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Carport oder Garage – so schützen & schonen Sie Ihren Wagen

Wenn Sie Ihr Auto bei sich zu Hause vor Wind, Wetter, Schmutz und Ähnlichem schützen wollen, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

23.06.2021 | R+V24 Team

Wenn Sie Ihr Auto bei sich zu Hause vor Wind, Wetter, Schmutz und Ähnlichem schützen wollen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ratsam ist es in jedem Fall, eine Überdachung zu nutzen, Lack ist nämlich empfindlich. Bei Regen können sich Feuchtigkeitsflecken bilden, Vogelkot kann hässliche Spuren hinterlassen und in der Sonne heizt sich das Fahrzeug auf. Die Frage, die sich viele Autobesitzer in diesem Zusammenhang stellen, ist: Stellplatz, Carport oder Garage – was ist besser? Diese Frage beantworten wir im Folgenden.

Welche Vorteile bieten Garagen oder Carports?

Jede einzelne Variante der Überdachung bietet unterschiedliche Vor- und Nachteile. Die Form sollten Sie auf Ihre individuellen Bedürfnisse abstimmen. Oder ziehen Sie doch einen einfachen Stellplatz ohne Dach vor? In diesem Abschnitt haben wir die Eigenschaften der einzelnen Varianten zusammengefasst.

Was ist ein Carport?

Carports bestehen in der Regel aus vier Stützen aus Holz oder Eisen und einem Flachdach. Zu allen Seiten hin sind sie offen, sodass sie zwar Schutz vor Regen, Schnee und Hagel bieten, aber nicht vor Wind sowie hohen oder niedrigen Temperaturen.

Ein Vorteil ist allerdings, dass nasse Fahrzeuge im Schutze eines Carport-Stellplatzes schneller trocknen und das Wasser leichter abfließen kann als etwa auf gepflastertem Untergrund.

Was ist eine Garage?

Im Gegensatz zum Carport ist die Garage eine von festen Wänden umschlossene Abstellmöglichkeit. Häufig werden Garagen als separate Gebäude an Häuser angebaut, manchmal sind sie aber auch von vorneherein integriert. Der Vorteil dieser Art der Überdachung ist, dass sie umfassenden Schutz bietet vor:

  • Wettereinflüssen
  • Sonnenschein
  • Temperaturumschwüngen

Garagen sind außerdem in der Regel abschließbar und für Unbefugte nicht zugänglich. Sie schützen also zusätzlich vor Autodiebstahl.

Neben privaten gibt es auch öffentliche Garagen, in denen Sie Ihr Auto gegen eine entsprechende Gebühr abstellen können. Die Kosten für einen Garagen-Stellplatz variieren.

Carport vs Garage: Was ist besser?

Grundsätzlich halten beide Varianten der Überdachung – ob Carport oder Garage – Sonne, Regen, Schnee, Hagelschäden u. Ä. zuverlässig ab.

Der Haupt-Unterschied zwischen Carport und Garage liegt in der Bauweise. Durch die festen Wände und das stabile Dach bieten Letztere mehr Schutz, sind dafür aber deutlich kostspieliger als Carports. Eine Garage zu bauen, kostet viel Zeit und verursacht mitunter hohe Kosten.

Carports lassen sich dagegen vergleichsweise schnell mithilfe einiger Stützbalken und einem stabilen Dach selbst konstruieren.

Allgemein sind Carports die simpelste, einfachste Variante der Überdachung, während Garagen mehr Zeit sowie Planungsaufwand erfordern. Dafür sind sie allerdings robuster und schützen Ihren Wagen umfassend vor Wind, Wetter und Autodieben.

Baukosten sparen Sie selbstverständlich, wenn Sie sich einen Unterstellplatz in einer Großgarage mieten. Ein solcher ist aber nicht billig – im Schnitt zahlen Sie etwa 40 bis 60 Euro an Stellplatz-Kosten im Monat. Außerdem fällt es bei Garagen und Parkhäusern schwerer, das eigene Auto zu überwachen.

Wird Ihr Wagen gestohlen, kann es sein, dass es Ihnen erst spät auffällt.

Carport oder Garage – Punkte im Überblick:

Carport

Garage

Schützt vor Regen, Schnee, Hagel, Sonne

Schützt vor Regen, Schnee, Hagel, Sonne, hohen sowie niedrigen Temperaturen und Wind

Bieten keinen Schutz vor Diebstahl und Wandalismus

Garagentor bietet Sicherheit und schützt vor Dieben

Lässt sich schnell und kostengünstig konstruieren

Bau einer Garage verursacht hohe Kosten und benötigt Zeit

Nasse Autos trocknen schnell da Seitenwände fehlen

Durch Seitenwände entstehen Belüftungsprobleme

Was gilt es, beim Bau von Carports oder Garagen zu beachten?

