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Sicher surfen im Internet

Vom Notebook oder Smartphone aus zu shoppen, ist herrlich bequem. Allerdings lauern im World Wide Web einige Gefahren, die Sie nicht nur richtig viel Geld kosten können, sondern auch auf unangenehme Weise Ihre Privatsphäre angreifen. Wer jedoch weiß, wo die Fallen zuschnappen und wie man diese richtig umschifft, bewegt sich sicher durch den digitalen Kosmos.

15.11.2021 | R+V24 Team

Sicher im Internet:

Einfache Tipps, um Betrügern das Leben schwer zu machen

Was für ein Glück! Nach dem Stöbern in zahllosen Online-Shoppingmalls haben Sie endlich das perfekte Vorzelt für Ihren Camper entdeckt? Und das auch noch zu einem sensationellen Preis? Dann schnell zuschlagen, bevor Ihnen ein anderer den Superschnapper vor der Nase wegshoppt. Oder besser doch nicht? Sicherlich wartet so manch ein verlockendes Angebot im Internet darauf, aufgespürt zu werden. Unter diesen Glücksgriffen verbergen sich jedoch auch einige Köder von Cyberkriminellen. Wenn Sie in eine dieser Fallen tappen, kann das richtig teuer werden und jede Menge Nerven kosten. Doch dazu muss es nicht kommen. Mit Hilfe einiger einfachen Regeln, manövrieren Sie bei Ihrer Shoppingtour sicher durch das Internet.

Stolperfallen beim digitalen Einkaufsbummel

Internet-Betrüger verfolgen in der Regel drei Ziele:

  1. Sie wollen Ihre persönlichen Daten abfischen und diese zu unseriösen Zwecken missbrauchen.
  2. Sie interessieren sich für Ihre Bankzugänge, Passwörter und Kreditkartendaten, um damit Kasse zu machen.
  3. Sie kassieren im Vorfeld Geld für Ware, die dann nie versendet wird.

Aber wie bringt man einen potenziellen Kunden am schnellsten dazu, die persönlichsten Daten mit Begeisterung mit einem Unbekannten zu teilen? Richtig, indem man ihm ein Angebot macht, das er nur mit Mühe ablehnen kann. Das geht am einfachsten beim Online-Shoppen. Um gefakte Angebote zu enttarnen, müssen Sie jedoch ein paar zusätzliche Klicks und wenige Minuten Ihrer Zeit investieren.

Schwarze Schafe in der Online-Shop-Herde erkennen

Lockartikel erkennen Sie daran, dass diese zu einem unverschämt günstigen Preis angeboten werden. Dann sollten bei Ihnen die Alarmglocken bereits leise bimmeln. Schauen Sie sich den Shop ganz genau an. Wirkt der Internetauftritt professionell? Über die Handelsregister-Nummer im Impressum finden Sie mit kurzer Recherche im Internet schnell heraus, ob das Unternehmen angemeldet und damit seriös ist. Ein Anruf bei der Telefonnummer, die auf der Website unter „Kontakt“ vermerkt ist, bringt weitere Aufschlüsse über die Vertrauenswürdigkeit des Unternehmens. Es gibt weder ein Impressum noch Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGBs) oder eine Kontaktmöglichkeit? Dann lassen Sie den Schnapper lieber sausen und klicken weiter.

Ein Namenscheck des Unternehmens im Browser gibt Aufschluss darüber, wie seriös der Shop tatsächlich ist. Gängige Recherche-Tools sind hierbei Verbraucherportale wie „Trustpilot“. In diesen bewerten Käufer die Shops, in denen sie Ware bestellt haben und warnen vor unseriösen Anbietern.

Sichere Zahlungsmethode wählen

Vorsicht ist auch beim Bezahlvorgang geboten. In dieser Phase können Kriminelle Bankdaten oder Kreditkartennummern erbeuten und damit die Konten leerräumen. Daher ist die Bezahlung per Rechnung unangefochten die sicherste Art, um Artikel zu bezahlen. Nur bei dieser Zahlungsmethode behalten Sie die Kontrolle über Ihre Finanzdaten und Ihr Geld – das Risiko liegt in diesem Fall bei dem Händler.

