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Ganzjahresreifen: Die Vor- und Nachteile

Vielen Menschen ist es zu mühsam, jedes Jahr den Reifenwechsel von Winter- zu Sommerreifen vorzunehmen. Daher verwenden sie stattdessen Allwetterreifen, die mit jeder Witterung fertig werden. Doch wie zuverlässig sind Ganzjahresreifen? Wir haben Vor- und Nachteile zusammengefasst.

20.04.2022 | Anka Jost

Jedes halbe Jahr dasselbe Spiel – die Winterreifen müssen drauf, die Sommerreifen in den Keller und umgekehrt. Ein Moment der Erleichterung für alle diejenigen, die sich bereits für Ganzjahresreifen entschieden haben.

Sie überlegen auch, zu Allwetterreifen zu wechseln? In diesem Artikel listen wir Ihnen alle Vor- und Nachteile von Ganzjahresreifen auf, damit Sie herausfinden können, ob ein Wechsel für Sie infrage kommt.

Sind Ganzjahresreifen sinnvoll?

Ob Ganzjahresreifen gut oder schlecht für Sie geeignet sind, hängt in erster Linie von Ihrem Fahrstil ab. Die Vorteile von sommer- und wintertauglichen Allwetterreifen greifen vor allem bei Wenigfahrern und Stadtmenschen, die das Auto bei schlechten Witterungsverhältnissen auch mal ganz in der Garage lassen.

Eine defensive Fahrweise ist grundsätzlich geboten, da Ganzjahresreifen meist einen längeren Bremsweg haben als Saisonreifen.

Ein großer Vorteil der Ganzjahresreifen ist definitiv, dass sie schlicht bequemer sind. Sie sparen sich den Reifenwechsel und außerdem haben Sie mehr Platz, da Sie keine zusätzlichen vier Reifen aufbewahren müssen.  Außerdem fallen keine Mehrkosten durch Werkstätten an – für all diejenigen, die nicht selbst zum Wagenheber greifen.

Ist Ihnen das halbjährliche Wechseln darüber ein Graus, dann sind Allwettermodelle definitiv etwas für Sie. Trotzdem sollten Sie die Vor- und Nachteile von Ganzjahresreifen genau abwägen.

Das Fahrverhalten: Sind Allwetterreifen gut?

Wenn Sie großen Wert auf ein optimales Fahrverhalten in möglichst allen Situationen legen, gern sportlicher oder zügiger unterwegs sind, sollten Sie eher beim halbjährlichen Wechseln der Saisonreifen bleiben. Dann hätte ein Wechsel zum Ganzjahresreifen nämlich weniger Vor- als Nachteile für Sie. Für Fahrer mit Bleifuß sind Allwetterbereifungen weniger gut geeignet, da sie sich weniger optimal an die Fahrbahnbeschaffenheit anpassen und – wie bereits angesprochen – die Bremswege länger sind.

Konkret haben Allwetterreifen eine schlechtere Traktion im Winter und einen höheren Abrieb der Gummimischung im Sommer.

Wichtig ist es zudem – wenn es um die Vor- und Nachteile von Ganzjahresreifen geht – auf die Reifenkennzeichnung zu achten.

Viele Ganzjahresreifen haben den Nachteil, dass sie lediglich mit der M+S-Kennzeichnung ausgestattet sind. Das Fahren damit ist aber nicht mehr lange erlaubt. Die Kennzeichnung gilt nur noch bis zum 30. September 2024. Danach wird sie durch das bekannte Schneeflockensymbol abgelöst. Nur mit diesem sind Reifen für stark winterliche Verhältnisse ausgestattet.

Wenn Sie die Winterreifenpflicht erfüllen wollen, benötigen Sie also Reifen mit dem Schneeflockensymbol. Fahren ohne Winterreifen mit der entsprechenden Kennzeichnung ist ab dem Jahr 2024 verboten.

Zahlt die Versicherung bei Unfällen mit Ganzjahresreifen?

Grundsätzlich zahlt die Versicherung auch bei Unfällen mit Ganz- oder Allwetterreifen bei Schneeglätte oder Ähnlichem. Dabei wird auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit verzichtet.

Allwetterreifen: Alle Vor- und Nachteile im schnellen Überblick

Bei Ganzjahresreifen gilt es, Abstriche zu machen – besonders in der Performance der Reifen. Nichtsdestotrotz erreichen hochwertige Reifen nahezu ähnlich gute Werte im Bereich der Fahreigenschaften wie reine Winter- oder Sommerreifen. Das gilt auch im Hinblick auf die zugelassene Höchstgeschwindigkeit. Haben Sie bei Ganzjahresreifen die Vor- und Nachteile abgewogen, dann gilt: Wählen Sie nicht die günstigste, sondern die sicherste Variante und ziehen dafür unabhängige Testberichte zu Rate.

Weiterhin wichtig, wenn Sie bei Allwetterreifen die Vor- und Nachteile gegenüberstellen: Treffen Sie die Entscheidung, ob eine gute Performance eher im Winter oder im Sommer gewünscht ist.
Reifen mit guten Sommereigenschaften eignen sich beispielsweise, wenn:

  • Sie in der Stadt leben
  • Sie im Sommer oft weite Reisen mit dem Auto unternehmen
  • Sie im Winter häufig auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen und auch keinen Spaß an Fahrten in die Berge oder an Wintersport haben

Umgekehrt gilt dies natürlich, wenn Sie besonders im Winter darauf angewiesen sind, dass Ihre Reifen auch in unwegsamem Gelände und bei schlechten Witterungsverhältnissen optimal funktionieren.

Fakt ist: In den letzten Jahren haben Allwetterreifen-Modelle enorme Fortschritte in Sachen Qualität gemacht. Sie sind eine echte Alternative zu Saisonreifen. Trotzdem müssen Sie alle Vor- und Nachteile der Ganzjahresreifen im Blick behalten, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

Mehr dazu:

Anka Jost Expertin rund ums Auto

Ideen müssen toben! Das ist das Motto von Anka. Es steht in direkter Verbindung mit ihrem Job im Bereich des Online-Marketings. Anka ist stets auf der Suche nach Themen, die den Leser interessieren. Autothemen über und für Familien stehen bei ihr im Fokus.

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