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Nissan Leaf 62 kWh e+ Fahrbericht | Test | Review

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Nissan Leaf 62 kWh e+ Fahrbericht | Test | Review

Der Nissan Leaf war damals eines der ersten ernstzunehmenden Elektroautos, inzwischen ist das Fahrzeug nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit, vor allem was die Ladeinfrastruktur betrifft, wen das aber nicht stört und zu Hause laden kann, der wird mit dem Nissan Leaf ein grundsolides Fahrzeug bekommen, welches in Sachen Verbrauch sehr bescheiden und in Sachen Platzangebot sehr großzügig ist.

01.03.2021 | Jens Stratmann

Nissan Leaf 62 kWh e+ Design Check

Das ist der Nissan Leaf 62 kWh e+ in der Tekna Ausstattung. Das Fahrzeug ist 4,5 Meter lang und inkl. Außenspiegel 2,03 Meter breit, ohne Außenspiegel sind es 1,78. Der Nissan Leaf ist 1,54 Meter hoch. Der Wendekreis liegt bei 11,0 Meter, der Radstand wird mit 2,70 Meter angegeben. Wir haben eine Bodenfreiheit von 16,9 cm und einen cw-Wert von 0,29.

Klassische Bauteile treffen beim Nissan Leaf e+ auf moderne Technologien. McPherson-Federbeine vorne, Verbundlenkerachse. Der Nissan Leaf rollt auf 6,5 x 17″ großen Felgen die mit 215/50 17″ Reifen bereift sind. Wenn man nicht rekuperiert sorgen sich innenbelüftete Scheibenbremsen an der Vorderachse und belüftete Scheibenbremsen an der Hinterachse um die notwendige Verzögerung.

Serienmäßig leuchten Halogen-Scheinwerfer den Weg, LED-Tagfahrleuchten und LED-Rückleuchten sind Serie.

Nissan Leaf 62 kWh e+ Interior

Nissan Leaf 62 kWh e+ Innenraum Check

Der Fahrersitz ist höhenverstellbar, das Lenkrad lässt sich in der Höhe, aber auch in der Tiefe verstellen und wir erfreuen uns über die Sitz- sowie über die Lenkrradheizung. Die Klimaanlage mit Pollenfilter sorgte für angenehme Temperaturverhältnisse, auch wenn die Benutzung natürlich die Reichweite einschränkt. Von der Bedienung ist der Nissan Leaf schon fast ein Musterschüler. Er lässt gar keine Fragen offen. Darüber hinaus bietet er ausreichend Ablageflächen, und in Sachen Konnektivität überzeugt er auch dank Apple CarPlay und Co. Nur die Rückfahrkamera könnte etwas schärfer sein.

Der Kofferraum reicht für mehr als nur einen Einkauf aus!

Das Kofferraumvolumen wird mit 390 Liter angegeben. Damit übertrumpft der Nissan Leaf z.B. sogar einen aktuellen Audi A3. Klappt man die Rücksitzlehnen um, steht ein Volumen von 1.176 Liter zur Verfügung. Wem das Platzangebot nicht reicht, der wird sich eventuell noch über die Dachlast von 35 kg freuen, eine Anhängelast und Stützlast gibt es beim Nissan Leaf nicht. Das Leergewicht liegt bei ca. 1.720 kg und die maximale Zuladung wird mit 435 kg angegeben. Die Ladekante liegt übrigens 72 cm hoch.

Okay, nur ChaDeMo und Typ 2 - aber Probleme hatten wir deswegen nicht!

Nissan Leaf 62 kWh e+ Motor Check

Der Elektromotor hat eine Leistung von 160 kW, wenn man umrechnen möchte schlummern hier 217 muntere Pferdchen. Lässt man die los stürmen, dann geht es innerhalb von 6,9 Sekunden auf Tempo 100 km/h. Das maximale Drehmoment liegt bei 4.000 Umdrehungen an und beträgt satte 340 Nm. Die Höchstgeschwindigkeit ist zugunsten der Reichweite und der Batterielanglebigkeit auf Tempo 157 km/h begrenzt.

