventuell ist sogar ein Unfall die Folge. Werden Sie erwischt, wie Sie Ihren Hund auf diese Art im Auto transportieren, können Sie ein Bußgeld erhalten.

R+V24 Team Experten rund ums Auto

Mehr als nur die Versicherung von Fahrzeugen! Das R+V24-Team der Kfz-Versicherung schreibt über Erfahrungen sowie Kenntnisse rund um das Thema Auto, Motorrad, Roller und Co. So arbeitet ein bunt gemischtes Team daran, die Faszination und das Wissen für alles auf Rädern hier im Magazin zu teilen.

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