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Neu: So schlägt sich der neue KIA Sorento PHEV im R+V24-Test.

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Test: Der neue KIA Sorento PHEV im R+V24 Fahrbericht

Dicke SUV? Sind doch voll uncool, Alter! Ist das wirklich so? Wir sind den Kia Sorento PHEV gefahren – also mit einem teilelektrifizierten Antrieb. Ist das große SUV damit wirklich so uncool wie man denken mag? Oder passt der koreanische Riese doch in die Zeit? Dieser Frage gehen wir im Drive Check nach und prüfen den Kia Sorento auf Herz und Nase!

30.08.2021 | Jens Stratmann

Kia Sorento PHEV Design Check

Nase? Es heißt doch auf Herz und Nieren!? Ganz recht! Wir aber schauen beim Design Check auf die Nase – auf die Tiger Nase genauer gesagt. Und die kann sich wirklich sehen lassen! Die mittlerweile vierte Generation des koreanischen Mid-Size-SUVs ist stattlich, chic und aufsehenerregend. Mit der Tigernase wird der Grill aller Kia-Modelle bezeichnet; das soll für den Wiedererkennungswert sorgen. Ob das gelungen ist, soll jemand anderes entscheiden. Gelungen ist in jedem Fall die Gestaltung des Kia Sorento.

 

Eckig, kantig, muskulös – Attribute, die das SUV in jedem Fall bietet. Die Matrix-LED-Scheinwerfer schauen dabei so grimmig, als wollten sie den Audi Q5, Mercedes-Benz GLC oder BMW X3 – die Haupt-Mitstreiter – direkt fressen. Interessant ist, dass der Kia stattlicher als die erwähnten Kompetitoren wirkt. Mit 4,81 m in der Länge, 1,90 m in der Breite und 1,70 m in der Höhe fährt der Koreaner aber auf Augenhöhe.

 

Richtig gefällig wirkt auch das Profil des Kia Sorento: Kantig zwar, aber mit dem gewissen Pfiff! Die modellierten Partien im Türbereich geben der Seitenlinie eine ansprechende Kontur, während die stark abfallende obere Fensterlinie ab der C-Säule für Dynamik sorgt. Ein nicht gerade kleiner Dachspoiler und 20-Zoll-Felgen rundet diesen Eindruck ab.

 

Am Heck erzeugt das Design des Kia Sorento nochmal richtig Dramatik und ist geprägt von horizontalen Linien. Als Hingucker kann man mit Fug und Recht die Rückleuchten in LED-Technik bezeichnen. Sie erinnern ein wenig an den Ford Mustang, lassen den Rücken des Kia Sorento aber richtig cool aussehen. Der Alu-Zierrat an der Heckschürze fällt da fast kaum auf.

Kia Sorento PHEV Innenraum Check

Ist das große SUV auch im Innenraum so cool wie von außen? Wir finden schon! Vor allem ist der Kia Sorento innen riesig! Selbst Großgewachsene finden vorne viel Platz und können es sich gemütlich machen. Sogar in Reihe zwei herrscht reichlich Bewegungsfreiheit, was dem um vier Zentimeter gewachsenen Radstand gegenüber dem Vorgänger zu verdanken ist. Angenehm ist auch der flache Kardantunnel, sodass man es auf mittleren Etappen zu dritt im Fond aushält. Wer 990 Euro investiert, bekommt eine dritte Sitzreihe im Kofferraum, die entweder für Kinder sogar auf längeren Strecken oder für Erwachsene für Kurzstrecken ausreicht. Je nach Sitzkonstellation stehen beim PHEV zwischen 693 und maximal 2.077 Liter Kofferraumvolumen bereit. Bei den konventionell angetriebenen Varianten sind es 705 bis 2.100 Liter.

 

Doch der Kia Sorento kann mehr, als nur mit seinem Platzangebot gefallen. So herrscht innen ein angenehmer Materialmix aus soften Oberflächen, die lederartig wirken, sind es aber nicht – ein gutes Zeichen an die Erfordernisse der Zeit. Hinzu kommen metallisch wirkende Flächen und Hochglanz-Elemente – das ist edel. Schön: Hartplastik findet man wenig.

 

Gefallen haben uns vor allem die Displays für die Instrumente und das Infotainment. Sie liegen auf einer Höhe und lassen sich sowohl gut ablesen wie auch bedienen. Dank Vorwahltasten und Drehrädern, kommt man mit dem Infotainment bestens zurecht. Konnektivitätsseitig gibt es nichts zu meckern: Alles da, was man braucht. Sogar mehr! Kia bietet eine Smartphone-App an, über die man das SUV ver- oder entriegeln kann. Außerdem lassen sich Navigationsziele eingeben –sogar für die letzten Meter, die mit dem Auto nicht zu erreichen sind.

