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E-Auto kaufen: Unsere Tipps

Elektromobilität nimmt vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte über Klimaschutz einen immer höheren Stellenwert in der deutschen Autolandschaft ein. Viele Menschen können sich mittlerweile vorstellen, ein reines E-Auto zu erwerben. Doch was gilt es dabei zu beachten? Hier finden Sie die besten Tipps, wenn Sie ein E-Auto kaufen wollen.

04.02.2022 | R+V24 Team

Für immer mehr Menschen bilden Elektroautos eine interessante Alternative zu Modellen mit Verbrennermotoren. Umfragen ergeben sogar, dass sich mittlerweile rund 66 Prozent aller Autofahrer in Deutschland den Kauf eines solchen vorstellen können.

Auch Sie denken über einen Kauf nach? Dann sind Sie hier richtig. Wir erklären, was Sie beim Elektroauto Kaufen beachten sollten.

Der E-Auto-Kauf-Ratgeber: Was gilt es zu beachten?

Damit Sie einen schnellen Überblick gewinnen, haben wir im Folgenden eine Liste der wichtigsten Tipps zum E-Auto Kaufen erstellt.

Tipp 1: Ermitteln Sie Ihren Reichweitenbedarf

Ein moderner Diesel schafft mit einer Tankfüllung problemlos 900 Kilometer und mehr. Bis Elektroautos mit einer Batterieladung solche Strecken bewältigen können, werden noch einige Jahre vergehen. Das Tesla Model S Long Range für einen E-Auto-Preis von rund 100.000 € bringt es aber immerhin auf 663 km.

Bleibt die Frage: Wie oft fahren Sie im Alltag überhaupt Strecken von mehr als 200 Kilometern? Denn rein statistisch betrachtet, legen deutsche Autofahrer pro Tag durchschnittlich nur 40 Kilometer zurück. Diese Distanz schafft selbst ein Smart EQ im Winter. In diesem Fall wäre die „Reichweitenangst“ somit völlig unbegründet. Anders sieht es freilich bei Pendlern aus, die täglich 300 Kilometer und mehr zur Arbeit fahren.

Bevor Sie also über den Kauf eines Elektroautos und was es dabei zu beachten gilt, nachdenken, ermitteln Sie Ihren individuellen Reichweitenbedarf.

Tipp 2: Rechnen Sie mit dem Worst-Case-Szenario

Es gibt eine ganze Reihe von Testzyklen zur Ermittlung der Reichweite von Elektroautos. Diese Werte eignen sich allerdings bestenfalls als ein erster Anhaltspunkt, denn die tatsächliche Reichweite bzw. die Alltagsreichweite der Fahrzeuge liegt meist deutlich darunter.

Wer plant, das Elektroauto zum Pendeln zu nutzen oder öfter mal Strecken von 100 bis 200 Kilometern fährt, sollte deshalb stets vom Worst-Case-Szenario ausgehen. Ein BMW i3, der im Sommer rund 200 Kilometer schafft, kommt im Winter mit eingeschalteter Sitzheizung gerade noch auf 140 bis 150 weit. Beträgt der Weg zur Arbeit 160 Kilometer, muss man bereits einen Zwischenstopp an der Ladesäule einplanen.

Tipp 3: Überlegen Sie gut, welches E-Auto-Modell Sie kaufen

Neben den Kaufkosten spielt auch die Ladezeit des Wagens eine Rolle. Wenn Sie ein E-Auto kaufen, hilft daher eine Checkliste weiter, auf der Sie die Wattzahlen und Ladeleistungen notieren.

Bei einem Verbrenner ist der Tankvorgang beispielsweise innerhalb von ein bis zwei Minuten abgeschlossen – je nachdem, wie groß der Tank ist. Bei einem Elektroauto ist das anders: Der Ladevorgang kann 30 Minuten dauern, aber auch 12 Stunden. Wie schnell ein Elektroauto lädt, hängt dabei nicht nur von der Größe der Batterie, sondern insbesondere von der unterstützten Ladeleistung ab.

Ein Smart EQ beispielsweise ist von Haus aus lediglich mit einem 4,6-kW-Bordlader ausgestattet, optional ist ein 22-kW-Bordlader erhältlich. Der BMW i3 lässt sich mit bis zu 50 kW „betanken“, ein Tesla S kann an einem Super Charger sogar mit bis zu 125 kW geladen werden.

Wie sich das auf die Ladezeit auswirkt, können Sie in unserem Artikel zum Thema Ladedauer von Elektroautos nachlesen.  Generell gilt allerdings: Je größer der Akku, desto wichtiger ist eine hohe Ladeleistung.

So würde beispielsweise ein Tesla Model S an einer Haushaltssteckdose mehr als 40 Stunden für einen Ladevorgang benötigen.

Grundsätzlich unterscheidet man vier Arten von Ladestationen:

  • Haushaltssteckdose
  • Steckdose mit Wallbox
  • Öffentliche Ladesäule
  • Öffentliche Schnellladesäule

Die höchste Ladeleistung bieten öffentliche Schnell-Ladesäulen.