Kleinere Unternehmen können sich dieses Risiko nicht immer leisten. Sie bieten alternative Zahlungsmethoden wie Vorkasse, Nachnahme, Kreditkartenzahlung, Lastschriftverfahren sowie Zahlservices wie giropay, Apple Pay, Google Pay oder PayPal an. Diese weisen jedoch in puncto Sicherheit unterschiedliche Schwachstellen auf.

  • Vorkasse und Nachnahme: Das größte Risiko gehen Sie bei den Zahlungsmethoden Vorkasse und Nachnahme ein. Hier setzen Sie Ihr Vertrauen und Ihr Geld auf die Seriosität des Online-Händlers. Ist das Geld erst einmal bezahlt und die Warenlieferung bleibt aus bzw. entspricht nicht Ihren Qualitätsvorstellungen, sehen Sie es im schlimmsten Fall nicht mehr wieder.
  • Kreditkarten- und Lastschriftzahlungen: Bei einer Zahlung per Kreditkarte oder Lastschrift geben Sie Kriminellen alle Daten an die Hand, die diese für einen Raubzug durch Ihr Konto benötigen. Diese Zahlmethode empfiehlt sich daher nur für absolut vertrauenswürdige Online-Shops.
  • Zahlservice: Beim digitalen Zahlservice (Digital Payment) läuft die Transaktion über einen Dritten – nämlich dem Anbieter des Services. Die Vorteile: Sie müssen Ihre Finanzdaten beim Shoppen nicht preisgeben und bei Betrugsversuchen zahlt der Dienstleister Ihnen das investierte Geld im Rahmen des sogenannten „Käuferschutz“ zurück. Der Nachteil: Sie erlauben dem Anbieter den Zugriff auf Ihr Konto und stellen diesem damit hochsensible Daten zur Verfügung. Nutzen Sie hingegen den Zahlservice Ihrer Hausbank oder Sparkasse, müssen Sie sich bei keinem weiteren Unternehmen mit Ihren Finanzdaten registrieren.

Das kleine 1x1 des sicheren Surfens im Internet

1. Schwer zu knackende Passwörter vergeben
Ein schwer zu knackendes Passwort beinhaltet mindestens zehn Zeichen, die keinen logischen Zusammenhang ergeben. Eine wilde Kombination aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Zeichen sind hier genau die richtige Wahl. Besonders einfach erstellen Sie sichere Passwörter mit der Hilfe eines Passwortgenerators. Dieser würfelt Ihnen per Zufallsprinzip eine Zeichenkombination zusammen, die Hacker die Arbeit sehr schwer machen.

Um alle Passwörter für Ihre Internet-Zugänge sicher abzulegen, können Sie einen sogenannten „Passwortmanager“ nutzen. Dieser digitale Tresor bewahrt alle Ihre Benutzernamen und Passwörter sicher auf. Um auf Ihre Passwörter zuzugreifen, müssen Sie sich lediglich das Master-Passwort merken, mit dem Sie den Online-Tresor öffnen können. Dieses sollte jedoch nicht auf dem Rechner gespeichert sein – Stift und Zettel bieten sich als Merkhilfe an.

2. Aufgepasst bei der Übermittlung von sensiblen Daten
Zu den sensiblen Daten zählen neben Namen, Geburtstag, E-Mail-Adresse, Wohnadresse und Telefonnummern auch Kreditkartennummern und Bankverbindungen. Bevor Sie diese weitergeben, sollten Sie genau prüfen, ob der Web-Zugang sicher oder angreifbar ist. Das können Sie ganz einfach an der Browserzeile erkennen, die Sie zu der betreffenden Seite führt. Beginnt die Webadresse mit den Buchstaben http, ist der Zugang nicht sicher – ihm fehlt dafür ein kleines „s“ am Ende. Dieses weist darauf hin, dass die Übermittlung der Daten per Hypertext Transfer Protocol Secure (https) verschlüsselt und dadurch geschützt vor dem Zugriff Dritter stattfindet.

