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Fahrberichte

Ist der EQA State of the Art oder fährt er der Zukunft hinterher?

Mercedes-Benz EQA 250

Mit dem Mercedes-Benz EQA 250 hat Mercedes-Benz nun eine Einstieges-Variante mit Stern im Angebot. Wir haben die wichtigsten Fakten zum rein elektrisch angetriebenen SUV zusammengefasst.

28.02.2021 | Jens Stratmann

Das ist der neue Mercedes-Benz EQA 250

Der EQA besitzt die typische Frontgestaltung von Elektrofahrzeugen aus dem Mercedes-Konzern und erinnert natürlich an den größeren Mercedes-Benz EQC. Auf den ersten Blick erkennt man den elektrifizierten EQA am Black-Panel-Grill mit Zentralstern, dazu gestellt sich das Leuchtenband vorne und hinten und es ziehen auch attraktive Räder in die Radhäuser ein.

Wofür steht die 250 hinter dem EQA?

EQA 250 Reichweite

Der Mercedes-Benz EQA startet zunächst als Mercedes-Benz EQA 250. Die Zahl 250 hat aber wenig Aussagekraft, man muss das vergleichen mit dem e-tron von Audi, den es ja auch mit verschiedenen Zahlen gibt. Je höher die Zahl, desto mehr Leistung steht zur Verfügung. Der Mercedes-Benz EQA 250 startet mit einer Leistung von 140 kW und einer Reichweite nach NEFZ von 486 Kilometern bzw. nach WLTP von 426 Kilometer. Das Nenndrehmoment wird mit 375 Nm angegeben. Weitere Varianten sollen folgen. Wir erwarten Allradmodelle mit einem zusätzlichen elektrischen Antriebstrang (eATS) und Leistungen jenseits der 200 kW. Zum anderen eine Version mit über 500 Kilometern Reichweite (WLTP).

CCS oder TYP2? Der EQA - Fahrer hat die Wahl. 11 kW Onboard-Charger oder 100 KW (DC)!

Die Batterie & Ladeinfrastruktur vom Mercedes-Benz EQA 250

Die Lithium-Ionen Batterie verfügt über 200 Zellen, die in 5 Modulen untergebracht werden. Die Nennspannung beträgt 367 Volt und der nutzbare Energiegehalt wird mit 66,5 kWh angegeben. Der Onboard-Lader verfügt über eine Ladeleistung von 11 kW. Über eine passende Wallbox kann das Fahrzeug innerhalb von 5:45 von 10 auf 100% aufgeladen werden. An der Schnellladesäule kann man den Akku innerhalb von 30 Minuten von 10-80 % laden. Hier steht eine Ladeleistung von maximal 100 kW (DC) zur Verfügung. Das ist unserer Meinung etwas zu wenig, vor allem im Hinblick auf das was Hyundai / Kia / Ioniq demnächst auf den Markt bringen wird.

Wir mögen die Felgen vom Mercedes-Benz EQA 250

Beim Fahrwerk macht Mercedes-Benz keine großen Experimente. An der Vorderachse vertraut man auf eine MacPherson-Achse, hinten kommt eine Mehrlenkerachse zum Einsatz. Die angetriebenen Vorderräder werden über innenbelüftete Scheibenbremsen im Bedarfsfall verzögert, die elektrische Feststellbremse wirkt sich auf die Hinterräder aus. Ab Werk rollt der EQA auf 7,5 x 18″ Felgen und 235/55 R18″ Reifen vom Band.

Den EQA erkennt man auf dem ersten Blick als Elektroauto!

Die Abmessungen und technische Daten

Das Fahrzeug ist 4.46 Meter lang, ohne Außenspiegel 1,83 Meter breit und 1,62 Meter hoch. Der Radstand beträgt 2,73 meter. Das Kofferraumvolumen misst 340-1.320 Liter und das fahrfertige Gewicht wird mit 2.040 kg angegeben. Die maximale Zuladung liegt bei 430 kg, somit summiert sich das zulässige Gesamtgewicht auf 2.470 kg. Damit ist der EQA definitiv kein Leichtgewicht. Innerhalb von 8,9 Sekunden geht es dennoch auf Tempo 100 und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 160 km/h. Nutzt man die über einen längeren Zeitpunkt voll aus, dann wird man den NEFZ-Norm Verbrauch von 15,7 kWh / 100 km allerdings nicht schaffen.

Typische Innenraumqualität von Mercedes-Benz! Digitalisiert und umfassend vernetzt!

Zum Serienumfang des EQA zählen unter anderem die LED High Performance-Scheinwerfer mit adaptivem Fernlicht-Assistenten, EASY-PACK Heckklappe mit elektrischer Betätigung zum Öffnen und Schließen, 18 Zoll große Leichtmetallräder, Ambientebeleuchtung mit 64 Farben, Doppel-Cupholder, Komfortsitze mit vierfach verstellbarer Lordosenstütze, Rückfahrkamera für mehr Übersicht und Komfort beim Rangieren sowie ein Multifunktions-Sportlenkrad in Leder. Serienmäßig an Bord sind ferner das intuitiv bedienbare Infotainmentsystem MBUX (Mercedes-Benz User Experience) sowie die Navigation mit Electric Intelligence. Individualisieren lässt sich der Neue mit den beiden Ausstattungslinien Electric Art und AMG Line sowie dem Night-Paket. Die Abwärme des elektrischen Antriebs kann dank der serienmäßigen Wärmepumpe für die Heizung der Fahrgastzelle genutzt werden.

Optik top, nur in Sachen Ladeinfrastruktur könnte der EQA bald "alt" aussehen!

Der EQA basiert auf dem GLA. Serienmäßig sind Fahrer- und Beifahrer-Airbag, Fahrer-Knieairbag und Windowbags verbaut. Die Windowbags decken die erste und zweite Sitzreihe ab. Thorax-Pelvis-Sidebags sind vorne ebenfalls serienmäßig und in der zweiten Sitzreihe als Sonderausstattung erhältlich.

Die Preise in Deutschland beginnen ab 47.540,50 Euro, dann geht es natürlich optional nach oben. Clever: Über das für den EQA 250 optionale IONITY-Paket können Mercedes-EQ Kunden an diesen Schnellladesäulen zum vergünstigten Strompreis von 0,29 €/kWh laden, die sind ansonsten nämlich recht teuer.

Fotos: © Mercedes

Jens Stratmann Automobil-Journalist

Baujahr 1979, technisch im einwandfreien Zustand! Nach einer Ausbildung und über elf Jahren Erfahrung im KFZ-Bereich, machte Jens seine Passion zu seinem Beruf. Jens schreibt Beiträge über Neu- und Gebrauchtwagen, die auf persönlichen Erfahrungen und Fahrtests zu dem jeweiligen Auto basieren.

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