Kia Sorento PHEV Antriebs Check

Schauen wir uns das Herzstück des Koreaners an: Ein Vierzylinder Turbo-Motor mit 1.6 Litern Hubraum, der mit einem Elektro-Motor verbunden ist. Kombiniert stehen 195 kW/265 PS und 350 Nm parat. Der E-Antrieb allein liefert 67 kW/91 PS und treibt ausschließlich die Vorderräder an. Die generelle Kraftübertragung übernimmt eine 6-Gang-Wandlerautomatik. Legt man es darauf an, kann man den Kia Sorento PHEV dynamisch bewegen, da das maximale Drehmoment bereits bei 1.500 U/min anliegt. Das äußert sich auch in den Fahrleistungen: In zügigen 8,7 Sekunden geht es von 0 auf 100 km/h. Bei Bedarf erreicht das SUV eine Höchstgeschwindigkeit von 193 km/h.

 

Laut WLTP soll sich der Kia Sorento PHEV mit 1,6 km und 16,1 kWh auf 100 km begnügen. Oder sagen wir es so: auf den ersten 100 km! Dies ist aktuelle noch ein Trick der Automobilindustrie, um Realverbräuche positiv darzustellen, da man nur die ersten 100 km zugrunde legt. Hier ist der Akku des E-Motors schließlich noch voll geladen und übernimmt einen Großteil des Testzyklusses.

 

Ob der mit 2.015 kg nicht gerade leichte Kia Sorento PHEV auch wirklich mit 1,6 Litern auf 100 km auskommt, zeigt der Fahreindruck Check. Etwas schade ist, dass der Plug-In-Hybrid mit 515 kg Zuladung auskommen muss, während die anderen, herkömmlich angetriebenen Versionen, rund 130 kg mehr zuladen können.

Kia Sorento PHEV Fahreindruck Check

Eingestiegen in den Kia Sorento PHEV. Und was hören wir? Zunächst nichts, da man elektrisch fährt! Im Alltag kommt der Plug-In-Hybrid auf 52 km rein elektrischer Reichweite – realistisch gefahren – und ist damit gut aufgestellt, was den städtischen Bereich und kurze Überlandfahren anbelangt. Wird Leistung gefordert, schaltet sich der Vierzylinder hinzu. Man scheut sich aber ein wenig, ihn richtig ranzunehmen. Warum? Weil er ziemlich rau läuft. Dennoch: Das Ansprechverhalten ist gut. Vor allem wohl deshalb, weil der E-Motor im unteren Geschwindigkeitsbereich mitläuft und das SUV damit sehr dynamisch wirkt.

 

Kommen wir nochmal zum Realverbrauch: 1,6 Liter – schön und gut. Das entspricht auf den ersten 100 km im Labor der Realität. Ansonsten sind es im Schnitt eher acht Liter. Wer es wirklich drauf anlegt und sparen will, oft den E-Modus nutzt, kommt auf gut vier Liter. Und hier sprechen wir von tatsächlich herausgefahrenen Werten über mehrere hundert Kilometer. Also auch dann, wenn die Batterie leer war.

 

Ansonsten fährt der Kia Sorento sehr verbindlich: Das Fahrwerk weckt Vertrauen, auch bei hohen Tempi. Insgesamt fährt das SUV eher auf der straffen Seite, gibt sich agil und fährt auch in schnellen Kurven stets sicher. Dank Allradantrieb kann er sogar Offroad-Fahreigenschaften anbieten – im Rahmen versteht sich. Dabei unterstützen die Fahrmodi „Mud“ oder „Sand“ sowie die Bergabfahrhilfe.

 

Überhaupt ist der Kia Sorento ein sehr zuvorkommendes Fahrzeug – das zeigen die Fahrerassistenzsysteme. So gibt es eine Fernsteuerung für das SUV, mittels derer man den Sorento aus Parklücken heraus oder auch hinein bugsieren kann. Das erleichtert das Ein- oder Aussteigen in engen Parklücken. Zusätzlich gibt es einen Ampelassistenten, der beim Verschlafen einer grünen Ampel dazu mahnt loszufahren. Ein echtes Highlight ist die Tot-Winkel-Funktion im Instrumentendisplay. Sie zeigt das Bild der Kameras an, die in die Außenspiegel integriert sind. So bekommt man beim Spurwechsel mehr zu sehen, als man mit dem Blick in den Spiegel und dem Schulterblick überblicken könnte!

