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Mann lehnt sich an Auto im Winter.

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Mit der Standheizung gegen Eis und Kälte nachrüsten

Je kälter die Nächte im Herbst werden, desto unangenehmer wird die Vorstellung, sich früh morgens aus dem warmen Bett und ins eiskalte Auto zu quälen. Darunter leiden besonders diejenigen, die ihr Fahrzeug nicht in einer Garage unterstellen können. Glücklicherweise gibt es für solche Fälle eine einfache Lösung, und zwar: Standheizung nachrüsten. Während eine Standheizung früher noch als Luxus galt, ist der Einbau einer Standheizung in faste alle Pkw heute beinahe überall problemlos möglich. Wie Sie dabei Zeit und Geld sparen, können Sie hier nachlesen.

13.01.2021 | Matthias Erker

Wie funktioniert eine Standheizung bei Pkws?

Standheizungen bieten den Vorteil, dass sie Fahrzeuge ohne den laufenden Motor aufwärmen. So müssen Sie beim Starten im Winter nicht frieren und sorgen zudem für eisfreie Autoscheiben. Das morgendliche Scheiben enteisen entfällt also auch. Wenn Sie sich dafür entscheiden, eine Standheizung nachrüsten zu wollen, gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten, den Innenraum zu beheizen:

  • Luftbasiert über ein Gebläse
  • Wasserbasiert über einen Anschluss am Kühlwasserkreislauf

 

Weiterhin unterscheidet man zwischen zwei unterschiedlichen Betriebsarten:

  • Elektrische Standheizungen, die einen Stromanschluss mit 230 Volt benötigen.
  • Brennstoffbetriebene Standheizungen, die direkt mit dem Fahrzeugtank verbunden sind.

 

Wenn Sie Ihr Auto mit einer Standheizung nachrüsten, liegt der Verbrauch von der Standheizung mit Kraftstoffleitung bei ca. einem halben Liter Benzin oder Diesel. Dies gleicht sich allerdings dadurch wieder aus, dass der Motor anschließend schneller auf Betriebstemperatur kommt und keinen Kaltstart absolvieren muss.

Elektrische Standheizung fürs Auto nachrüsten: Optionen und Kosten

Je nachdem, welchen Fahrzeugtyp Sie besitzen, sollten Sie bei der Ausstattung auf unterschiedliche Faktoren achten. Die Kosten für eine Standheizung, wenn sie diese nachrüsten lassen, fallen natürlich unterschiedlich hoch aus:

  • Standheizungen nachrüsten in Form von Luftheizungen empfehlen sich vor allem für Lkws, Camper, Wohnmobile oder Wohnwagen. Die Energiegewinnung erfolgt sowohl durch die Batterie als auch durch den Tank. Das Gebläse des Fahrzeugs verteilt die erwärmte Luft im Innenraum.
  • Standheizungen nachrüsten bei Pkws geschieht meist mittels Wasserheizungen, weil diese dank ihrer kompakten Größe auch nachträglich im Motorraum angebracht werden können. Der Fahrzeugtank versorgt die Standheizung mit Kraftstoff, welcher das Kühlwasser erwärmt und somit für einen warmen Innenraum sorgt.
  • Heutzutage gibt es auch elektrische Vorwärmsysteme. Diese ähneln einem Durchlauferhitzer. Diese Standheizungen zum Nachrüsten befinden sich am Motorblock und werden zudem an den Innenraumheizlüfter angeschlossen.

 

Generell fällt die Nachrüstung für elektrische Standheizungen deutlich preiswerter aus als für brennstoffbetriebene Modelle. Im Folgenden finden Sie einen Überblick zu aktuellen Angeboten:

Hersteller Heizungssystem Preise
Eberspächer Brennstoffbetrieben,

wasser- und luftbasiert

Ab 1200 € inkl. Einbau
Webasto Brennstoffbetrieben,

wasser- und luftbasiert

Ab 1100 € inkl. Einbau
Defa Elektrische Motorvorwärmung Ca. 500 € inkl. Einbau
Calix Elektrische Motorvorwärmung Ab 150 € plus Einbau

Bei den Kosten gilt jedoch die Devise: Je größer das Auto, desto teurer das Nachrüsten. Zudem benötigen elektrische Motorvorwärmer eine gute Stunde, um warm zu laufen. Das dauert mit brennstoffbetriebenen Standheizungen nur etwa halb so lang. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass die Lebenserwartung des Heizgeräts ungefähr der Lebenserwartung Ihres Fahrzeugs entspricht. Ansonsten stehen Sie vor dem Problem, eine Standheizung nachzurüsten, an der Sie nicht lange Freude haben werden, weil Ihr Auto nicht mitspielt.

