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Anhängelast – was kann Ihr Auto schultern?

Anhänger sind praktisch – in ihnen lassen sich beispielsweise Geräte verstauen, falls das Kofferraumvolumen des eigenen Autos nicht ausreicht. Allerdings ist nicht jeder Wagen geeignet, um größere Lasten zu ziehen. Ist ein Anhänger zu schwer, können Schäden am Fahrzeug auftreten. Wir erklären, wie Sie die Anhängelast Ihres Autos berechnen.

26.07.2021 | R+V24 Team

Ob es um einfache Anhänger oder schwere Wohnwagen geht – hin und wieder ist es praktisch, auf Reisen einen Zusatz mitzuführen. Allerdings eignet sich nicht jedes Auto-Modell als Zugfahrzeug. Ist der Anhänger zu schwer, kann es sein, dass Schäden an Ihrem Wagen auftreten. Doch wie findet man heraus, wie hoch die Anhängelast sein darf? Diese Frage beantworten wir in den folgenden Abschnitten.

Was bezeichnet man als Anhängelast?

Die Anhängelast steht im Fahrzeugschein und beschreibt das zulässige Gewicht, das ein Fahrzeug ziehen darf. Die Angabe finden Sie in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 und 2 sowie in der sogenannten Konformitätsbescheinigung.

Wie viel Zusatzgewicht Ihr Wagen transportieren kann, ist unter anderem abhängig von:

  • Getriebe
  • Antriebsart
  • Motorisierung

Bevor Sie eine bestimmte Anhängelast an Ihrem Auto befestigen, sollten Sie unbedingt einen Blick in Ihren Fahrzeugschein werfen.

Anhängelast berechnen – so geht’s

Wenn Sie die Anhängelast Ihres Pkw berechnen wollen, benötigen Sie verschiedene Richtwerte. Wichtig ist es, den Unterschied zwischen gebremster und ungebremster Anhängelast zu kennen.

Ungebremste Anhänger gelten als Leichtanhänger und ziehen oft Motorräder, kleinere Boote u. Ä. Zu den bekanntesten Leichtanhängern gehören die bekannten Baumarktanhänger. Als gebremste Anhängerlast gelten große Kfz-Anhänger sowie Wohnwagen mit eingebauter Auflaufbremse. Letztere sorgt dafür, dass Anhänger automatisch bremsen, wenn das begleitende Auto langsamer wird. Solche dürfen daher deutlich schwerer sein als Leichtanhänger. Für Anhänger, die schwerer sind als 750 kg, sind Auflaufbremsen verpflichtend.

Entscheidend bei der Frage, ob Ihr Auto einen bestimmen Anhänger ziehen kann, ist neben der eingetragenen Auto-Anhängelast auch das Zug-Gesamtgewicht des Gespanns. Bei vielen Fahrzeugen findet sich in den Fahrzeugpapieren mittlerweile ein Zusatzeintrag, der das Gewicht des Gespanns limitiert. In der Folge können Sie beispielsweise Ihren Wagen nicht mehr voll beladen, falls Sie die Anhängelast komplett ausnutzen. Wollen Sie diese also erhöhen, müssen Sie im Zweifelsfall das Gewicht im Kofferraum reduzieren. Das liegt daran, dass das Gespann offiziell in der Lage dazu sein muss, 5-Mal in 5 Minuten an einem Berg mit 5-prozentiger Steigung anzufahren, ohne dass ein Fahrzeugteil dabei versagt.

Das passiert, wenn Sie die Anhängelast überschreiten

Überschreiten Sie die zulässige Anhängelast, liegt ein Verstoß gegen die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) vor. In schweren Fällen müssen Sie mit Bußgeldern von bis zu 630 Euro rechnen und einem Punkt in Flensburg. Entscheidend ist dabei unter anderem, um wie viel Prozent Sie die Last übertreten haben und ob das Zugfahrzeug eine zulässige Gesamtmasse von 7,5 Tonnen überschreitet.

Das sollten Sie bei der Stützlast beachten

Welche auch Autos mit hoher Anhängerlast zurechtkommen, ist nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt die Stützlast. Die Stützlast gibt Auskunft über das Maximalgewicht, das Ihre Anhängerkupplung tragen kann. Entsprechende Angaben finden Sie in Ihren Fahrzeugpapieren. Grundsätzlich gilt, dass die Stützlast dem Zugfahrzeug zugeschlagen und vom Anhängergewicht abgezogen wird. Die tatsächliche Last können Sie beispielsweise mithilfe einer gewöhnlichen Badezimmerwaage ermitteln. Legen Sie dazu einfach zwei Bretter auf die Waage und senken Deichsel und Stützrad vorsichtig ab, bis das Kupplungsmaul auf einem Brett steht. Letzteres sollte dabei so positioniert sein, dass Kupplungsmaul und Anhängerkupplung etwa auf einer Höhe sind. Sichern Sie dabei den Anhänger unbedingt sorgfältig, damit er nicht wegrollt. Nur wenn Sie Anhängelast und Stützlast einhalten, können Sie sicher sein, dass keine Schäden an Ihrem Fahrzeug auftreten und der Anhänger hält.

Wann sind Abreißsicherungen nötig?

Grundsätzlich müssen sämtliche gebremsten Anhänger durch ein Abreißseil mit dem Auto verbunden sein. Bei ungebremsten ist dies nicht nötig. Das Seil löst die Bremse aus, wenn sich Anhänger versehentlich vom Fahrzeug lösen.

Gut zu wissen: In Österreich, den Niederlanden sowie der Schweiz müssen alle Arten von Anhängern mit Seilen oder Ketten gesichert sein. Unterlassen Sie dies, drohen hohe Bußgelder.

Eignen sich Elektro-Autos als Zugfahrzeuge?

Im Bereich der E-Autos gibt es nur wenige Modelle, bei denen überhaupt ein Anhängerbetrieb möglich ist. Elektroautos mit Anhängerkupplung bieten beispielsweise Marken an wie:

  • Tesla
  • Nissan
  • Renault

Für die meisten E-Fahrzeuge gibt es allerdings schlicht keine Anhängervorrichtungen. Der Grund für liegt darin, dass das höhere Gewicht die Reichweiten der Elektrobatterien mit hoher Wahrscheinlichkeit stark verkürzt. Das könnte sich allerdings ändern, wenn leistungsfähigere Akkus entwickelt werden.

Mehr dazu:

R+V24 Team Experten rund ums Auto

Mehr als nur die Versicherung von Fahrzeugen! Das R+V24-Team der Kfz-Versicherung schreibt über Erfahrungen sowie Kenntnisse rund um das Thema Auto, Motorrad, Roller und Co. So arbeitet ein bunt gemischtes Team daran, die Faszination und das Wissen für alles auf Rädern hier im Magazin zu teilen.

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