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Elektrofahrzeuge in Deutschland – Welche gibt es?

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Elektrofahrzeuge in Deutschland – Welche gibt es?

Nach der reinen Definition ist ein Elektrofahrzeug ein Verkehrsmittel, welches mit elektrischer Energie angetrieben wird. Diese Energie kommt in der Regel aus der Batterie, aus dem großen Akku-Pack, der dann für die Reichweite verantwortlich ist. Es gibt dennoch Unterschiede:

29.01.2014 | Jens Stratmann

Während sich die einen Hersteller komplett auf die Elektromobilität stützen und somit die Reichweite „limitieren“, setzen andere Hersteller auf Range-Extender, sogenannte Reichweitenverlängerer.

Damit können die Fahrer dann noch etwas weiter fahren, verbrauchen dann allerdings herkömmlichen Kraftstoff. Ein Range-Extender ist nichts anderes als ein Stromgenerator. Dieser stellt die Energie zur Verfügung, um das Fahrzeug anzutreiben.

Doch was für Fahrzeuge gibt es derzeitig eigentlich schon auf dem Markt? Wir haben uns einige mal angesehen:

Bei BMW z.B. gibt es den BMW i3. Ein alltagstaugliches Elektrofahrzeug mit einer Leistung von 170 PS, einem Drehmoment von 250 Nm und einer Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h. Optional gibt es den BMW i3 auch mit einem Range-Extender (REX genannt). Von 0-100 beschleunigt der 4-Sitzer innerhalb von 7,2-7,9 Sekunden.

Die Reichweite? Ohne Komissar Rex liegt der NEFZ-Wert bei 170 km. Man darf nicht vergessen, dieser ist bei 20°C errechnet! Im Winter dürfte die Reichweite etwas sinken, doch zu dem Thema kommen wir noch.

Die 22kWH Batterie sitzt gut geschützt unter der Carbon-Karosserie. BMW hat hier nur alles erdenkliche getan, um Gewicht zu sparen und hat das Ziel mit einem Gesamtgewicht von ca. 1,3 Tonnen auch realisiert.

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Der Preis? Ab 34.950 Euro bekommt man den BMW i3, der übrigens in Leipzig vom Band läuft.

Brabus ist nicht nur ein Tuner, bzw. ein Veredler aus Bottrop sondern auch ein Fahrzeughersteller. Der smart BRABUS electric drive baut auf dem normalen smart electric drive auf, bietet aber mit 130 km/h eine höhere Endgeschwindigkeit und mit einem Sprintwert von 10,2 Sekunden auch eine schnellere Beschleunigung.

Dass sich dieses im Preis niederschlägt, dürfte nun keinen verwundern. Interessant ist aber, dass die Reichweite von 145 km (NEFZ) gleichgeblieben ist und das, obwohl der Motor nun 60 kW Leistung auf die Hinterachse bringt.

Ford tut was und stellt nun auch einen alltagstauglichen Elektrowagen auf die Räder. Der Ford Focus Electric wird rein batterieelektrisch angetrieben. Der 141 PS starke Elektromotor bringt ein Drehmoment von 250 Nm auf die Achse. Die Batterie verfügt über 23 kW/h.

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Um die Reichweite zu erhöhen, wurde die Höchstgeschwindigkeit auf 135 km/h reduziert. So kommt man laut NEFZ ca. 160 km weit. Die Akkus wurden unter dem Kofferraum und den Rücksitzen platziert. Die 200 kg Mehrbelastung spürt man schon, auch wenn Ford das Fahrwerk dementsprechend angepasst hat.

Das hat Mercedes-Benz auch getan. Bei der Mercedes-Benz B-Klasse electric drive, welche zunächst in den USA auf den Markt kommt, wurde ebenfalls das Fahrwerk auf die neuen Anforderungen angepasst. Die 28 kw/h große Batterie sorgt für eine Reichweite von bis zu 200 km (NEFZ). Und das trotz einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h, einer Leistung von 177 PS bzw. 340 Nm und vor allem einer richtig alltagstauglichen Karosserie.

Das Kofferraumvolumen ist mit über 500 Liter „riesig“ und das Platzangebot im Innenraum phänomenal. Die B-Klasse sieht nicht nur aus wie ein normales Modell, sie fährt sich auch fast so. Nur etwas leiser – und leistungsstärker. Bei Mercedes gibt es keinen Range-Extender, nicht einmal gegen Aufpreis. Der deutsche Preis von der B-Klasse ist derzeitig noch genauso unbekannt wie das Erscheinungsdatum!