Standheizung einbauen und im Winter richtig nutzen

Nicht nur der Neukauf und die Montage sind mit entsprechenden Preisen verbunden. Um weitere Ausgaben für Wartung oder Reparatur auf einem Minimum zu halten, sollten Sie möglichst sorgsam mit einer nachgerüsteten Standheizung umgehen. Unsere Empfehlung:

  • Die Fahrtzeit nach dem Heizen muss mindestens so lange wie die Aufwärmzeit
  • Da eine Standheizung die Batterie Ihres Autos zusätzlich belastet, sollten Sie den Akku anschließend wieder ausreichend aufladen.
  • Wenn Sie bei besonders niedrigen Temperaturen häufig Kurzstrecken zurücklegen, können Sie die Starterbatterie gelegentlich auch zu Hause nachladen.

 

Ähnlich wie bei einer Klimaanlage empfiehlt es sich generell, das System auch im Sommer zumindest einmal im Monat einzuschalten. Aus Sicherheitsgründen müssen Sie die Standheizung vor dem Tanken und in geschlossenen Räumen (zum Beispiel Garagen) ausschalten.

Unser Tipp: Herkömmliche Systeme lassen sich entweder über eine Funkfernbedienung oder eine Zeitschaltuhr im Wagen einstellen. Für moderne Standheizungen benötigen Sie dagegen nichts weiter als eine App auf Ihrem Smartphon. So können Sie Ihre Standheizung von überall aus aktivieren, damit Ihr Auto zum gewünschten Zeitpunkt vorgewärmt ist und maximalen Komfort bietet.

Es muss keine Auto-Standheizung sein: Der Zuheizer als günstige Alternative

Wer sich eine teure Neuanschaffung sparen möchte, kann unter Umständen auch auf einen sogenannten Zuheizer zurückgreifen. Bei diesem handelt es sich um eine günstige Alternative zur Standheizung. Über diese Ausstattung verfügen zahlreiche Autos ab Werk, ohne dass es ihre Besitzer wissen. Meistens müssen Sie dann gar keine Standheizung nachrüsten.

Zuheizer unterscheiden sich von herkömmlichen Standheizungen insofern, als dass sie nur mit laufendem Motor arbeiten. Das können Sie aber leicht ändern: Ein regulärer Zuheizer lässt sich bereits ab 200 € zu einer Standheizung umbauen, was in der Regel nicht mehr als drei Arbeitsstunden in Anspruch nimmt. Bevor Sie mit einer neuwertigen Standheizung nachrüsten, sollten Sie sich also informieren, welche Voraussetzungen Ihr Auto bereits mitbringt.

Standheizungen haben Vorteile. Darum lohnt sich das Nachrüsten

Für viele Autofahrer ist es 1. Luxus und Komfort, eine Standheizung zu besitzen. Und sie haben Recht. Die einzige Alternative, um das Auto aufzuwärmen, wäre es, den Motor laufen zu lassen. Das ist nicht nur verboten, es schadet auch der Umwelt. Komfortabler ist es demnach, das eigene Auto mit einer Standheizung nachzurüsten. Wie beim Warmlaufen lassen, haben Autofahrer nun ebenfalls den Vorteil, dass der 2. Motor bereits vorgewärmt ist. Der Kaltstart, der nicht gut für einen Motor ist, verhindern Sie. Damit haben Sie bereits zwei Pluspunkte, die dafürsprechen, eine Standheizung nachrüsten zu können. Um „Alle guten Dinge sind drei“ vollzumachen: 3. Senken Sie zudem sowohl den Verbrauch als auch CO2-Ausstoß Ihres Autos.

Elektrische Standheizung nachrüsten – ganz einfach zu bedienen

Normalerweise können Sie die Standheizung ganz bequem mit einer Fernbedienung ein- und ausschalten. In neuen Fahrzeug-Modellen erfolgt die Steuerung oft digital via App. Sie können die Standheizung ganz bequem mit dem Internet und somit mit Smartphone, Tablet oder Ihrer Smartwatch verbinden. Ihre persönlichen Vorteile sind:

  • Auto mit einer Standheizung nachrüsten
  • diese bereits im Wohnzimmer einschalten und
  • anschließend in ein warmes Auto einsteigen

Matthias Erker Experte rund ums Auto

Wie fahren wir morgen? Dies ist eine heiß diskutierte Frage vieler Autofans und vor allem von Matthias. So steht der elektronische Fortschritt von allem was uns bewegt, unterhält und verändert bei ihm im Fokus. Hinzu kommen seine persönlichen Tests von Apps und Gadgets für die Autofahrt.

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