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Urlaub in Krisenzeiten entspannt verbringen: Was Sie jetzt wissen müssen

Urlaub in Krisenzeiten ist nicht gerade einfach. Plötzlich gibt es viele Bestimmungen, die Sie beachten müssen. Die R+V24 gibt Ihnen für die Urlaubsplanung wichtige Tipps, damit Sie auch in Krisenzeiten entspannt auf Reisen gehen können.

03.08.2021 | R+V24 Team

Coronakrise, Klimakrise, Wirtschaftskrise – wie es scheint, drehen sich die Schlagzeilen nur noch um diesen Begriff. Krisen sind mit Einschränkungen und Entbehrungen verbunden, viele Menschen müssen auf das verzichten, was am meisten Spaß macht – dazu zählt ebenso der wohlverdiente Urlaub. Doch auch wenn die aktuell akuteste Krise durch Corona uns weiterhin fest im Griff hat und freies Reisen erschwert ist, gibt es Möglichkeiten, Urlaub in Krisenzeiten zu planen. Hier erhalten Sie außerdem wertvolle Tipps für Ihre Urlaubsplanung, mit oder ohne Auto, für die Zeit während sowie nach Corona.

Tipps für die Urlaubsplanung in Krisenzeiten: Trotz Corona sicher buchen

Die Coronapandemie hat die Reisebranche auch in diesem Jahr weiter fest im Griff. Viele Menschen möchten ihren Urlaub in Krisenzeiten auch im Ausland verbringen, allerdings gelten noch immer diverse Auflagen wie Quarantäne und Testpflicht oder Reisewarnungen für bestimmte Länder.

Wo Sie aktuell Urlaub machen können

Reisen in der Krise ist bei niedrigen Inzidenzen zwar einfacher, aber weiterhin mit Auflagen verbunden. Geltende Einreisebeschränkungen, Quarantänevorschriften, die Testpflicht oder Nachweispflicht einer Impfung richten sich immer nach den aktuellen Infektionszahlen und werden entsprechend angepasst. Welche Reise- und Sicherheitshinweise es für das Land gibt, in dem Sie Ihren Urlaub verbringen, können Sie der Website des Auswärtigen Amts entnehmen. Die Website des Bundesinnenministeriums informiert laufend über die geltenden Einreisebestimmungen für Deutschland.

Urlaubsplanung in unsicheren Zeiten: Wenn der Reiseveranstalter Insolvenz anmeldet

Als Urlauber haben Sie verschiedene Möglichkeiten, sich in Krisenzeiten gegen eine mögliche Insolvenz des Reiseveranstalters oder der Airline abzusichern. Als Pauschalurlauber sind Sie in diesem Fall mit einem besseren Schutz ausgestattet als Individualreisende. Letztere haben keinen Insolvenzschutz, wenn der Reiseveranstalter pleitegeht. Für Pauschalurlauber springt die Versicherung ein, sorgt für die Rückführung der gestrandeten Personen und erstattet das Geld für Reisen, die nicht mehr angetreten werden können.

Tipp für die Urlaubsplanung in Krisenzeiten: Camping

Solange die Coronapandemie weiter anhält, gelten verschärfte Anordnungen: Abstandsregeln, Kontaktbeschränkungen, Menschenmassen meiden – fast unmöglich während des Urlaubs im 5-Sterne-Hotel. Kein Wunder also, dass Camping gerade jetzt einen Boom erlebt, wenn es ums Reisen in Krisenzeiten geht. Denn Sie können trotz Einschränkungen viele Vorteile gegenüber anderen Reiseformen genießen:

  • Sie bleiben flexibel, was das Reiseziel und den -zeitraum angeht.
  • Sie vermeiden Menschenansammlungen wie in Hotels, Zügen oder Flugzeugen.
  • Sie können die Reiseroute mit dem Auto individuell anpassen, wenn sich die Lage kurzfristig ändern sollte.
  • Wer die Worte „Krise“ und „Corona“ nicht mehr hören kann, für den ist Campingurlaub genau das Richtige: In der Natur, ohne Internetverbindung und Fernseher können Sie von der Flut an schlechten Nachrichten am besten abschalten.

Es lohnt sich also darüber nachzudenken, Wohnmobil-Urlaub zu planen und auch während der Krise eine entspannte Auszeit von der Arbeit nehmen zu können.

Tipps für die Urlaubsplanung in den Zeiten nach Corona

Corona ist nicht die einzige Krise, die uns momentan das Leben schwer macht. Auch das Klima ist ein Thema, welches bereits vor der Pandemie bestand und uns weiterhin begleitet. Proteste wie Fridays for Future beweisen, dass das Klima ebenfalls in der Krise steckt. Angesichts der aktuellen Lage (Waldbrände am Mittelmeer, Überschwemmungen und Hitzewellen) stellen sich mehr und mehr Menschen die Frage, ob nicht doch ein Umdenken erforderlich ist – auch was die schönste Zeit im Jahr angeht. Hier finden Sie ein paar Tipps wie Ihre Urlaubsplanung nach Corona aussehen könnte:

  • Weniger pauschal, mehr individuell: Meiden Sie Massentourismus und entdecken Sie Ihre Reiseziele ganz individuell abseits der künstlichen Urlaubswelten. Besondere Erlebnisse garantiert!
  • Kleinere Reiseveranstalter unterstützen: Diese kennen die Geheimtipps vor Ort, legen Wert auf Nachhaltigkeit und arbeiten eng mit regionalen Partnern zusammen, die Sie in dem Zuge durch Ihre Reise unterstützen.
  • Reisen anstatt hetzen: Das Ziel mit der Bahn, dem Bus oder dem Schiff zu erreichen, gibt Ihnen die Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen und diese Zeit zu genießen, anstatt von einem Ort zum anderen zu hetzen.
  • Hotels in Familienbesitz unterstützen: Ein kleines familiengeführtes Hotel kann Ihnen durch wahre Gastfreundschaft und ökologischem Engagement einen echten Mehrwert im Urlaub bieten.
  • Urlaub mit dem Auto planen: Auch Deutschland hat schöne Ecken, die es zu entdecken gilt, es muss nicht immer ein Urlaub im Ausland sein.

