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Assistenzsysteme Teil 2: Beleuchtung am Auto

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Assistenzsysteme Teil 2: Beleuchtung am Auto

Sicherheit ist eines der zentralen Themen und wird auch im Automobilbau stetig weiter entwickelt. Im ersten Artikel habe ich euch verschiedene Einpark-Assistenten näher vorgestellt. Heute soll es um die Beleuchtung gehen. Halogen, Xenon, LED – welche unterschiedlichen Assistenzsysteme können uns unterstützen?

01.10.2013 | R+V24 Team

Typische Angel Eyes eines BMW 520i
Typische Angel Eyes eines BMW 520i. Wikimedia © Thomas Adamski

1913 war es soweit: Es gab das erste elektrische Licht am Auto, das „Bosch-Licht“. Nun – 100 Jahre – später hat sich einiges getan: LED-Dioden schaffen nicht nur hervorragende Lichtverhältnisse, sondern auch charakteristische Formen und Umrisse. Mit Halogenlampen hat nur BMW mit der Korona, den Angel Eyes, ein sofort erkennbares Standlicht geschaffen. Mit den flexibel anzubringenden LEDs kreieren nun immer mehr Autobauer markante Gesichtszüge ihrer Autos.

Markante LEDs des Audi quattro sport concept
Markante LEDs des Audi Quattro Sport Concept. © Jens Stratmann

Nun aber zu den Sicherheitssystemen:

 

  • Lichtautomatik

Bei der Lichtautomatik wird das Licht in der Regel nicht mehr vom Fahrer bedient, sondern durch ein elektronisches Steuergerät. Diese automatisierte Steuerung basiert auf Sensoren.

Ein Lichtsensor sitzt in der Windschutzscheibe, erfasst den Helligkeitsgrad und entscheidet je nach Helligkeit, wann es nötig ist, das Licht an- bzw. abzuschalten. Zusätzlich gibt es meistens einen Regensensor, der entsprechend der Witterung reagiert und bei Regen und Schnee auch die Scheibenwischer steuert. Das Licht wird also – falls die Automatik aktiviert ist – bei Bedarf automatisch geregelt.

Diese Automatik erleichtert dem Fahrer das Handling des Autos und erhöht in vielen Fällen die Sichtbarkeit. Allerdings liegt auch genau hier eine Schwachstelle: Die „Gewöhnung“ kann dazu führen, dass in anderen Fahrzeugen, die nicht über solch eine Lichtautomatik verfügen, das manuelle Anschalten des Lichts „vergessen“ wird.

Neben der Fahrsicherheit erhöht die Lichtautomatik aber auch die Sicherheit eines stehenden Fahrzeugs. Ein Beispiel ist die „Coming-home-Funktion“: Nachdem der Motor ausgestellt wurde, leuchtet das Abblendlicht noch kurze Zeit. Aussteigende Mitfahrer bzw. die Umgebung können so besser erkannt werden.

Die Automatik kann aber nicht nur die Scheinwerfer, sondern auch die Innenbeleuchtung regeln.

 

  • (adaptives) Kurvenlicht

Erste Kurvenlichter wurden bereits Anfang des 20. Jahrhundert in Cadillacs verbaut. Bis in die 60er Jahre fanden sie immer weitere Verbreitung, bis sie verboten wurden. Erst 2002 wurde das Verbot aufgehoben und seitdem steigt die Zahl der Autos mit Kurvenlicht stetig an.

Beim Kurvenlicht wird der Lichtkegel in Richtung des Zentrums der zu fahrenden Kurve gedreht und erleichter so das Erkennen – von andernfalls in der Dunkelheit verborgenen – Radfahrern oder Fußgängern. Das Licht schwenkt also mit und leuchtet so einen größeren Raum aus.

 

  • Nachtsicht-Assistent

Beim Nachtsicht-Assistenten geht es darum, die Sehfähigkeit im Dunkeln zu erhöhen. Vor allem in der Nacht sehen viele schlecht. Dann hilft der Assistent, die Sichtweite zu erhöhen.

Und das funktioniert so: Normalerweise ist die Reichweite von Abblend- und Fernlicht sehr unterschiedlich. Beim Nachtsicht-Assistenten entspricht die Weite des Abblendlichts der des normalen Fernlichts, ohne jedoch den Gegenverkehr zu blenden. Die ausbleibende Blendung liegt an dem Infrarotlicht, das genutzt wird – es ist für das menschliche Auge nicht sichtbar.

Bei diesem Assistenten wird zwischen passivem und aktivem Typ unterschieden. Der aktive Nachtsicht-Assistent strahlt tatsächliches Infrarotlicht aus und verarbeitet die zurückkehrenden Reflexionen mit Hilfe einer Spezialkamera zu einem Schwarzweiß-Bild. Dieses wird dann entweder in einem Display im Armaturenbrett angezeigt oder direkt via Head-Up-Display an die Windschutzscheibe projiziert.

Beim passiven Assistenten gibt es keinen eigenen Infrarot-Scheinwerfer. Stattdessen funktioniert er eher wie eine Wärmebildkamera. Es werden also nicht die Reflexionen der abgesetzten Infrarotstrahlen angezeigt, sondern die von den Objekten abgegebene Infrarotstrahlung. Diese wird wie beim aktiven Typ auch über ein Schwarzweiß-Bild visualisiert.

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Mehr als nur die Versicherung von Fahrzeugen! Das R+V24-Team der Kfz-Versicherung schreibt über Erfahrungen sowie Kenntnisse rund um das Thema Auto, Motorrad, Roller und Co. So arbeitet ein bunt gemischtes Team daran, die Faszination und das Wissen für alles auf Rädern hier im Magazin zu teilen.

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