Tipp 4: Autobesitzer mit Garagen sind im Vorteil

Bei der Frage, was es beim Kaufen eines Elektroautos zu beachten gilt, spielt auch die Lademöglichkeit eine Rolle. Öffentliche Ladesäulen sind in Deutschland derzeit noch rar gesät, zudem bezahlen Autobesitzer oft nach Standzeit. Selbst wenn Sie also eine öffentliche Ladesäule vor der Haustür haben, müssen Sie das Auto umparken, nachdem der Ladevorgang abgeschlossen ist. Das ist zwar kein Ausschlusskriterium für ein Elektroauto, aber dennoch ein Punkt, über den man sich vorab Gedanken machen sollte.

Bei der Elektromobilität sind somit Haus- und Garagenbesitzer klar im Vorteil. Sie haben einen festen Stellplatz und darüber hinaus die Möglichkeit, eine Wallbox zu installieren. Letztere wird in einigen Bundesländern nicht nur staatlich gefördert, sondern ermöglicht es beispielsweise auch, den Strom intelligent zu nutzen mithilfe einer Photovoltaikanlage.

Wenn Sie eine eigene Garage besitzen, sollten Sie auf jeden Fall eine Wallbox beim Kauf eines Elektroautos mit einplanen.

Tipp 5: Achten Sie auf die Batteriemiete

Ein BMW i3 hat unter anderem deshalb einen vergleichsweise hohen Einstiegspreis, weil die Batterie bereits im Kaufpreis enthalten ist. Der Renault Zoe dagegen ist auf den ersten Blick vergleichsweise günstig, dafür fällt hier eine monatliche Batteriemiete (ab 59 €) an.

Auf die Frage, ob Sie die Batterie nun besser kaufen oder mieten soll, gibt es nicht die eine, richtige Antwort. Wenn Sie die Batterie mieten, reduziert sich der Anschaffungspreis des Fahrzeugs insgesamt und Sie sind im Falle eines Defektes oder bei rapidem Kapazitätsverlust abgesichert. Das liegt daran, dass die Batterie in den meisten Fällen kostenlos getauscht wird.

Falls Sie das Elektroauto zehn Jahre lang fahren, müssen Sie allerdings auch zehn Jahre lang die Batteriemiete bezahlen. Planen Sie ein Elektroauto lange zu behalten, kann ein Kauf entsprechend von Vorteil sein – denn auch hier tragen Sie nicht das volle Risiko, da die Hersteller zum Teil großzügige Garantieleistungen anbieten. Tesla beispielsweise gewährt je nach Modell bis zu acht Jahre Garantie auf die Batterie.

Tipp 6: Informieren Sie sich über die E-Auto-Kauf-Prämie

Der Bund unterstützt E-Auto-Käufer großzügig durch den sogenannten Umweltbonus für E-Autos. Auf Sie warten also bis 2025 Zuschüsse in Höhe von bis zu 9.000 €, wenn Sie ein reines Elektrofahrzeug erwerben. Bei Plug-In-Hybriden beträgt die Förderprämie immerhin noch 6.750 €.

Für Leasingfahrzeuge gibt es gestaffelte Fördersätze, die sich nach dem Modell, dem Listenpreis und der Laufzeit des Leasingvertrags richten.

Wenn Sie eine Elektroauto-Ladestation kaufen oder eine Wallbox installieren, können Sie bei der Kfw-Bank sowie Ländern und Kommunen Fördermittel beantragen. Hier winken Zuschüsse in Höhe von 900 €.

Sogar für gebrauchte E-Autos können Sie Fördermittel beantragen. (Stand: Januar 2022)

Tipp 7: Kaufen Sie das richtige Ladekabel

Wenn Sie Ihr Elektroauto effizient aufladen möchten, spielt auch die Art des Kabels eine Rolle. Kurze Kabel sind zwar leicht und platzsparend, allerdings könnte es Schwierigkeiten geben, wenn Ihr Wagen beim Aufladen etwas weiter weg von der Ladesäule steht. Lange Kabel sind dagegen teuer, schwer und sperrig. Auch die Verlustleistung steigt mit der Kabellänge.

Entscheidend ist, ob sie primär zu Hause oder unterwegs laden. Wenn Sie das Kabel an der heimischen Ladestation nutzen, reicht auch ein kurzes Modell. Falls Sie dagegen viel unterwegs sind und häufig öffentliche Ladestationen nutzen, ist es sinnvoller, ein langes Kabel zu kaufen. Grundsätzlich ist es allerdings von Vorteil, wenn Sie Ihren eigenen Stromanschluss nutzen. Öffentliche E-Ladestationen kosten Sie nämlich im Schnitt mehr.

 

Menschen, die Elektrofahrzeuge nutzen, leisten einen wichtigen Beitrag, wenn es darum geht, den ökologischen Fußabdruck zu verringern.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen mit unseren Tipps fürs E-Auto-Kaufen die Entscheidung erleichtern. Wenn Sie einen umfassenden Überblick über Ihre Möglichkeiten gewinnen wollen, hilft auch ein Elektroauto-Preisvergleich auf einschlägigen Portalen.

R+V24 Team Experten rund ums Auto

Mehr als nur die Versicherung von Fahrzeugen! Das R+V24-Team der Kfz-Versicherung schreibt über Erfahrungen sowie Kenntnisse rund um das Thema Auto, Motorrad, Roller und Co. So arbeitet ein bunt gemischtes Team daran, die Faszination und das Wissen für alles auf Rädern hier im Magazin zu teilen.

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