Nicht immer bekommen es Internetnutzer mit, wenn Ihre persönlichen Daten ausgespäht wurden. Das Hasso-Plattner-Institut bietet eine einfache Möglichkeit, das zu überprüfen. Hier können Sie herausfinden, ob Ihre Identität ausspioniert wurde.

3. E-Mails richtig prüfen
Um Cyber-Angriffe abzuwehren, sollten Sie vor dem Öffnen von unerwarteten Mails stets auf der Hut sein. Checken Sie als erstes die E-Mail-Adresse des Absenders. Handelt es sich dabei um eine schlüssige Mailadresse, in der der Name des Unternehmens auftaucht? Oder bildet diese eine Reihe von wild zusammengewürfelten Buchstaben? Im letzteren Fall sollten Sie der Mail keinerlei weitere Beachtung schenken und sie direkt im Papierkorb Ihres E-Mail-Accounts versenken. Denn: Alle Unternehmen haben in ihren Mail-Adresse den Unternehmensnamen eingebunden. Schickt Ihnen beispielsweise DHL, Otto oder Amazon eine Mail, taucht der Unternehmensnamen „DHL“, „Otto“ oder „Amazon“ auch in der zweiten Hälfte der Mail-Adresse auf.

Der Betreff einer E-Mail gibt ebenfalls Aufschluss über die Absichten des Absenders. Wenn das angegebene Thema sehr allgemein gehalten ist wie „Ihr Paket verspätet sich“ oder „Ihr Gutschein“, ist Vorsicht geboten. Eingefügte Links solcher Spam-Mails führen oftmals auf virenverseuchte Seite oder auf Website, die Ihnen Ihre persönlichen Daten entlocken wollen. Vom Öffnen von Anhängen sehen Sie in diesen Fällen ebenfalls besser ab. Diese können Schadsoftware enthalten, der Sie über den Download die Tore zu Ihrem Rechner öffnen.

Cybersicherheit: Digitale Bodyguards für sicheres Surfen im Netz

Neben den genannten Vorsichtsmaßnahmen sollten Sie Ihren Rechner mit ausreichend Waffen ausrüsten, um Cyberangriffe abzuwehren. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören:

  1. Virenscanner installieren
    Zur Grundausstattung eines jeden Rechners zählt ein Virenscanner. Die Anti-Viren-Software checkt Websites vor dem Erreichen auf mögliche Schadsoftware und sperrt gegebenenfalls rechtzeitig den Zugriff. Zudem sucht er den Rechner regelmäßig auf Schadsoftware ab. Wird er fündig, schleust er diese in Quarantäne und macht sie unschädlich.
  2. Software regelmäßig aktualisieren
    Software-Unternehmen schließen immer wieder Sicherheitslücken in ihren Programmen. Die neueste und sicherste Version stellen sie ihren Nutzern über Updates zur Verfügung. Daher sichern Sie Ihren Rechner am besten, wenn Sie Betriebssystem und Apps regelmäßig aktualisieren.

Mit einem gut gewappneten Rechner, einem kühlen Kopf und einem gesunden Datengeiz bewegen Sie sich beim Shoppen im Netz sehr sicher. Wenn Ihnen unter diesen Voraussetzungen ein Schnäppchen über den Weg läuft, heißt es: Schnell zugreifen, bevor es jemand anderes tut!
 

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Mehr als nur die Versicherung von Fahrzeugen! Das R+V24-Team der Kfz-Versicherung schreibt über Erfahrungen sowie Kenntnisse rund um das Thema Auto, Motorrad, Roller und Co. So arbeitet ein bunt gemischtes Team daran, die Faszination und das Wissen für alles auf Rädern hier im Magazin zu teilen.

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