Kia Sorento PHEV Preis Check

62.000 Euro – kein Pappenstiel! Immerhin sind hier 7 Jahre oder 150.000 km Garantie inbegriffen. Und über die Ausstattung muss man sich auch keine Gedanken machen: Der Kia Sorento fährt als PHEV in der Platinum-Ausstattung vor, die eigentlich vollausgestattet ist. Einzig die Metallic-Lackierung und die dritte Sitzreihe sind verfügbare Optionen, sonst ist alles an Bord. Und damit relativiert sich der Preis wieder ein wenig.

Fotogalerie

Das ist der neue KIA Sorento PHEV!

Viel Platz und mit modernem Antriebskonzept: Der KIA Sorento PHEV im R+V24 Test.

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Der KIA Sorento PHEV hat einen guten Eindruck hinterlassen.

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Moderne Leuchtmittel und funktionale Sensoren bestimmen das Design der Front.

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Das Heck wirkt auf den ersten Blick ungewöhnlich, aber der KIA Sorento hat auch viele Freunde in den USA, die darauf total abfahren.

Das Heck wirkt auf den ersten Blick ungewöhnlich, aber der KIA Sorento hat auch viele Freunde in den USA, die darauf total abfahren.

Groß, größer, großartig? Der KIA Sorento PHEV macht sich breit!

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Kia Sorento PHEV – wer lädt, kann den Verbrauch senken!

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Der Kofferraum des Kia Sorento PHEV überzeugt!

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Ebene Ladefläche, wenn man die Rücksitzlehnen umlegt.

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Viel Platz in der zweiten Sitzreihe!

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Luxuriöse Verhältnisse in der ersten Reihe.

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Ein aufgeräumtes Cockpit, welches keine Fragen offen lässt.

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Wichtige Bedienelemente sind stets zur Hand.

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Der KIA Sorento PHEV verfügt über ausreichende Ablageflächen.

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Das Fahrzeug verfügt über die Kraft der zwei Herzen, neben dem Verbrenner kommt ein Elektromotor zum Einsatz.

Das Fahrzeug verfügt über die Kraft der zwei Herzen, neben dem Verbrenner kommt ein Elektromotor zum Einsatz.

Nur wer den Akku des Kia Sorento PHEV lädt, wird auf Kurzstrecken den Verbrauch senken können.

Nur wer den Akku des Kia Sorento PHEV lädt, wird auf Kurzstrecken den Verbrauch senken können.

Das gut ablesbare Display gibt alle wichtigen Informationen weiter.

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Vorsprung durch Technik? Durch diverse Einstellmöglichkeiten der Steuerungselektronik besticht der Sorento in fast jeder Situation.

Vorsprung durch Technik? Durch diverse Einstellmöglichkeiten der Steuerungselektronik besticht der Sorento in fast jeder Situation.

Kia Sorento PHEV Zielgruppencheck und Fazit

Kann man dem Kia Sorento PHEV etwas ankreiden? Eigentlich nicht! Klar, der Verbrauch könnte in der Realität niedriger sein. Aber seien wir doch mal ehrlich: Welcher Plug-In-Hybrid schneidet bei diesem Thema in der Realität besser ab? Vor allem in dieser Größe und Klasse.

 

Ansonsten glänzt das SUV mit viel Platz, einem knackigen Design, voller Ausstattung und modernster Technik. Er fährt agil, bietet allen Luxus und ist damit – im Verhältnis gesehen – noch nicht einmal überteuert. Prädikat: SUV sind gar nicht so fehl am Platz, wie es einem aktuell suggeriert wird. Zumindest wenn sie so aufgestellt sind wie der Kia Sorento PHEV. 

Autoquartett: Kia Sorento PHEV

Hubraum: 1.6 Liter + Elektromotor
Motorleistung: 195 kW / 265 PS
Drehmoment: 350 Nm
0-100 km/h: 8,7 Sekunden
v/Max: 193 km/h
Kofferraumvolumen 693 - 2.077 Liter
Basispreis: ca. 62.000 €

Jens Stratmann Automobil-Journalist

Baujahr 1979, technisch im einwandfreien Zustand! Nach einer Ausbildung und über elf Jahren Erfahrung im KFZ-Bereich, machte Jens seine Passion zu seinem Beruf. Jens schreibt Beiträge über Neu- und Gebrauchtwagen, die auf persönlichen Erfahrungen und Fahrtests zu dem jeweiligen Auto basieren.

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