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Viele Autos mit Mängeln unterwegs

Rund 8 Millionen Autos auf Deutschlands Straßen haben erhebliche Mängel. Die Fahrzeuge seien in solch miserablem Zustand, dass eine verpflichtende Wiedervorführung zur Hauptuntersuchung angeordnet werden müsste.

06.05.2020 | R+V24 Team

Bei der Sorgfalt mit dem eigenen Auto nehmen es die Deutschen offenbar nicht ganz so genau. Rund acht Millionen Autos auf Deutschlands Straßen - knapp ein Fünftel des Gesamtbestandes - haben erhebliche Mängel. Die Fahrzeuge seien in solch miserablem Zustand, dass eine verpflichtende Wiedervorführung zur Hauptuntersuchung angeordnet werden müsste. Das ergab eine Hochrechnung des Auto Club Europa (ACE). Die Hochrechnung beruht auf dem Gesamtbestand von 41,7 Millionen Fahrzeugen und auf den vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) 2009 zusammengestellten Ergebnissen der 25,5 Millionen Hauptuntersuchungen.

Bundesländer im Vergleich

Der ACE untersuchte in der Studie auch die einzelnen Bundesländer im Vergleich. Die meisten Mängel fanden die Prüfer in Bremen. Insgesamt 184 von 1000 geprüften Fahrzeugen kamen dort nicht durch die Hauptuntersuchung. Nur knapp dahinter lagen Saarland und Westfalen mit je 182 durchgefallenen Autos auf 1000 Fahrzeuge. Auch Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein sind mit einer Mängelquote von 176 weit vorn.

Hamburg und Niedersachsen liegen mit 174 und 172 ebenfalls über dem bundesweiten Durchschnitt von 170 großen Mängeln. Obwohl in Bayern insgesamt mehr als jedes zweite Fahrzeug Mängel aufwies, lag der Anteil der als erheblich eingestuften Defekte bei nur 162 von 1.000. Brandenburg und Sachsen-Anhalt belegen gemeinsam den zweiten Platz des Rankings mit einer Quote von 160. In Berlin wurden mit einer Quote von 157 die wenigsten Mängel festgestellt.
 

  • Viele Mängel an Licht und Bremsen

Dem TÜV fiel bei der Untersuchung auf, dass viele der Mängel an der Beleuchtung oder den Bremsen auftauchten. Bereits acht Prozent der dreijährigen Fahrzeuge fiel wegen defekter Scheinwerfer bei der Hauptuntersuchung auf. Insbesondere bei älteren Fahrzeugen machten sich darüber hinaus aber auch Mängel an der Fußbremse, an Bremsleitungen und Schläuchen, an der Auspuffanlage und an den Achsen bemerkbar. Auch Korrosion an Rahmen und tragenden Teilen sowie erhöhtes Lenkspiel gehörten zu den häufigen Mängeln.
 

  • Porsche 911 besonders zuverlässig

Bereits Ende 2009 belegte der TÜV-Report 2010, dass die Quote der Fahrzeuge, die durch die Hauptuntersuchung fallen, angestiegen ist. Rund 17,6 Prozent der geprüften Autos kommen nicht durch den TÜV.

Am besten abgeschnitten hat dabei der Porsche 911, der sich den Sieg in der Altersklasse der zwei- bis dreijährigen Fahrzeuge sicherte und damit auch Gesamtsieger des TÜV-Reports wurde. Nur 1,9 Prozent der 911er fiel bei der ersten Hauptuntersuchung nach drei Jahren mit erheblichen Mängeln auf. Auf dem zweiten Platz folgt der Mazda 2 mit 2,4 Prozent. Den dritten Platz teilen sich der VW Golf Plus, der Ford Fusion und der Mazda 3. Der VW Golf Plus ist Gruppensieger der vier- bis fünfjährigen Fahrzeuge.

Der Porsche 911 steht auch in der Altersgruppe der bis zu siebenjährigen Fahrzeuge auf dem Siegertreppchen. Toyota liegt mit dem RAV4 bei den acht- bis neunjährigen Fahrzeugen und den zehn- bis elfjährigen Fahrzeugen auf dem ersten Platz. Weit abgeschlagen ist auch im TÜV-Report 2010 der Kia Carnival. Mit 29,3 Prozent musste bereits weit über ein Viertel aller Carnivals nach der ersten Hauptuntersuchung in die Werkstatt, bevor er eine Plakette erhielt.

Tipps für Autofahrer

Wer an der Wartung des Fahrzeuges spart, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Zudem sinkt der Wiederverkaufswert deutlich, wenn ein Fahrzeug immer wieder Mängel im TÜV-Bericht in der Fahrzeughistorie vorweist.

Für den Zustand des Wagens ist ausschließlich der Besitzer verantwortlich – und im Falle eines Unfalls – auch haftbar. Regelmäßige Wartung der sicherheitsrelevanten Komponenten wie Bremsen, Fahrwerk oder Beleuchtung kann hier helfen.

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