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Elektromobilität: Wie lange dauert es, ein Elektroauto zu laden?

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Ladedauer von Elektroautos: Wie lange lädt ein E-Auto?

Seit geraumer Zeit wird viel über das Thema Elektromobilität diskutiert. Wichtig ist Verbrauchern neben der Reichweite dabei vor allem die Ladedauer von Elektroautos. Bei einem E-Auto dauert der Ladevorgang deutlich länger als bei Benzinern oder Diesel. Doch wie lange braucht ein Elektroauto zum Aufladen?

24.09.2021 | R+V24 Team

Eine pauschale Antwort gibt es auf diese Frage leider nicht. Denn die Ladezeit eines E-Autos hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Verfügbare Ladeleistung
  • Akkukapazität
  • Temperatur des Akkus (ein kalter Akku lädt langsamer)
  • Ladezustand der Batterie (je leerer die Batterie, desto schneller lädt sie)

Konkret bedeutet das: Die Ladedauer eines Elektroautos muss für jedes Modell individuell ermittelt werden.

Welche Möglichkeiten gibt es, ein Elektroauto aufzuladen?

Damit Sie sich schnell einen Überblick verschaffen können, haben wir die wichtigsten Ladestations-Arten zusammengefasst.

Ladestation

Beschreibung

Ladeleistung (kWh)*

Haushaltssteckdose

Die Batterie ist durch ein Ladekabel mit einer gewöhnlichen Steckdose verbunden

2,3 kW

Steckdose mit Wallbox

Sie laden die Batterie mithilfe einer Wandladestation auf

3,6 - 22 kW

Öffentliche Ladesäulen

Sie können die Batterie an einer öffentlichen Station mithilfe eines speziellen Ladekabels und einer Ladekarte aufladen

10 - 22 kW

Öffentliche Schnell-Ladesäule

Die Batterie wird an einer Hochleistungs-Ladestation geladen, die den Akku sehr schnell auffüllt

50 - 150 kW

* Quelle: EnBW

Wichtig: Ladeleistungen können bei unterschiedlichen Modellen abweichen.

Elektroauto aufladen: Die Dauer richtet sich nach Anschluss und Station

Die Ladeinfrastruktur ist ein wesentlicher Bestandteil des Ladevorgangs. Die Ladedauer eines E-Autos ist an einer normalen Steckdose deutlich höher, als wenn Sie eine Schnellladestation für Ihr Elektroauto aussuchen. Folgende Informationen sollen verdeutlichen, wie unterschiedlich die Ladezeit für Elektroautos im Vergleich ausfallen kann (Achtung: Es handelt sich hierbei jedoch lediglich um grobe Richtwerte):

  • An einer Haushaltssteckdose mit 2,3 kW lädt ein Elektroauto im Schnitt 8 bis 14 Stunden. Bei einem Tesla S mit 100 kW-Batterie dauert ein vollständiger Ladevorgang sogar bis zu 40 Stunden.
  • Holen Sie sich hingegen eine Wallbox ins Haus, sind 3,6 bis 22 kW möglich – und damit eine Ladedauer für Ihr E-Auto zwischen zwei und sechs Stunden (anhängig von der Größe der Batterie).
  • An einer öffentlichen Ladesäule mit 10 bis 22 kW sinkt die Ladezeit auf zwei bis vier Stunden.
  • An einer öffentlichen Schnell-Ladesäule mit 50 kW kann es sogar nach 30 Minuten bis eine Stunde weitergehen.

Quelle: TÜV Süd

Die Ladegeschwindigkeit eines Elektroautos ist demnach abhängig von der Art der Ladestation. Normale Modelle laden mit Wechselspannung (AC), während Schnell-Ladesäulen mit Gleichspannung (DC) betrieben werden. Achtung: Bei den schnellen Ladestationen gibt es zwei verschiedene Stecker: CCS und CHAdeMO. Informieren Sie sich im Vorfeld, welchen Sie brauchen und ob Ihr Fahrzeug entsprechend ausgelegt ist. Das bedeutet: Wollen Sie die Ladedauer Ihres Elektroautos so gering wie möglich halten, brauchen Sie den passenden Stecker.

Ist Wechsel- oder Gleichstrom besser, um die Ladedauer beim Elektroauto zu verkürzen?

Das Elektroauto mit Wechselstrom aufzuladen, ist die gebräuchlichste Methode. Die Ladegeschwindigkeiten hängen von der Ausgangsleistung der Ladestation ab. Die erforderliche Leistung für Steckdosen mit Wechselstrom liegt zwischen 3,7 kW und 43 kW. Gleichstrom nutzen die Schnellladegeräte für Elektroautos. Eine Installation erfordert sehr viel elektrische Energie. So entstehen zwar hohe Kosten, dafür ist es möglich, das Auto sehr viel schneller aufzuladen.

Entsprechend ist es praktischer, den Auto-Akku mithilfe eines Gleichstrom-Anschlusses aufzufüllen. Allerdings ist es nicht billig, einen solchen zu installieren. Wechselstrom ist dagegen in jedem Haushalt vorhanden.

Welchen Einfluss hat das Fahrzeugmodell auf die Ladedauer?