Die Batterie verfügt über eine Kapazität von 62 kWh und lässt sich an der normalen Steckdose, via Typ 2 oder halt über den ChaDeMo Standard aufladen. Wechselstrom bis 6,6 kw, ChaDeMo 50 kW und an der Haushaltsteckdose bis 2,3 kW. Mit einem Typ 2 Mode 3 Kabel sind es bis zu 7,4 kW. Die Ladeklappe ist beleuchtet und das Fahrzeug ist gegen eine Fehlbedienung geschützt, sprich man kann nicht losfahren wenn das Ladekabel noch steckt, woher ich das wohl weiß.

Wir haben locker über 300 Kilometer mit einer Akkuladung geschafft!

Nissan Leaf 62 kWh e+ Fahreindruck Check

Es ist natürlich das lautlose Fahren, was sofort begeistert. Die ersten Geräusche die man hört sind die Abrollgeräusche der Räder und anschließend die Windgeräusche. Machen wir es kurz, der Antrieb hat keine Probleme mit dem Leergewicht von etwas über 1,7 Tonnen. Die Kraft geht über ein stufenloses Automatikgetriebe auf die Vorderachse. Nach WLTP soll das Fahrzeug 18,5 kWh auf 100 km verbrauchen und das kann man locker schaffen. Wir konnten den Nissan Leaf zwischen 13,0 und 17,0 kWh bewegen, im Winter wird er etwas mehr nehmen, im Sommer etwas weniger.

Der elektrische Familienwagen im R+V24 Drive Check!

Die Antriebskräfte spürt man im Lenkrad, angetrieben wird die Vorderachse. Das Fahrwerk kommt mit dem Gewicht vom Fahrzeug gut klar und ich würde es als komfortabel bezeichnen, durch den tief montierten Akku verfügt der Nissan Leaf über einen niedrigeren Schwerpunkt, auch schnellere Kurvendurchfahrten meistert der Leaf ohne Probleme. Die verbaute Bremsanlage verzögert das Fahrzeug ausgesprochen gut, nur die Lenkung – die könnte etwas direkter sein.

Interessant ist das e-Pedal! Aktiviert man das „One-Pedal-Driving“, kann man nur über das Fahrpedal das Fahrzeug beschleunigen und abbremsen. Nach einer kurzen Eingewöhnung kann man sich so sehr daran gewöhnen, dass man es anschließend bei anderen Fahrzeugen vermisst.

Alles im Blick!

Nissan Leaf 62 kWh e+ Kosten Check

Der Nissan Leaf startet mit der kleinen Batterie ab 29.990 Euro, mit der großen Batterie muss man mindestens 38.350 Euro investieren und in der von uns gefahrenen e+ Tekna Version wechslen mindestens 42.050 Euro den Besitzer. Dafür hat man dann auch den starken Elektromotor, den Typ-2-Ladeanschluss vorne für Wechselstrom (bis 6,6 kW) und 50 kW CHAdeMO-Schnellladeanschluss Gleichstrom (bis 100 kW kompatibel). Das Fahrzeug ist auch Vehicle-to-Grid Ready und fährt mit dem Winterpaket vor. Sprich Sitzheizung vorne und hinten, ein beheizbares Lenkrad und beheizbare Außenspiegel.

Ein gutes solides Elektrofahrzeug, mit niedrigem Verbrauchswerten.

Nissan Leaf 62 kWh e+ Fazit und Zielgruppen-Check

Nissan wirbt für den Leaf mit „der elektrische Familienwagen“ und das stimmt, wenn man mit der Reichweite auskommt, zu Hause laden kann – dann ist der Nissan Leaf durchaus eine Alternative zum VW ID.3. Wir hatten auch mit dem oft kritisierten ChaDeMo Schnellladeanschluss keine Probleme passende Ladesäulen zu finden. Nur via Typ 2 geht der Ladevorgang etwas zu langsam, was für den Akku aber gar nicht so schlecht ist.

Jens Stratmann Automobil-Journalist

Baujahr 1979, technisch im einwandfreien Zustand! Nach einer Ausbildung und über elf Jahren Erfahrung im KFZ-Bereich, machte Jens seine Passion zu seinem Beruf. Jens schreibt Beiträge über Neu- und Gebrauchtwagen, die auf persönlichen Erfahrungen und Fahrtests zu dem jeweiligen Auto basieren.

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