 

Tipps für die Urlaubsplanung in Krisenzeiten: Diese Rechte haben Sie

Als Arbeitnehmer haben Sie auch in Krisenzeiten Anspruch auf Urlaub, egal, ob Sie festangestellt sind oder als Teilzeitkraft, geringfügig Beschäftigter, Praktikantin oder Auszubildender tätig sind. Die Länge des Urlaubs richtet sich nach der Beschäftigungsart und Dauer der ununterbrochenen Betriebszugehörigkeit.

Gemäß § 7 Absatz 1 des Bundesurlaubsgesetzes (BurlG) muss der Arbeitgeber Ihre Wünsche bei der Urlaubsplanung berücksichtigen, es sei denn, Sie melden innerhalb der gesetzten Frist keine Wünsche an. In diesem Fall fällt es dem Arbeitgeber zu, Ihren Urlaub auch in Krisenzeiten zu verplanen. Der Hintergrund ist hier, dass der Arbeitnehmer den festgelegten Urlaub im jeweiligen Kalenderjahr nehmen muss, dafür hat letzten Endes der Arbeitgeber zu sorgen. Ihre Urlaubswünsche müssen allerdings auch nicht zwingend genehmigt werden, denn der Arbeitgeber kann einen Urlaubsantrag aus betrieblichen Gründen nicht genehmigen. Zu diesen zählen Krankheit eines Kollegen oder wichtige Projekte, die zu dieser Zeit abgeschlossen werden müssen.

Betriebsurlaub: Darf der Arbeitgeber den Urlaub festlegen?

Unter bestimmten Umständen darf Ihr Chef Betriebsferien anordnen und somit bestimmen, dass die Mitarbeiter in diesem Zeitraum Urlaub nehmen. Allerdings muss hier grundsätzlich eine festgelegte Ankündigungsfrist eingehalten werden. Im besten Falle vor Beginn des jeweiligen Urlaubsjahres, damit Sie als Mitarbeiter eine gewisse Planungssicherheit haben. Der Arbeitgeber darf jedoch nie den gesamten Jahresurlaub der Mitarbeiter für Betriebsurlaub verplanen. Sofern das Unternehmen einen Betriebsrat hat, muss dieser dem vorgegebenen Urlaub außerdem zwingend zustimmen.

Während Krisenzeiten kann der Arbeitgeber sogar Zwangsurlaub anordnen. Dieser greift, wenn „dringende betriebliche Belange“ die Anordnung rechtfertigen und der Betrieb durch eine unerwartete und plötzliche Krise in seiner Existenz bedroht ist (Kunden brechen weg, Versorgung der Rohstoffe fällt aus). Diese Maßnahme zählt jedoch zu den letzten Mitteln, vorher kann der Arbeitgeber auch andere Möglichkeiten prüfen wie beispielsweise:

  • Abbau von Überstunden oder Zeitguthaben
  • Einführung von Kurzarbeit
  • Schichtarbeit einschränken
  • Entlassung von Leiharbeitern
Urlaub in Krisenzeiten: Darf der Chef den Urlaub streichen?

Bereits genehmigte Urlaubstage darf Ihr Chef nicht einfach grundlos streichen. Ist die Zusage für Ihren Urlaub erst einmal erteilt, muss sie auch eingehalten werden – auch wenn der Arbeitgeber im Nachhinein feststellt, dass der Zeitpunkt Ihres Urlaubs doch unpassend für ihn ist.

Wir haben zwei Urlaubsplanungs-Tipps für Sie, in welchen Situationen es für Ihren Chef zulässig ist, Ihren genehmigten Urlaub zu streichen:

  1. Arbeitgeber und -nehmer einigen sich einvernehmlich darauf, den Urlaub zu streichen oder zu verschieben. Der Arbeitnehmer muss diesem ausdrücklich zustimmen, außerdem ist eine Begründung für diesen Schritt erforderlich.
  2. Wenn ein gewichtiger Ausnahmegrund vorliegt, wie etwa unvorhergesehene existenzbedrohende Umstände, aufgrund derer die Anwesenheit des Arbeitnehmers zwingend erforderlich ist, darf der Arbeitgeber den Urlaub ohne Einverständnis des Mitarbeiters streichen.

Mehr dazu:

R+V24 Team Experten rund ums Auto

Mehr als nur die Versicherung von Fahrzeugen! Das R+V24-Team der Kfz-Versicherung schreibt über Erfahrungen sowie Kenntnisse rund um das Thema Auto, Motorrad, Roller und Co. So arbeitet ein bunt gemischtes Team daran, die Faszination und das Wissen für alles auf Rädern hier im Magazin zu teilen.

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