Je nach Fahrzeugmodell kann das Aufladen unterschiedlich viel Zeit in Anspruch nehmen. Das liegt an der verbauten Ladetechnik. Bei Hybrid-Autos und günstigen Elektroautos sind häufig kleine OnBoard-Lader verbaut, die nur mit verminderter Geschwindigkeit aufladen. In der elektrischen Auto-Oberklasse sind dagegen leistungsfähigere Geräte enthalten. 

Die genaue Ladedauer Ihres Modells können Sie einfach beim Hersteller erfragen.

Welches Auto wird am schnellsten vollständig geladen?

Derzeit ist der Audi e-tron quattro das Fahrzeug, dessen Batterie sich am schnellsten lädt. An einer Schnellladesäule erhöht er seine Reichweite innerhalb von einer halben Stunde um 305 km.

Wovon hängt die Ladedauer bei Elektroautos ab?

Zusammengefasst wird die Ladedauer bei E-Autos einerseits durch den verbauten OnBoard-Loader beeinflusst und andererseits durch die Art der Ladestation. Schnellladestationen nutzen Wechselstrom. Am schnellsten laden sich Modelle auf, die über Loader verfügen, deren Ladeleistungen zwischen 150 und 300 kW liegen.

Für ein Elektroauto die Ladezeit berechnen – geht das?

Bevor Sie Ihr Elektroauto tanken, können Sie die Dauer des Vorgangs in den Unterlagen Ihres Fahrzeugs nachlesen. Darin sehen Sie, wie hoch die Ladedauer für Ihr E-Auto angesetzt ist. Alternativ gibt es eine einfache Formel, um einen Richtwert auszurechnen:

Ladedauer = Akkukapazität [kWh] ÷ Ladeleistung [kWh]

Was bedeutet das in der Praxis? Nehmen wir an, Sie haben sich einen Hyundai Ioniq Elektro gekauft. Dieser verfügt über eine 38,3 kWh-Batterie. Wenn Sie Ihr E-Auto laden, ergibt sich anhand der obigen Formel folgende Ladedauer:

  • Haushaltssteckdose: 38,3 : 2,3 = 16,65 Stunden
  • Wallbox: 38,3 : 3,6 = 10,63 Stunden
  • Ladestation: 38,3 : 10 = 3,83 Stunden
  • Schnellladesäulen: 38,3 : 50 = 0,766 Stunden

Was Sie aber wissen müssen: Mit der Formel zur Berechnung der Ladezeit für E-Autos erhalten Sie lediglich eine grobe Orientierung und keine präzise Kennzahl. Warum ist das so? Bei der Berechnung werden lediglich Akkukapazität und Ladeleistung berücksichtigt, aber keine weiteren Einflussfaktoren wie beispielsweise die Außentemperatur oder der Ladestand der Batterie.

Wie hoch sind die Kosten, ein Elektroauto aufzuladen?

Die Kosten hängen von der Art der Ladestation ab. Wir unterscheiden dabei Steckdosen und öffentliche Ladestationen.

  • Haushaltssteckdose: An der heimischen Steckdose zahlen Sie etwa 30 Cent pro kWh. Entsprechend kostet das Aufladen eines Elektroautos mit einer Akku-Kapazität von 70 kWh etwa 21 €.
  • Öffentliche Ladestationen: Bei Ladestationen variieren die Kosten je nach Anbieter. Die ADAC und Telekom verlangen zwischen 35 bis 40 Cent pro kWh. Entsprechend kostet eine Ladung rund 14 € – bei größeren Modellen bis zu 28 €.

Quelle: einfacheauto.de

Anhand dieser Zahlen wird bereits deutlich, dass es gar nicht so einfach ist, pauschale Aussagen über die Ladedauer eines Elektroautos zu treffen. Das beginnt bereits damit, dass nicht jedes Elektrofahrzeug jede Ladeleistung unterstützt. Bei vielen Modellen gehört die Schnelllade-Funktion zur Sonderausstattung.

Wer derzeit über den Kauf eines Elektroautos nachdenkt, sollte sich von all dem aber nicht abschrecken lassen. Wichtig ist nur, dass Sie sich im Vorfeld damit beschäftigen, wie hoch die Dauer ist, um ein Elektroauto zu laden. Eine gute Übersicht der aktuellen Modelle erhalten Sie beispielsweise bei mobilityhouse.com.

In der heimischen Garage lädt das Fahrzeug in der Regel über Nacht, weshalb eine Ladedauer Ihres E-Autos von mehreren Stunden kein Problem darstellen. Selbiges gilt beim Einkaufsbummel in der Stadt, der für gewöhnlich auch längere Zeit in Anspruch nimmt. Auf der Autobahn hingegen können Sie gezielt Schnell-Ladestationen anfahren und in den 30 Minuten eine Kleinigkeit essen. Eine Pause auf langen Strecken hat noch niemandem geschadet.

R+V24 Team Experten rund ums Auto

Mehr als nur die Versicherung von Fahrzeugen! Das R+V24-Team der Kfz-Versicherung schreibt über Erfahrungen sowie Kenntnisse rund um das Thema Auto, Motorrad, Roller und Co. So arbeitet ein bunt gemischtes Team daran, die Faszination und das Wissen für alles auf Rädern hier im Magazin zu teilen.

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