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Der Mercedes-Benz SLS AMG E-CELL! Der Wahnsinn auf Rädern! Vier Elektromotoren, 392 kW Leistung, 48 kWH Akku und Beschleunigungswerte von 0-100 km/h innerhalb von 4 Sekunden. Das Fahrzeug wird sich kaum einer leisten können und wenn doch, dann bekommt man täglich sein privates Facelifting verpasst, denn ich kenne keinen, der aus diesem Fahrzeug ohne ein Grinsen ausgestiegen ist.

Erfolgreich unterwegs ist bereits der Nissan LEAF. Das weltweit erste, in sehr großen Stückzahlen hergestellte, vollwertige Familienauto mit reinem Elektroantrieb. Mit einer Reichweite von 175 km deckt er den Bedarf vieler Pendler ab. Mit einer Leistung von 109 PS, eine Drehmoment von 280 Nm und einer Batteriekapazität von 24 kWh spielt er seine ersten Karten aus.

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Mit einem Preis ab 23.790 Euro zieht er dann den Trumpf aus dem Ärmel. Kein Wunder, dass der Nissan Leaf das meistverkaufste Elektrofahrzeug der Welt ist, oder?

Der Opel war mein erster! Der Opel Ampera begeisterte mich von dem ersten Kick auf das Fahrpedal. Die 150 PS trollten sich nach vorne, das Drehmoment lag sofort an und ich mag auch die Optik vom Opel Ampera. Die 16 kWh Batterie reicht allerdings nur für ca. 40-80 km.

Anschließend springt der Range-Extender an. Dieser dröhnt etwas, weil er hochtourig laufen muss und das hat damals an den Ampeln für komische Gesicher gesorgt.

Der smart electric drive läuft übrigens bereits seit November 2009 vom Band. Hergestellt wird das Fahrzeug im französischen Hambach. Der 30 kW starke Elektromotor sorgt mit seinem Drehmoment von 120 Nm für Fahrspaß.

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Ein Go-Kart ähnliches Fahrgefühl bekommt man in dem kleinen City-Flitzer und wenn man es drauf anlegt, kann man das Heck auch schon mal ausbrechen lassen (bis die Elektronik den Drift-Spaß dann wieder vermiest).

Ich möchte nicht vergessen zu erwähnen, dass es z.B. auch noch den BMW Mini-E, den Citroen C-Zero, den Mitsubishi iMiev, den Renault ZOE, den Tesla S,den Peugeot iOn gibt und den VW e-Up! gibt. Doch diese Fahrzeuge bin ich bis dato noch nicht gefahren und daher kann ich darüber weder urteilen noch richten.

Den Renault Twizy habe ich bewusst aus dieser Auflistung gelassen, da dieses Elektrogefährt ein Quad ist, wenn auch ein gut durchdachtes bzw. überdachtes Elektrofahrzeug.

Genug der Vorstellung, ich habe mir nun vier Elektrofahrzeuge rausgepickt, die ich am kommenden Mittwoch gegeneinander vergleichen werde: Opel Ampera, Nissan Leaf, BMW i3 und Mercedes-Benz B-Klasse.

Alle vier Fahrzeuge sind familientauglich, verfügen über vier Sitzplätze, zwei gibt es mit Range-Extender und zwei ausschließlich ohne. Zwei sind absolute Neuwagen, zwei kann man inzwischen auch schon gebraucht erwerben.

Wer da (bei mir) wohl das Rennen macht? Das erfahrt ihr am kommenden Mittwoch. Jetzt am Freitag gibt es einen ganz erfrischenden Neuwagen, dieser verfügt aber (noch?) über einen herkömmlichen Antrieb.

Jens Stratmann Automobil-Journalist

Baujahr 1979, technisch im einwandfreien Zustand! Nach einer Ausbildung und über elf Jahren Erfahrung im KFZ-Bereich, machte Jens seine Passion zu seinem Beruf. Jens schreibt Beiträge über Neu- und Gebrauchtwagen, die auf persönlichen Erfahrungen und Fahrtests zu dem jeweiligen Auto basieren.

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