Ob für Carport oder Garage – Sie benötigen in jedem Fall einen individuellen Plan, bei dem Sie im besten Fall schrittweise vorgehen. Im ersten Schritt gilt es, eine Baugenehmigung beim Amt einzuholen. Für Massivgaragen benötigen Sie immer eine Genehmigung. Landesbauordnungen schreiben außerdem bestimmte Abstandsflächen zu Nachbargrundstücken vor. Bei sogenannten überdachten Stellplätzen kann es dagegen sein, dass eine einfache Bauanzeige nach Carport-Baurecht ausreicht. Meist ist es außerdem nötig, das „Okay“ vom Nachbarn einzuholen, wenn Sie eine Grenzbebauung anstreben.

So gehen Sie beim Bau eines Carports vor

Bei kleinen Grundstücken wirken Garagen oft wuchtig und manchmal unpassend. Speziell bei solchen bieten sich daher Carports an.

Den Bau des Carports können Sie Fachmännern überlassen, günstiger ist es allerdings, selbst Hand anzulegen. Fertig-Carport-Bausätze lassen sich leicht auf eigene Faust montieren. Hierfür benötigen Sie mehrere betonierte Fundamente, auf denen Sie das Gestell aus Holz oder Stahl befestigen. Die Kosten für Carports variieren, abhängig von der Größe der Überdachung und den verwendeten Materialien. Für ein Gestell aus Holz zahlen Sie zwischen 500 und 7.500 Euro. Eines aus Aluminium kostet zwischen 1.200 und 6.000 Euro. Obwohl Carports üblicherweise zu den Seiten hin offen sind, können Sie für umfassenden Schutz auch zusätzliche Wände anbauen. Hierin liegt einer der großen Vorteile dieser Form der Überdachung: bei der Konstruktion sind Ihrer Phantasie praktisch keine Grenzen gesetzt. Für umfassenden Schutz bei guter Belüftung sorgt eine praktische Garage-Carport-Kombination.

So gehen Sie beim Bau einer Garage vor

Im Bereich der Garagen haben Sie die Qual der Wahl – es gibt:

  • Klassisch gemauerte Garagen
  • Garagen aus Stahlblech
  • Garagen aus Stahlbeton

Jede Bauweise bietet individuelle Vor- und Nachteile. Wenn Sie die Garage selbst konstruieren, sparen Sie Geld. Allerdings benötigen Sie umfassendes Know-how, kompetente Hilfskräfte sowie die nötigen Materialien und Werkzeuge.

Insgesamt belaufen sich die Kosten für einen Garagenneubau auf 15.000 bis 25.000 Euro. Diese setzen sich zusammen aus den Preisen für Ziegelsteine (oder Ihre bevorzugten Materialien), Ringanker, Mörtel, Garagentor, Fundament sowie Dach.

Weiterhin benötigen Sie einen Grundriss sowie eine statische Berechnung. Beides sollten Sie einen Fachmann anfertigen lassen, ansonsten kann es sein, dass die Konstruktion instabil wird und einbricht. Üblicherweise nimmt der Bau der Garage etwa fünf bis sechs Wochen in Anspruch.

Falls Sie den Aufwand reduzieren möchten, können Sie sich auch für eine Fertiggarage entscheiden. Bei einer solchen müssen Sie nur für ein stabiles Fundament sorgen – alles andere wird geliefert. Garagentor- und Dachformen lassen sich flexibel an Ihre Bedürfnisse anpassen. Auch zusätzliche Fenster und Türen können Sie integrieren. Im Schnitt kostet Sie eine Fertig-Betongarage etwa 6.000 Euro.

Gut zu wissen: Für bestimmte Baumaßnahmen können Sie staatliche Fördermittel beantragen. Von der Kreditanstalt für Wiederaufbau erhalten Bauherren beispielsweise Investitionszuschüsse für einbruchhemmende Garagentore.

Ist es möglich, aus einem Carport eine Garage zu machen?

Wenn Sie Ihren Carport mit Wänden und einem Tor versehen, zählt er nicht mehr als solcher, sondern als Garage. Entsprechend gelten andere Rechtsvorschriften als bei einem überdachten Stellplatz. Falls Sie den Carport umwandeln wollen, müssen Sie daher eine Genehmigung beim zuständigen Bauamt einholen.

R+V24 Team Experten rund ums Auto

Mehr als nur die Versicherung von Fahrzeugen! Das R+V24-Team der Kfz-Versicherung schreibt über Erfahrungen sowie Kenntnisse rund um das Thema Auto, Motorrad, Roller und Co. So arbeitet ein bunt gemischtes Team daran, die Faszination und das Wissen für alles auf Rädern hier im Magazin zu teilen.

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